Unternehmen
© Hexagon
15.03.2023

Kooperation für verbesserte Nachhaltigkeit der Elektronikindustrie

Kooperation von Hexagon und Altium für bessere Nachhaltigkeit der Elektronikindustrie

Die Abteilung Manufacturing Intelligence von Hexagon und Altium sind eine strategische Partnerschaft eingegangen, die dazu beitragen wird, die Entwicklung und Herstellung von Elektronik umweltverträglicher zu gestalten. Die Partnerschaft kombiniert die Expertise von Hexagon bei der Nutzung von Daten aus Design und Konstruktion, Fertigung und Messtechnik mit den Stärken von Altium in den Bereichen PCB-Design und Elektronik-Lieferkettenintelligenz, um Unternehmen dabei zu helfen, die Auswirkungen von Produktentwicklungsentscheidungen auf die Nachhaltigkeit von Elektronik und SMART-Produkten zu verstehen.

Nahezu jeder Industriezweig sieht sich heute mit dem erhöhten Druck konfrontiert, seine CO2-Bilanz und seinen Energieverbrauch zu reduzieren, die Recyclingfähigkeit von Produkten zu verbessern und zahlreiche zusätzliche gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Solche Veränderungen in der Elektronikindustrie zu erreichen, ist angesichts der Komplexität der globalen Lieferketten und Abläufe sowie der Produkte selbst eine enorme Herausforderung. Es gibt fast keine Lösungen für das Nachhaltigkeits-Management in diesem Wirtschaftssektor. Die Partnerschaft von Hexagon und Altium nimmt sich der bedeutenden Auswirkungen der Elektronikindustrie auf die Umwelt an. Die Kooperation fokussiert sich darauf, neue Tools und Lösungen einzuführen, die positive Veränderungen erzielen und der Industrie helfen, nachhaltiger zu werden.

Die Partnerschaft wird die Nexus-Plattform von Hexagon und die Altium 365-Plattform integrieren, um vier Schlüsselbereiche anzugehen:

  1. Nachhaltigkeit in der Fertigung – Unterstützung der Hersteller bei der Ermittlung und Umsetzung nachhaltigerer Fertigungsprozesse und -technologien, die durch kontinuierliche Verbesserungen die Abfallmenge reduzieren und die Umweltbelastung minimieren.
  2. Design für Nachhaltigkeit – Unterstützung von Ingenieuren mit datengesteuerten Arbeitsabläufen, die modernes simulationsgestütztes Design, virtuelles Prototyping und Qualitätsprüfungstechniken nutzen, um nachhaltige Produkte unter Verwendung der richtigen Materialien, Design- und Fertigungsprozesse zu entwickeln.
  3. Förderung von Innovationen – Zusammenarbeit mit innovativen Marktteilnehmern bei der Entwicklung neuer Lösungen, die den sich wandelnden Marktbedürfnissen entsprechen und aktuelle und künftige Herausforderungen angehen, z.B. durch das Sixth Sense Start-up-Ökosystem und Support-Programm von Hexagon.
  4. Unternehmenslösungen – Bereitstellung von Lösungen, die der Elektronikindustrie überzeugende geschäftliche Unterscheidungsmerkmale und Intelligenz bieten, um mehr Innovationen im Sinne der Nachhaltigkeit umzusetzen.
© Hexagon
© Hexagon

Die Partnerschaft ist weitreichend und sieht Entwicklungen bis 2023 und darüber hinaus vor. Die ersten Lösungen konzentrieren sich auf die Reduzierung von eWaste (Elektronikschrott) durch die Verfolgung des Kohlendioxidausstoßes und die Verbesserung der Recyclingfähigkeit, die über die Nexus Digital-Reality-Plattform von Hexagon und die Altium 365-Plattform für Elektronikproduktdesign (die Leiterplattendesign, MCAD, Datenmanagement und Teamarbeit vereint) bereitgestellt werden.

