Wirtschaft
Photo by freestocks on Unsplash
25.08.2020

Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands

„Digital Jetzt“– Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands

Digitale Technologien und Know-how entscheiden in der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt über die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Damit der Mittelstand die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen kann, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“. Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren.

Immer mehr mittelständische Unternehmen erkennen: Die Digitalisierung eröffnet neue wirtschaftliche Chancen. Zudem ermöglichen digitale Technologien neue Geschäftsmodelle, intelligente Arbeits- und Produktionsprozesse, eine effektivere Kundengewinnung und eine bessere Vernetzung, zum Beispiel mit Lieferanten. Digitale Kompetenzen und digital geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind deshalb ein entscheidender Faktor für wirtschaftlichen Erfolg. Dennoch zeigen aktuelle Studien, dass es in vielen Unternehmen noch großen Digitalisierungsbedarf gibt. So fehlt im Bereich der IT-Sicherheit oft noch das nötige Bewusstsein für die Abwehr von Risiken.

Um mittelständischen Betrieben die Umsetzung der Digitalisierung zu erleichtern, bietet das neue Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ finanzielle Zuschüsse, um entsprechende Investitionen in kleinen und mittleren Unternehmen – einschließlich Handwerksbetriebe und freie Berufe – anzuregen.

Zuschüsse gibt es bei:

  • Investitionen in digitale Technologien sowie
  • Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen
© Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
© Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
„Digital Jetzt“ im Überblick

Wer die Förderung beantragen kann:

Mittelständische Unternehmen

  • aus allen Branchen (inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe)
  • mit 3 bis 499 Beschäftigten,

die entsprechende Digitalisierungsvorhaben planen, zum Beispiel Investitionen in Soft-/Hardware und/oder in die Mitarbeiterqualifizierung.

Diese Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen:

Das Unternehmen muss durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen. Dieser

  • beschreibt das gesamte Digitalisierungsvorhaben,
  • erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen,
  • zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen,
  • stellt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition gestärkt wird.

Außerdem:

  • Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, in der die Investition erfolgt.
  • Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben.
  • Nach der Bewilligung muss es in der Regel innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden.
  • Das Unternehmen muss die Verwendung der Fördermittel nachweisen können.

Laufzeit der Förderung:

Das Antragsstellungstool wird am 7. September hier freigeschaltet. Der Antrag auf Förderung ist bis einschließlich 2023 zu stellen.

Das sind die Ziele des Programms:

Das Programm unterstützt KMU und Handwerk bei der digitalen Transformation. Die Ziele sind:

  • Mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien sowie Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
  • Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU
  • Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Schlagworte

DigitalisierungFörderungHandwerkKMU

Verwandte Artikel

Ines Rimmele berät als Migrationsbeauftragte der Handwerkskammer Konstanz Betriebe in Rechtsfragen rund um die Anstellung von Fachkräften.
09.09.2026

Das müssen Betriebe bei der Fachkräftesuche im Ausland beachten

Ines Rimmele, Migrationsbeauftragte bei der Handwerkskammer Konstanz, gibt Tipps für die Anstellung von ausländischen Fachkräften. Darüber hinaus bietet die Handwerkskamm...

Arbeitsmarkt Ausland Bundesregierung Fachkräfte Fachkräftegewinnung Fachkräftemangel Handwerk Handwerksbetriebe Handwerkskammer Qualifizierung
Mehr erfahren
Mit der iQS-Schweißstromquelle steht die modernste Stromquellengeneration von Lorch jetzt auch für das kollaborative Schweißen zur Verfügung. Hier: der Cobot im Schweißeinsatz mit der iQS.
07.09.2026

Lorch erweitert die Cobot Welding World

Lorch Schweißtechnik erweitert seine Cobot Welding World um die iQS-Schweißstromquelle. Damit steht den Anwendern nun auch die neueste Generation der Schweißstromquellen...

Automatisierung Cobot Schweißen Digitalisierung Fachkräftemangel Kollaborative Roboter Robotik Schweißen Schweißparameter Schweißstromquelle Schweißverfahren
Mehr erfahren
Gruppenfoto der Geschäftsführerkonferenz
06.09.2026

Geschäftsführerkonferenz des Bundesverbandes Metall

Austausch, Vernetzung und die zentralen Zukunftsthemen des Metallhandwerks standen im Mittelpunkt der Geschäftsführerkonferenz des Bundesverbandes Metall.

Bundesverband Metall Digitalisierung Geschäftsführerkonferenz Metallhandwerk Metallisieren Nachhaltigkeit Nachwuchsförderung Vernetzung Wirtschaft Wirtschaftspolitik
Mehr erfahren
25.08.2026

Digitalisierte und KI-gestützte Elektronikfertigung

Der SEF Smart Electronic Factory e. V. zeigt auf der EFX – Expo for Electronics Manufacturing, die vom 6. bis 8. Oktober 2026 in Stuttgart stattfindet, gemeinsam mit Mitg...

AI Angebotserstellung Digitalisierung Electronics Electronics Manufacturing Elektronikfertigung KI Manufacturing Montage Produktionsplanung Prozessinformationen Prozesskette Qualitätssicherung Supply Chain Supply Chain Management Systemgrenzen Versand Werkstoffbeschaffung
Mehr erfahren
Robotergestütztes 3D-Schneiden mit maximaler Flexibilität
19.08.2026

EuroBLECH 2026: MicroStep setzt auf Schneidtechnik, Robotik und Digitalisierung

MicroStep Europa präsentiert auf der EuroBLECH 2026 neue Anlagen, Steuerungstechnologie und digitale Lösungen für die Blechbearbeitung.

Automatisierung Blech Digitalisierung Faserschneiden KI Künstliche Intelligenz Laserstrahlschneiden Prozessüberwachung Roboter Schneiden Schneidlösung
Mehr erfahren