Management
Prof. Lutz Eckstein wurde als VDI-Präsident einstimmig bestätigt - © Ivo Mayr
10.12.2025

Prof. Lutz Eckstein als VDI-Präsident wiedergewählt

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Lutz Eckstein wurde am 4.12.2025 einstimmig von der Vorstandsversammlung des VDI für weitere drei Jahre zum Präsidenten wiedergewählt. Der Präsident führt damit den größten technisch-wissenschaftlichen Verein Deutschlands in seiner zweiten Amtszeit bis 2028 weiter.

„Wir haben die Technologien, die klugen Köpfe und wegweisende Ideen. Jetzt brauchen wir den Mut zu größeren Zügen im globalen Schachspiel“, betonte Eckstein in seiner Rede auf der Vorstandsversammlung in Düsseldorf. Er warb eindringlich für eine strategische Erneuerung der deutschen Innovationspolitik. „Innovation beginnt mit Haltung: Vertrauen in Ingenieurinnen und Ingenieure, Vertrauen in Gestaltungskraft. Das ist die notwendige Voraussetzung für eine aktive Gestaltung der Zukunft“, sagt der wiedergewählte VDI-Präsident.

Anhand des 5-Ebenenmodells der Innovation erläuterte er, dass aus einer Erfindung nur dann eine Innovation wird, wenn der regulatorische Rahmen die jeweilige Forschung erlaubt und die ökonomischen Randbedingungen eine wettbewerbsfähige Industrialisierung ermöglichen, so dass Produkte und Verfahren entstehen, die nachgefragt werden.

Für seine zweite Amtszeit kündigte Prof. Lutz Eckstein an, das Thema Künstliche Intelligenz in enger Zusammenarbeit mit Partnern wie der Gesellschaft für Informatik zu einem der Schwerpunkte der Initiative zu machen. Die Zukunft nahezu jeder Branche hänge maßgeblich vom intelligenten Einsatz von KI ab. Zum Abschluss seiner Rede rief er die Mitglieder dazu auf, ein neues Selbstverständnis des Ingenieurberufs zu entwickeln: „Wir müssen lernen, wie beim Schachspiel taktisch zu denken und unsere Figuren mutiger zu bewegen. Nur so gestalten wir die Zukunft – für Deutschland, für Europa und für die nächste Generation.“

(Quelle: VDI e. V.)

Schlagworte

ForschungIngenieurInnovationenKITechnologienVorstandWissenschaft

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