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Lorch Schweißtechnik erweitert die iQS-Serie um die Push-Pull-Funktion. Die High-End-Stromquellen steuern damit erstmals auch Brenner mit eigenem Motor, der den Draht vorne aktiv kontrolliert. - © Lorch Schweißtechnik
16.09.2026

Stromquellen mit Push-Pull-Funktion ausgestattet

Lorch Schweißtechnik erweitert die iQS-Serie um eine Push-Pull-Funktion. Damit können die Stromquellen auch Brenner mit eigenem Motor steuern, der die Drahtförderung aktiv kontrolliert. Auf diese Weise lassen sich Brenner-Schlauchpakete mit einer Länge von bis zu acht Metern betreiben.

Die Funktion ist insbesondere für Branchen mit großen Bauteilen relevant, etwa im Container- und Behälterbau, im Schienenfahrzeug- und Waggonbau, im Schiff- und Werftbau sowie im Fahrzeug-, Metall- und Anlagenbau. Auch Werkstoffe wie Aluminium können damit über längere Förderwege verschweißt werden. Die Anwendung steht sowohl für das Handschweißen als auch für Anwendungen mit Cobots zur Verfügung.

Steuerung der Push-Pull-Motor-Kombination über die iQS

Möglich wird das, indem die iQS die Steuerung und Synchronisierung der beiden Motoren übernimmt. Die Anlage erfasst die Drahtgeschwindigkeit, gleicht den eingestellten Sollwert laufend mit dem Istwert ab und korrigiert Abweichungen. Das Ergebnis ist ein besonders stabiler Lichtbogen und ein Prozess, dessen Ergebnisse sich zuverlässig wiederholen lassen. Gerade in der industriellen Fertigung, in der jedes Bauteil dieselbe Qualität aufweisen soll, ist das entscheidend.

 

Über die Powermaster-Pro-Fernregeltechnologie greift der Schweißer direkt am Handstück auf Schweißparameter und Jobspeicher zu. - © Lorch Schweißtechnik
Über die Powermaster-Pro-Fernregeltechnologie greift der Schweißer direkt am Handstück auf Schweißparameter und Jobspeicher zu. © Lorch Schweißtechnik
Brenner mit Zentralanschluss

Genutzt werden kann die Funktion mit den überarbeiteten LMG-PP und LMW-PP Powermaster-Pro-Brennern. Sie verfügen jetzt über den Lorch Zentralanschluss und lassen sich damit erstmals direkt mit einer iQS verbinden. Statt individueller Anpassung und aufwendigem Ablängen genügt ein Klick: Der Brenner verriegelt automatisch und kommuniziert über CanBus mit der Anlage.

Gleichzeitig wurde die Konstruktion des Brenners überarbeitet und die Robustheit im Antriebsbereich deutlich erhöht. Eine durchgängige Messing-Messing-Verbindung im Antriebsbereich hält den thermischen Belastungen im Dauereinsatz besser stand, sodass der Brenner länger in der Produktion bleibt, bevor er zur Instandhaltung muss.

Zusätzlich wurde auch die Bedienung des LMS Brenners übernommen: Über die Powermaster-Pro-Fernregeltechnologie greift der Schweißer direkt am Handstück auf Schweißparameter und Jobspeicher zu, ein OLED-Grafikdisplay ersetzt die bisherige Sieben-Segment-Anzeige und macht Menüführung wie Parameteranzeige übersichtlicher. Das ist von Vorteil, wenn der Schweißer aus acht Metern Entfernung oder im Inneren eines Behälters arbeitet und die Stromquelle nicht im Blick hat.

Der Brenner steht luft- und wassergekühlt zur Verfügung; die wassergekühlte Ausführung deckt bei Mischgas Leistungsbereiche bis 450 Ampere bei 100 % Einschaltdauer ab. Der Brennerhals lässt sich drehen und wechseln.

Lorch hat für die iQS-Serie die Regelungstechnik für den Drahtvorschub  neu entwickelt: Die Anlage erfasst die Drahtgeschwindigkeit, gleicht den eingestellten Sollwert laufend mit dem Istwert ab und korrigiert Abweichungen. - © Lorch Schweißtechnik
Lorch hat für die iQS-Serie die Regelungstechnik für den Drahtvorschub neu entwickelt: Die Anlage erfasst die Drahtgeschwindigkeit, gleicht den eingestellten Sollwert laufend mit dem Istwert ab und korrigiert Abweichungen. © Lorch Schweißtechnik
Ein Baukasten, der mitwächst

Die iQS-Serie ist für industrielle Schweißanwendungen ausgelegt und wird kontinuierlich um weitere Funktionen ergänzt. Über die Smart-Process-Control-Engine können neue Prozesse per Remote-Update bereitgestellt werden. Zu den neueren Prozessen zählt beispielsweise SpeedWave, der insbesondere für das Schweißen von Aluminium vorgesehen ist.

Auch für Cobot-Anwendungen

Für automatisierte Anwendungen bietet Lorch eine eigene Push-Pull-Ausführung an, die sich über den Zentralanschluss in die iQS-Cobot-Lösung einfügt. In der Automation ist eine stabile Drahtförderung besonders anspruchsvoll, weil der Brenner während des Prozesses um seine eigene Achse rotiert und schon geringe Bewegungen den Lichtbogen unruhig werden lassen. Die konstante Förderung sorgt hier für reproduzierbare Ergebnisse und hohe Wiederholgenauigkeit, auch bei langen Förderwegen und Aluminiumanwendungen.

(Quelle: Lorch Schweißtechnik GmbH)

Schlagworte

AluminiumDrahtvorschubLichtbogenSchlauchpaketSchweißbrennerSchweißenSchweißparameterStromquelle

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