Unternehmen
Moderne und nachhaltige Ausbildung bei thyssenkrupp Steel: Ab dem kommenden Ausbildungsjahr erwarten die angehenden „Steeler“ nicht nur virtuell unterstützende Technik und gute Übernahmechancen. Ab 2023 werden die industriell-technischen Azubis erstmals auch im Umgang und in der Arbeit mit Wasserstoff geschult. - © thyssenkrupp Steel Europe AG
10.01.2023

Mehr Ausbildungsplätze und „Zusatzqualifikation Wasserstoff“

Mehr Ausbildungsplätze und „Zusatzqualifikation Wasserstoff“

thyssenkrupp Steel Europe stellt im kommenden Ausbildungsjahr erstmals 350 statt bislang 300 Auszubildende ein – davon 220 allein in Duisburg. Gleichzeitig bietet der Stahlhersteller im Zuge seiner Transformation zur klimafreundlichen Stahlproduktion industriell-technischen Auszubildenden ab 2023 die „Zusatzqualifikation Wasserstoff“ an.

Die Umstellung der traditionellen Hochofenroute auf klimafreundliche Technologien bei thyssenkrupp Steel verändert auch die Ausbildung. Hochqualifiziertes Personal ist gefragt. Deshalb schafft der Stahlkonzern für den Ausbildungsstart im kommenden Herbst nicht nur 50 zusätzliche Ausbildungsplätze. In insgesamt 22 verschiedenen Berufen bietet das Unternehmen im September 2023 dann erstmals 350 Ausbildungsplätze an. Um die industriell-technischen Nachwuchskräfte fit für die nachhaltigen Technologien der Zukunft zu machen, führt das Unternehmen außerdem eine „Zusatzqualifikation Wasserstoff“ ein. Wer sich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung in einem modernen Industriekonzern interessiert, kann sich ab sofort auf der Webseite unter www.thyssenkrupp.com bewerben.

thyssenkrupp Steel treibt die Transformation seiner Stahlproduktion voran: Bis spätestens 2045 will das Unternehmen vollständig klimaneutral produzieren. Dazu ist bis 2026 der Bau neuer Anlagen geplant, vor allem von Direktreduktionsanlagen in Verbindung mit innovativen Einschmelzaggregaten. Die Direktreduktionsanlagen sollen mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Für den Umgang mit diesen Anlagen und dem Medium Wasserstoff ist besonderes Know-how gefragt. „Erstmals erhalten junge Menschen während und nach ihrer Ausbildung die Chance, die klima- und umweltfreundliche Zukunft des größten deutschen Stahlkonzerns aktiv mitzugestalten. Denn thyssenkrupp Steel Europe befindet sich auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion. Wir schaffen damit weiter Fakten in Sachen Transformation“, sagt Markus Grolms, Arbeitsdirektor und Personalvorstand bei thyssenkrupp Steel. Dafür ersetze das Unternehmen die klassische Hochofenroute mit Kokskohle durch Direktreduktionsanlagen mit Einschmelzaggregaten, die mit „grünem“ Wasserstoff betrieben werden. Die neue Route soll 2026 starten – und bietet den zukünftigen Fachkräften dann hochmoderne Arbeitsplätze.

Solider Start ins Berufsleben

Eine technische Berufsausbildung ist der perfekte Einstieg in die spannende Welt der Stahlherstellung und -verarbeitung. In den gut ausgestatteten technischen Ausbildungszentren in Duisburg, Bochum, Dortmund und Siegen werden die Auszubildenden fit für die Herausforderungen einer nachhaltigen Stahlproduktion gemacht. Hier lernen sie in den ersten anderthalb Ausbildungsjahren alle wichtigen Werkzeuge, Maschinen und Geräte kennen und bedienen. Anschließend arbeiten sie zwei Jahre lang in den Betrieben mit – sie werden Teil eines eingespielten Teams, das sie, wenn alles passt, nach der Berufsausbildung direkt verstärken.

Moderne und nachhaltige Ausbildung bei thyssenkrupp Steel: Ab dem kommenden Ausbildungsjahr erwarten die angehenden „Steeler“ nicht nur virtuell unterstützende Technik und gute Übernahmechancen. Ab 2023 werden die industriell-technischen Azubis erstmals auch im Umgang und in der Arbeit mit Wasserstoff geschult. - © thyssenkrupp Steel Europe AG
Moderne und nachhaltige Ausbildung bei thyssenkrupp Steel: Ab dem kommenden Ausbildungsjahr erwarten die angehenden „Steeler“ nicht nur virtuell unterstützende Technik und gute Übernahmechancen. Ab 2023 werden die industriell-technischen Azubis erstmals auch im Umgang und in der Arbeit mit Wasserstoff geschult. © thyssenkrupp Steel Europe AG

Noch spannender wird die Ausbildung mit dem neuen Fokus auf das Thema „Wasserstoff“. Dazu hat thyssenkrupp Steel Europe gemeinsam mit der IHK Niederrhein und den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) die bundesweit anerkannte „Zusatzqualifikation Wasserstoff“ entwickelt, die mit einer IHK-Prüfung abschließt. „Mit der anerkannten Zusatzqualifikation bereiten wir jetzt schon die nächste Generation zukünftiger Facharbeiter während der beruflichen Erstausbildung auf den Umgang mit Wasserstoff vor. In 25 Trainingstagen dreht sich alles um das Thema „Wasserstoff“ – von der Herstellung über den Transport und die Speicherung bis hin zur Nutzung und sicheren Handhabung“, erklärt Dr. Veit Echterhoff, Ausbildungsleiter bei thyssenkrupp Steel. Ab dem Ausbildungsjahr 2023 das neue Modul allen industriell-technischen Azubis von thyssenkrupp Steel zur Verfügung.

