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© BMAS (Standbild aus dem Filmporträt zum Preisträger 2024)
01.10.2024

Preisträger des 15. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises bekanntgegeben

Preisträger des 15. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises bekanntgegeben

Sicher. Besser. Arbeiten – 2024 im Fokus: Schutz vor krebserzeugenden Gefahrstoffen

Am 26. September 2024 wurden in Stuttgart die Preisträger des 15. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises bekanntgegeben. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ausgelobt hat, erhielt die Generalzolldirektion in Bonn in der Kategorie „Technische Lösung, Management und Schulung“ für ihren Beitrag „Identifikation schadstoffbelasteter Fracht- und Überseecontainer durch Einsatz des Gaswarnmessgeräts GDA-F“.

Die Messung von Gefahrstoffen in Import- /Überseecontainern mit Hilfe des Gaswarnmessgeräts schützt Zöllnerinnen und Zöllner im täglichen Arbeitseinsatz unmittelbar vor einem Kontakt mit (lebens-)gefährlichen und krebserzeugenden Stoffen, die sich in der Atmosphäre des Containers befinden können. So können vor der eigentlichen „Öffnung zur Zollkontrolle“ weitergehende Maßnahmen, beispielsweise Entgasung oder Belüftung, durchgeführt werden.

Da die meisten Container von Personen aus Privatunternehmen geöffnet werden, empfiehlt die Generalzolldirektion allen Unternehmen das niedrigschwellige Verfahren zu übernehmen. So kann der Arbeits- und Gesundheitsschutz im internationalen Warenverkehr flächendeckend verbessert werden. Das Preisgeld von 10.000 Euro spendete die Generalzolldirektion der Stiftung Deutsche Krebshilfe.

© BMAS (Standbild aus dem Filmporträt zum Preisträger 2024)
© BMAS (Standbild aus dem Filmporträt zum Preisträger 2024)

Eine offizielle Belobigung in der Kategorie „Schulung“ erhielt Frau Jacqueline Tolg, Fachkraft für Arbeitssicherheit, für ihren Beitrag „Workshop ‚Arbeiten mit Gefahrstoffen‘ - Heute schon die Rollen getauscht?“ Beschäftigte nehmen regelmäßige Unterweisungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, beispielsweise zu KMR-Stoffen (krebserzeugenden, keimzellmutagenen und reproduktionstoxischen Stoffen), häufig als lästige Pflichtveranstaltungen wahr und schenken ihnen nur wenig Aufmerksamkeit. Dadurch sind sich viele Beschäftigte nicht der Risiken bewusst, denen sie sich aussetzen.

Das von ihr entwickelte Unterweisungskonzept sieht vor, dass Führungskräfte und Beschäftigte die Rollen tauschen: Beschäftigte belehren Führungskräfte über die Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. So entwickeln sie ein besseres Verständnis für entsprechende Risiken und akzeptieren besser die festgelegten Schutzmaßnahmen sowie deren ständige Überprüfung. Die Beschäftigten nehmen an allen für sie relevanten Modulen teil und festigen durch Wiederholung ihr Wissen.

© BMAS (Standbild aus dem Filmporträt zur Belobigung 2024)
© BMAS (Standbild aus dem Filmporträt zur Belobigung 2024)

Alle zwei Jahre lobt das BMAS den Deutschen Gefahrstoffschutzpreis aus, der von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) organisiert wird. Die 15. Auflage stand unter dem Motto „Sicher. Besser. Arbeiten – 2024 im Fokus: Schutz vor krebserzeugenden Gefahrstoffen“.

Der Preis honoriert seit nunmehr 30 Jahren unter der Überschrift „Tätigkeiten mit Gefahrstoffen sicherer machen, Innovationen fördern“ vorbildliche und wegweisende Aktivitäten zum Schutz vor Gefahrstoffen.

Eine unabhängige Jury hatte die eingegangenen Bewerbungen im Juni 2024 bewertet. Die Preisverleihung erfolgte heute im Rahmen des 18. Arbeitsschutzforums der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie in Stuttgart.

Vertiefende Informationen zu den ausgezeichneten Lösungen, den Preisträgern sowie zum Gefahrstoffschutzpreis gibt es im Internetangebot des BMAS sowie der BAuA:

Zur Website des BMAS              Zur Website der BAuA

(Quelle: Presseinformation der BAuA – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Schlagworte

ArbeitsschutzArbeitssicherheitGefahrstoffeGefahrstoffmanagementGefahrstoffverordnungGesundheitsschutzUnfallschutz

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