Wirtschaft
© iStock.com/YinYang
15.05.2021

MINT-Studium und Berufserfahrung besonders gefragt bei KI-Arbeitgebern

MINT-Studium und Berufserfahrung besonders gefragt bei KI-Arbeitgebern

Wer im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) arbeiten möchte, sollte vielseitig einsetzbare Fähigkeiten aus MINT-Fachrichtungen wie Informatik, Mathematik oder Wirtschaftsinformatik mitbringen. Auch mehrjährige Berufserfahrung gehört zu den arbeitgeberseitig nachgefragten Kompetenzen für den Bereich Künstliche Intelligenz. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Künstliche Intelligenz spielt eine immer größere Rolle in den einzelnen Unternehmen und für die deutsche Wirtschaft insgesamt. Sie verändert auch Berufsbilder und gefragte Kompetenzen. Deshalb sollten sich Fachkräfte für KI bewusst machen, welche Fähigkeiten und Kompetenzen sie für ein erfolgreiches Berufsleben mitbringen müssen. Die Studie liefert hierzu wichtige Erkenntnisse.“

Die Studie wertet knapp 11.000 Stellenanzeigen in KI-relevanten Berufen aus. Sie analysiert, nach welchen Kompetenzen die Unternehmen in veränderten oder neu entstehenden Berufsbildern gefragt haben und verwendet bei der Analyse selbst KI-Techniken. Dabei konzentriert sich die Untersuchung auf das erste Quartal 2020.

Aus Unternehmenssicht sind KI-Kompetenzen häufig mit einem Studienabschluss oder einer Berufsausbildung verbunden. Nur in rund einem Drittel aller KI-Stellenanzeigen wird keine Angabe zu einem bestimmten Abschluss gemacht. Wird in den Stellenanzeigen ein Abschluss gefordert, ist in 96 Prozent der Fälle ein Studium erwünscht. Gefragt sind datenaffine MINT-Fachrichtungen wie Informatik, Wirtschaftsinformatik, Mathematik und – mit Abstrichen – sonstige Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Inhaltlich wünschen sich Unternehmen in der Regel mindestens eine Fähigkeit. Darunter fallen unter anderem das Verständnis von technischen KI-Konzepten wie Machine Learning (31 Prozent) oder Big Data (25 Prozent). Auch Kenntnisse von Programmiersprachen wie Python (35 Prozent) oder SQL (25 Prozent) sind gefragt.

Die Analyse der KI-Bedarfe der Wirtschaft wird in den kommenden Jahren mit unterschiedlichen Schwerpunkten fortgeführt. Die nächsten Ergebnisse werden im Frühjahr 2022 vorliegen.

Die aktuelle Studie „KI-Bedarfe der Wirtschaft am Standort Deutschland“ können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen:

(Quelle: Presseinformation des BMWi – Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie)

Schlagworte

FachkräftequalifizierungKIKünstliche IntelligenzMINT-Fächer

Verwandte Artikel

10.03.2026

Automatisierung und Digitalisierung sind Kern der HANNOVER MESSE 2026

Vom 20.-24 April 2026 findet die HANNOVER MESSE – die Weltleitmesse für die produzierende Industrie – auf dem Messegelände Hannover statt.

Automatisierung Digitalisierung Innovation Künstliche Intelligenz Produzierende Industrie Robotik Schlüsseltechnologien Weltleitmesse
Mehr erfahren
07.03.2026

8. Joining Smart Technologies Konferenz

Am 20. und 21. Mai 2026 findet die achte Internationale Automobilkonferenz statt. Hauptthemen sind Nachhaltigkeit, Internationalisierung in herausfordernden Zeiten und de...

Automobilbau Automobilindustrie Fügeprozesse Fügetechnik KI Konferenz Künstliche Intelligenz Nachhaltigkeit
Mehr erfahren
06.03.2026

Frimo Innovative Technologies at JEC World 2026

Frimo Innovative Technologies, a global company in high-tech production solutions for composites and plastics, is set to unveil its latest advancements at JEC World 2026...

Aircraft Automation Automotive Award Battery Composites Electromobility Expansion Injection Molding INVAR KI Manufacturing Material Design MM4R Plastics Polyurethane Processing PUR Resin Transfer Molding Simulation Sustainability Thermoplastic composites
Read more
Speedglas Team (left to right): Mats Svensson, Kristina Magnusson, Nichlas Sjöselius, Erik Lindquist, Marcus Wiederkehr, Anders Grönberg, Carina Haglund and Stefan Henriksson
02.03.2026

World of Welding Helmets: Interview Series – Part 4

In this last part of the interview series, Anders Grönberg from 3M Speedglas elaborates on the global market shift and which factors will shape the future.

Development Field Trials Global Welding Market KI Marketing Campaign Personal Protective Equipment Safety Requirements Specification Technology Training Welders Welding Welding Application Welding Equipment Welding Helmet Welding standards Workplace Safety
Read more
Zum Auftakt der zweiten Förderphase trafen sich am 10. Februar 2026 (v. l.) André Heim (Regierung von Unterfranken) sowie Lukas Koch, Christoph Hoffmann, Professor Frank Döpper, Professor Marco Huber und Hartmut Eigenbrot vom Fraunhofer IPA am KI-noW in Schweinfurt.
25.02.2026

KI-noW erhält fünf Millionen Euro bis 2029

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie fördert das Schweinfurter Forschungs- und Transferzentrum KI-noW mit weiteren knapp fünf Mi...

Digitale Transformation Digitalisierung Industrie 4.0 Künstliche Intelligenz Produktionsprozesse Simulation Verschleißteile
Mehr erfahren