Voraussetzung: Interesse an Technik

Mitbringen sollten Bewerber:innen für eine industriell-technische Berufsausbildung Interesse an Technik und dem Unternehmen. „Der Schulabschluss ist eher zweitrangig. Wir erwarten aber selbstverantwortliches Lernen und den festen Willen, die Ausbildung durchzuziehen und bei thyssenkrupp Steel Europe beruflich Fuß zu fassen“, erklärt Echterhoff. Dafür erhalten die Azubis an den verschiedenen Standorten eine hochmoderne, digitalisierte Ausbildung. Persönliche Tablets, die ihnen zum Ausbildungsstart überreicht werden, vereinfachen die Kommunikation mit den Ausbildern und die Vernetzung mit den anderen Auszubildenden.

„Nach der Ausbildung bieten wir dem Fachkräftenachwuchs an den neuen Anlagen attraktive Arbeitsplätze in einem Zukunftsunternehmen, das klimaneutral Stahl erzeugen wird. Die Fachkräfte von morgen erhalten die Chance, die nachhaltige Zukunft unseres Unternehmens selbst mit voranzutreiben“, so Grolms. Mit dem früheren, angestaubten Image der Stahlindustrie hätten die Arbeitsplätze an den modernen Aggregaten nichts mehr gemeinsam. Vielmehr entwickle sich die Stahlbranche zu einer modernen und klimafreundlichen Industrie. Denn Stahl ist etwa für die Elektromobilität und die Energiewende unabdingbar. Deshalb werden die industriell-technischen Berufe bei thyssenkrupp Steel zukünftig auch für Mädchen und Frauen noch attraktiver.

Eine Ausbildung mit Mehrwert

Neben einer attraktiven Ausbildungsvergütung gemäß Tarifvertrag der Eisen- und Stahlindustrie NRW in Höhe von 1.044 Euro im ersten bis hin zu 1.275 Euro im vierten Ausbildungsjahr winken bei thyssenkrupp Steel attraktive Weiterbildungs- und Förderangebote schon in der Ausbildung, gute Sozial-, Gesundheits- und Beratungsleistungen und nicht zuletzt gute Übernahmechancen im Unternehmen. Einführungswochen, Teamevents und gewissenhafte Prüfungsvorbereitung runden das Ausbildungsprogramm ab.

Weitere Infos unter www.thyssenkrupp-steel.com/de/karriere/schueler/ausbildung/

(Quelle: Presseinformation der thyssenkrupp Steel Europe AG)

Schlagworte

ArbeitsmarktAusbildungFachkräftequalifizierungStahlindustrieWasserstoff

Verwandte Artikel

Additiv gefertigtes Einspritzsystem für die saubere Verbrennung alternativer und fossiler Kraftstoffe in Gasturbinen.
10.10.2026

Saubere Gasturbinen aus dem 3D-Drucker

Gemeinsam mit zwei anderen Forschenden entwickelt Dr. Fabian Hampp, Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Verbrennungstechnik der Luft- und Raumfahrt (IVLR) der Universi...

3D-Druck Additive Fertigung Brennstoffe EFuels Gasturbinen Injektor Laser Powder Bed Fusion Metallpulver Verbrennungstechnik Wasserstoff
Mehr erfahren
Die Wasserstofftankstelle von Guttroff in Dettelbach bei Würzburg.
07.10.2026

Die klimafreundliche Alternative zu Acetylen und Propan

Die Autogentechnik blickt wie das Unternehmen Guttroff auf eine über hundertjährige Geschichte zurück und ist beim Brennschneiden, Anwärmen, Richten und Löten nach wie vo...

Anwärmen Autogentechnik Brenngas Brennschneiden Emmissionen Grüner Wasserstoff Löten Richten Wasserstoff
Mehr erfahren
DVS Group
30.09.2026

Rückblick: 7. Abend der Schweißtechnik

Am 10. September 2026 kamen rund 400 Gäste an die SLV Nord, um zusammen mit dem DVS-Bezirksverband Hamburg den 7. Abend der Schweißtechnik sowie das 100-jährige Bestehen...

Ausbildung Cobot DVS-Bezirksverband Forschung Jubiläum Jugend schweißt Kunststoffzentrum Laserstrahlschweißen Qualitätssicherung Schweißausbildung Schweißen Schweißtechnik Weiterbildung Werkstofftechnik Wettbewerbsfähigkeit
Mehr erfahren
Ingenieurarbeitsmarkt: VDI ordnet ein und zeigt Potenziale
27.09.2026

VDI/IW-Ingenieurmonitor zum Strukturwandel am Arbeitsmarkt

VDI/IW-Ingenieurmonitor: Konjunkturelle Schwäche trifft derzeit auf einen Arbeitsmarkt im Wandel – doch der Fachkräftebedarf bleibt strukturell hoch. Der VDI sieht Re-Ski...

Arbeitsmarkt Digitalisierung Energiesektor Fachkräftemangel Informatik Ingenieurwesen Medizintechnik Re-Skilling Strukturwandel
Mehr erfahren
23.09.2026

Konferenz für nachhaltige Werkstofftechnik

Das Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik (IWW) der Technischen Universität Chemnitz veranstaltet am 17. und 18. März 2027 das 25. Werkstofftechnische K...

Additive Fertigung Auftragschweißen Fertigungstechnik Fügetechnik Kolloquium Konferenz Löten Oberflächentechnik Schweißen Wasserstoff Wasserstofftechnologien Werkstofftechnik Werkstoffwissenschaft
Mehr erfahren