Trendthema Wirtschaft
© pixabay.com/Gerd Altmann
15.04.2023

Neuer Ausbildungsberuf „Gestalter/in für immersive Medien“

Virtuelle Welten: Neuer Ausbildungsberuf „Gestalter/in für immersive Medien“

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 01.08.2023 startet der neue dreijährige duale Ausbildungsberuf „Gestalter/-in für immersive Medien“. Damit wird erstmals ein Berufsbild zur professionellen Gestaltung von Medien mit komplexer, virtueller Umgebung geschaffen. Denn in den vergangenen Jahren haben sich die Einsatzmöglichkeiten sogenannter immersiver Medien deutlich erweitert. Hierzu zählen insbesondere Augmented Reality, Virtual Reality, Mixed Reality sowie 360°-Anwendungen. Daher ist wichtig hier auch die Ausbildungsberufe anzupassen und durch ein klares Ausbildungsprofil zu hoher Qualität und Professionalität beizutragen. Das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium hat im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung dazu die „Verordnung über die Berufsausbildung zum Gestalter für immersive Medien und zur Gestalterin für immersive Medien“ erlassen (Veröffentlichung am 13.04.2023 im Bundesgesetzblatt).

Die neue Ausbildung orientiert sich am Produktionsprozess immersiver Medien. Dieser beginnt bei der Beratung von Kundinnen und Kunden und mündet in die anschließenden Konzeptions- und Umsetzungsphasen, in denen Auszubildende immersive Medien mit Autorenwerkzeugen und in Entwicklungsumgebungen gestalten, 3D-Daten modellieren und Prototypen entwickeln. Auch das Durchführen von Bild- und Tonaufnahmen in realen und virtuellen Produktionen sowie das Gestalten von Animationen und virtuellen Klangwelten hat einen großen Stellenwert. Gestalter/-innen für immersive Medien arbeiten überwiegend in Projektteams, häufig auch international. Deshalb sind Kommunikation und Kooperation wichtige Bestandteile der Tätigkeit, für die Auszubildende qualifiziert werden. Die Ausbildung endet in der Regel nach drei Jahren mit einer Abschlussprüfung, in der die Prüflinge ein eigenes Projekt erstellen müssen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung stehen Gestalterinnen und Gestaltern für immersive Medien zahlreiche berufliche Tätigkeiten offen: Sie arbeiten in Unternehmen der Produktion immersiver Medien (Augmented Reality/Virtual Reality/Mixed Reality/360-Grad-Video) und anderen Unternehmen der „virtual production“. Sie werden Teil der Teams in Produktionsbetrieben der audiovisuellen Medien genauso wie in Broadcasting Enterprises, wie zum Beispiel Fernsehanstalten. Sie können dieses Tätigkeitsfeld auch in Werbeagenturen, in der Games-Branche oder in Unternehmen mit großen Marketing- und Werbebudgets ausüben.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier:

(Quelle: Presseinformation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK)

Schlagworte

ArbeitsmarktAugmented RealityFachkräftemangelFachkräftequalifizierungTechnologienVirtual Reality

Verwandte Artikel

DVS-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing (links) im Kurz-nachgefragt-Interview
16.01.2026

Interview mit DVS-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing

Im Interview skizziert DVS-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing, wie sich Verbandsarbeit unter veränderten technologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen strategi...

DVS DVS-Verband Fügetechnik Industrie Jugend forscht MINT Nachwuchsgewinnung Schweißen Schweißindustrie Schweißtechnik Technologien Verbandsarbeit
Mehr erfahren
Schweißbrenner und Stereokameras am Roboter-Endeffektor bei Versuchsvorbereitungen in der Maritimen Explorationshalle des DFKI Bremen.
12.01.2026

KI-gestützter Schweißroboter für die maritime Instandhaltung

Ein Forschungskonsortium unter Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat einen neuartigen Unterwasser-Schweißroboter entwickelt.

Autonome Systeme Industrietaucher Infrastruktur Instandhaltung KI Künstliche Intelligenz Reparaturschweißen Roboter Schweißen Schweißer Schweißroboter Stabelektroden Technologien Unterwasserschweißen
Mehr erfahren
Daniel Fellhauer
12.01.2026

Warum ein PDF noch keine Digitalisierung ist

Experte Daniel Fellhauer erklärt, warum nicht der Fachkräftemangel die größte Bedrohung im Handwerk ist, sondern ein Digitalisierungsmangel und veraltete Führungsstruktur...

Ausbildung Automatisierung Digitalisierung Fachkräftemangel Handwerk Innovation Nachwuchskräfte Prozesse Standardisierung
Mehr erfahren
12.12.2025

Ohne Weiterbildung droht Stillstand

Die Metallverarbeitung gehört zu den Branchen, die am meisten unter dem Fachkräftemangel leiden. Das zeigen die Zahlen des Instituts für deutsche Wirtschaft (IW).

Automatisierung Cybersicherheit Fachkräfte Fachkräftemangel Führungskompetenz Metallverarbeitung Qualifikation Teamarbeit Weiterbildung Wettbewerbsfähigkeit
Mehr erfahren
Prof. Lutz Eckstein wurde als VDI-Präsident einstimmig bestätigt
10.12.2025

Prof. Lutz Eckstein als VDI-Präsident wiedergewählt

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Lutz Eckstein wurde am 4.12.2025 einstimmig von der Vorstandsversammlung des VDI für weitere drei Jahre zum Präsidenten wiedergewählt.

Forschung Ingenieur Innovationen KI Technologien Vorstand Wissenschaft
Mehr erfahren