„IPC beglückwünscht Altium und Hexagon zu ihrer Partnerschaft zur Förderung der Nachhaltigkeit“, sagte John Mitchell, President und CEO der Industry Standards Group IPC. „Altiums Fachwissen im Bereich PCB-Design und Lieferkette, kombiniert mit Hexagons Mess- und Analysefähigkeiten, stärkt die Position des Unternehmens als führende Autorität für die Elektronikindustrie im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit und als geschätzter Partner bei IPC-Initiativen, einschließlich unseres in Kürze angekündigten Sustainability Leadership Council.“

„Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Gesprächsthema auf der Agenda der Führungskräfte fast aller Unternehmen unserer Branche“, sagt Ted Pawela, Chief Ecosystem Officer bei Altium. „Unsere Partnerschaft mit Hexagon wird echte Fortschritte bei der Verfolgung und Berichterstattung – und vor allem bei der Verbesserung der wichtigsten Nachhaltigkeitskennzahlen, die unsere Kunden berücksichtigen müssen – ermöglichen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit IPC und Hexagon, um eine nachhaltigere Zukunft für unsere Branche zu schaffen.“

„Nachhaltigkeit hat für Hexagon oberste Priorität“, sagt Parth Joshi, Chief Product and Technology Officer des Bereichs Manufacturing Intelligence von Hexagon. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Altium und darauf, dass wir deren Elektronik-Know-how und Software nutzen können, um unseren Kunden noch bessere Lösungen anbieten zu können. Gemeinsam haben wir die Vision, die Art und Weise zu verändern, wie Nachhaltigkeit in der Elektronikindustrie gesehen, umgesetzt und angenommen wird. Wir engagieren uns für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Fertigungsprozesse und offener digitaler Technologien, die unseren Kunden helfen, Ineffizienzen zu beseitigen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und eine Kreislaufwirtschaft einzuführen.“

(Quelle: Presseinformation von Hexagon Manufacturing Intelligence)

Schlagworte

DatennutzungDigitalisierungElektronikindustrieEnergieeffizienzFertigungKonstruktionLieferkettenMesstechnikNachhaltigkeit

Verwandte Artikel

21.04.2024

Fachkräftemangel bedroht Transformation zu nachhaltiger Industrie

In der kommenden Woche treffen sich Industrie und Wirtschaft auf der Hannover Messe. Zentrales Thema ist eine nachhaltige Industrie – dazu gehören auch die Bekämpfung des...

Digitalisierung Energieversorgung Entsorgung Fachkräftemangel Fahrzeugtechnik Informatik Ingenieurwesen Klimaschutz Klimawende Maschinentechnik Wasserversorgung Wirtschaftsstandort Deutschland
Mehr erfahren
18.04.2024

Deutsche Industrie: Materialverfügbarkeit stabilisiert – Lieferketten wappnen

Das ifo Institut berichtet, dass sich die Materialverfügbarkeit in Deutschland erheblich verbessert hat. Die Kloepfel Group empfiehlt den Unternehmen, sich für zukünftige...

Chemische Industrie Elektrische Ausrüstungen Industriestandort Deutschland Lieferketten Maschinenbau Materialverfügbarkeit
Mehr erfahren
17.04.2024

Thüringer Zentrum für Maschinenbau: Investition in die Zukunft

Mit Fördermitteln in Höhe von sechs Millionen Euro kann das Thüringer Zentrum für Maschinenbau seine Zukunftsstrategie hin zu energie- und materialschonenden Produktionst...

Automobilzulieferindustrie Energieeffizienz Fertigungskette Kreislaufwirtschaft Kunststofftechnik Kunststoffverarbeitung Maschinenbau Materialeffizienz Metallverarbeitung Produktion Produktionstechnologie Prozesskette
Mehr erfahren
15.04.2024

Innovationsfähigkeit entscheidet über Produktivitätssteigerungen

Maschinen- und Anlagenbauer weltweit können ihre Produktivität um 30 bis 50 Prozent steigern, indem sie Innovationen in den Bereichen KI , Lean sowie Digitalisierung und...

Additive Fertigung Anlagenbau Digitalisierung Industrie 4.0 Informationstechnologie Innovationsfähigkeit KI Maschinenbau Nachhaltigkeit Operative Technologie Produktivität
Mehr erfahren
14.04.2024

Motto und Leitthemen der K 2025 stehen fest

Die Gremien der K 2025 haben Anfang des Jahres das Motto der kommenden K in Düsseldorf festgelegt. Es setzt sich aus einem Slogan und drei Kernbotschaften, die die Leitth...

Circular Economy Digitalisierung Kreislaufwirtschaft Kunststoffe Kunststoffindustrie Ressourceneffizienz Ressourcenschonung
Mehr erfahren