Die Röchling-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 in einem anspruchsvollen Marktumfeld weitgehend stabil abgeschlossen. Der Umsatz lag währungskursbedingt mit 2.547 Millionen Euro um 1,7 Prozent unter dem Vorjahr; zugleich konnte der Kunststoffverarbeiter seine Ertragskraft erneut verbessern und die eigenen Ziele erreichen.
Umsatzstärkster Unternehmensbereich blieb Automotive. Dieser lag mit 1.193 Millionen Euro unter Vorjahr, gleichzeitig verbesserte sich die operative Performance deutlich. Konsolidierungsmaßnahmen wie die Integration der Röchling Precision Components und die Schließung des Werks in Chengdu, China stärken die Kostenstruktur nachhaltig. Die Sparte Industrial steigert den Umsatz auf 1.138 Millionen Euro (+1,4 Prozent) – getragen vom starken Composite-Geschäft, insbesondere in den Bereichen Energie und Transport. Der Preisrückgang bei Thermoplasten begrenzte die Umsatzdynamik. Das Geschäft mit Fertigteilen unterstützt dabei die Profitabilität anhaltend. Im Unternehmensbereich Medical blieb die Erholung weiter aus. Die Zurückhaltung der Kunden drückte genauso auf den Umsatz von 219 Millionen Euro (–5,5 Prozent) wie Kosten für Professionalisierung und Modernisierung, des kleinsten Unternehmensbereichs. Letztere kommen allerdings gut voran.
Regional wuchs Europa ohne Deutschland (+4,4 Prozent), während Deutschland und Asien rückläufig waren; die geringeren Umsätze in Amerikas sind nicht zuletzt auf Umrechnungseffekte zurückzuführen. Insgesamt investierte Röchling 112 Millionen Euro, reduzierte gleichzeitig die Belegschaft auf 11.401 und hielt die Zahl der Auszubildenden mit 289 konstant hoch. Raphael Wolfram, Sprecher des Gruppenvorstands, sieht die Strategie bestätigt und hebt die starke Entwicklung der vergangenen fünf Jahre hervor, die das Geschäft breiter aufgestellt und resilienter gemacht hat.
(Quelle: Röchling SE & Co. KG)
Schlagworte
Duroplastischer KunststoffFügen von KunststoffenHalbzeugeJoining PlasticsJPKunststoffeThermoplasteVorstand