Forschung
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05.07.2026

Neues Forschungsprojekt zur Qualitätssteigerung in der Kunststoffverarbeitung

Die SK Industriemodell GmbH, die Odenwälder Filtersysteme GmbH, die Ianus Simulation GmbH und das Kunststoff-Zentrum SKZ entwickeln in einem neuen Forschungsprojekt gemeinsam ein Simulationstool für Schmelzen mit festen Fremdstoffen. Mit dem Tool sollen Filter beim Einsatz von Rezyklaten in der Kunststoffverarbeitung digital optimiert werden. Ziel des Projekts ist es, Filterwechsel und Wartungsintervalle zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz – insbesondere im Spritzguss – zu steigern.

Präzise Fremdpartikel-Filterung sorgt für höhere Rezyklatreinheit

Zur Reinigung von Rezyklatschmelzen können Filtereinsätze direkt in Spritzgussmaschinen integriert werden. Sie halten Feststoffe vorübergehend aus der Schmelze zurück. Damit solche Filtereinsätze breiter eingesetzt werden können, muss ihre Anwendung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen praktikabler werden.

Digitale Technologien wie Mehrphasensimulationen bieten hierfür geeignete Ansätze. Sie können dazu beitragen, Filterdüsen ressourcenschonend und anwendungsspezifisch auszulegen. Fortschritte bei der Simulation von Kunststoffschmelzen ermöglichen es inzwischen, auch feine Elemente wie Filter mit Feststoffen abzubilden.

Kick-Off Treffen des Projektkonsortium bei der Firma SK Industriemodell (von links): Michael Dörsam (Geschäftsführer, Odenwälder Filtersysteme GmbH), Christina Hoffmann (Scientist Compoundieren und Extrudieren, SKZ), Tom Cvjetkovic (cvt engineering), Tobias Göbel (Scientist Compoundieren und Extrudieren, SKZ), Ali Chalgham (Project Manager, Ianus Simulation GmbH) und Lena Liebenstund (Leitung Qualitätsmanagement und Projektleitung, SK Industriemodell GmbH). - © SK Industriemodell GmbH
Kick-Off Treffen des Projektkonsortium bei der Firma SK Industriemodell (von links): Michael Dörsam (Geschäftsführer, Odenwälder Filtersysteme GmbH), Christina Hoffmann (Scientist Compoundieren und Extrudieren, SKZ), Tom Cvjetkovic (cvt engineering), Tobias Göbel (Scientist Compoundieren und Extrudieren, SKZ), Ali Chalgham (Project Manager, Ianus Simulation GmbH) und Lena Liebenstund (Leitung Qualitätsmanagement und Projektleitung, SK Industriemodell GmbH). © SK Industriemodell GmbH
Simulationstool für die 2-Phasen-Simulation

Im neu gestarteten Forschungsprojekt arbeiten die Firmen SK Industriemodell GmbH, Odenwälder Filtersysteme GmbH, Ianus Simulation GmbH und das SKZ zusammen, um mit dem Ingenieurbüro cvt engineering ein Simulationstool für die 2-Phasen-Simulation (Schmelze & Feststoff) zur digitalen Filteroptimierung und Anlagenauslegung beim Einsatz von Rezyklaten (mit Fremdstoffen) im Spritzguss zu entwickeln.

„Das Simulationstool wird mit experimentellen Daten aus Spritzgussversuchen gefüttert. Aufgrund seiner breiten Anwendbarkeit soll es die Einsatzbarkeit von Rezyklaten im Spritzguss verbessern. Dies ist ein wichtiges Ziel für die Nachhaltigkeit von Kunststoffen“, erklärt Christina Hoffmann, Scientist am SKZ. Mit dem Projekt soll das technische Know-how ausgebaut werden, um fundierte Aussagen zur Anlagenauslegung bezüglich Filtergröße und Wechselintervalle treffen zu können. Dadurch werden Hemmnisse bei KMU zum Einsatz von Rezyklaten mithilfe der erforschten Filtertechnologie und -simulation abgebaut.

Schwankende Eigenschaften der Rezyklate

Der Einsatz von Rezyklaten in der Kunststoffverarbeitung nimmt kontinuierlich zu. Gründe für diese Entwicklung sind neben dem gesellschaftlichen Umweltbewusstsein auch politische Forderungen und Verordnungen sowie steigende Entsorgungskosten. Trotz der Vielzahl verfügbarer Sortiertechniken, Filtrations- und Separationsanlagen weisen Rezyklate mitunter schwankende Eigenschaften im Vergleich zu Neuware auf.

Verantwortlich hierfür sind insbesondere Fremdpartikel, die als Verunreinigungen im Kunststoff enthalten sind. Diese Verunreinigungen sind für Kunststoffverarbeiter problematisch, da sie die Anzahl der Reinigungsintervalle erhöhen und zu Qualitätsschwankungen der produzierten Bauteile führen können.

Dieses Projekt mit der Fördernummer 033RK126D wird vom 1.1.2026 bis 31.12.2027 durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

(Quelle: SKZ - Das Kunststoff-Zentrum)

Schlagworte

FremdpartikelFügen von KunststoffenJoining PlasticsJPKunststoffKunststoffrezyklateKunststoffschmelzenQualitätssteigerungRecyclingRezyklateSchmelzenSpritzguss

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