Forschung
Am SKZ werden verschiedene zerstörungsfreie Prüfverfahren für Kunststoffe erforscht und in Zusammenarbeit mit Industriepartnern für die industrielle Anwendung weiterentwickelt. - © Luca Hoffmannbeck, SKZ
31.07.2026

Zerstörungsfrei prüfen in der Kunststoffindustrie

Wie lassen sich Kunststoffe und Kunststoffbauteile zuverlässig prüfen, ohne sie zu beschädigen? Wie können Qualitätsmerkmale frühzeitig erkannt, Prozesse stabilisiert und Ausschuss reduziert werden? Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich die Forschungsgruppe Zerstörungsfreie Prüfung am Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg.

Als Forschungsinstitut der ZUSE-Gemeinschaft arbeitet das SKZ eng mit Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), zusammen. Ziel ist es, die Mess- und Prüftechnik für die Kunststoffbranche weiterzuentwickeln und in die industrielle Anwendung zu bringen. Das Spektrum reicht von öffentlich geförderten Forschungsprojekten über Verbundvorhaben bis hin zu industrieller Auftragsforschung.

Breites Portfolio zerstörungsfreier Prüfverfahren

Dafür steht am SKZ ein breites Portfolio zerstörungsfreier Prüfverfahren zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem Terahertz- und Radartechnik, Thermografie, Ultraschall, Shearografie, Computertomografie und die optische Kohärenztomografie. Typische Anwendungen sind die Detektion von Fehlstellen, die Bestimmung von Geometrien und Schichtdicken, die Charakterisierung von Schäumen, die Überwachung von Aushärte- oder Aufschmelzprozessen sowie die Analyse von Materialeigenschaften.

Fokus auf anwendungsnaher Forschung

Ein besonderer Fokus liegt auf der anwendungsnahen Forschung. Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie, insbesondere KMU, untersucht das SKZ, wie Prüfverfahren automatisiert, digitalisiert und in bestehende Produktionsprozesse integriert werden können. Themen wie KI-gestützte Auswertung, Inline-Qualitätssicherung, Ressourcen- und Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle.

Vielfältige Möglichkeiten zur Beteiligung

Unternehmen können sich auf unterschiedliche Weise einbringen: mit einer konkreten Prüfaufgabe, einer Produkt- oder Prozessidee, als Partner in einem Forschungsprojekt oder auch zunächst informativ und unterstützend in projektbegleitenden Ausschüssen. Auch Fragestellungen, bei denen noch unklar ist, welches Messverfahren sich eignet, sind ausdrücklich willkommen. 

Darüber hinaus unterstützt das SKZ Unternehmen mit einer ersten Machbarkeitsbewertung über Datenanalyse und Systementwicklung bis zur möglichen Integration eines Messsystems in den industriellen Prozess.

„Interessierte Unternehmen und Forschungspartner sind eingeladen, mit eigenen Ideen, Problemstellungen oder Forschungsthemen auf das SKZ zuzukommen. Gemeinsam lässt sich prüfen, ob daraus ein Industrieprojekt, ein öffentlich gefördertes Forschungsprojekt oder eine projektbegleitende Zusammenarbeit entstehen kann“, so Marcel Mayer, Senior Scientist am SKZ.

(Quelle: FSKZ e. V.)

Schlagworte

ComputertomografieFügen von KunststoffenJoining PlasticsJPKunststoffeMaterialeigenschaftenOptische KohärenztomografieShearografieThermografieUltraschallZerstörungsfreie Prüfung

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