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28.05.2026

Tartler setzt auf 3D-Druck im Anlagenbau

Die im hessischen Michelstadt ansässige Tartler Group nutzt moderne Verfahren der additiven Fertigung gezielt zur Beschleunigung ihrer Entwicklungsprozesse und zur Verbesserung der Kundenversorgung. Durch den Einsatz von industriellem 3D-Druck, insbesondere der Technologien Stereolithografie (SLA) und Fused Deposition Modelling (FDM), kann der Spezialist für Dosier-, Misch- und Applikationsanlagen die Verfügbarkeit von Bau-, Ersatz- und Sonderteilen deutlich erhöhen. Kunden profitieren von kürzeren Entwicklungszeiten, schnelleren Reaktionsmöglichkeiten und einer höheren Flexibilität bei individuellen Lösungen für die Kunstharz-Verarbeitung.

3D-Druck als Innovationstreiber im Anlagenbau für Kunstharz-Verarbeitung

Die Tartler Group zählt zu den führenden Anbietern von Maschinen und Anlagen für die Verarbeitung von Kunstharzen, Silikonen sowie CFK-, GFK- und Composite-Werkstoffen. Um Entwicklungszyklen zu verkürzen und kundenspezifische Anforderungen schneller umzusetzen, setzt das Unternehmen seit mehreren Jahren auf industrielle 3D-Druckverfahren.

Während das Fused Deposition Modelling (FDM) vor allem bei der Herstellung belastbarer Halterungen, Adapter, Verbindungselemente und Gehäusekomponenten eingesetzt wird, gewinnt die Stereolithografie (SLA) insbesondere bei komplexen und filigranen Bauteilen zunehmend an Bedeutung.

„Die additive Fertigung schließt bei uns die Lücke zwischen CAD-Modell, Funktionsmuster und Serienlösung. Sie eröffnet neue Freiräume bei der Entwicklung kundenspezifischer Komponenten und ermöglicht die wirtschaftliche Herstellung hochkomplexer Bauteile, die mit klassischen Fertigungsmethoden kaum realisierbar wären“, erläutert Lukas Tartler, verantwortlich für Forschung und Entwicklung bei der Tartler Group.

Schnellere Entwicklung von Kunstharz-Mischern durch SLA-Technologie

Wie groß der Nutzen der additiven Fertigung im Maschinen- und Anlagenbau ist, zeigt die aktuelle Entwicklung eines neuen kundenspezifischen Kunstharz-Mischers. Früher mussten zahlreiche Musterteile und Prototypen über Spritzgussverfahren einschließlich Werkzeugbau hergestellt werden – ein kosten- und zeitintensiver Prozess.

Heute fertigen die Ingenieure von Tartler einsatzbereite Hülsen und Mischerschnecken innerhalb weniger Stunden direkt auf der SLA-Anlage. Die Bauteile können unmittelbar getestet, optimiert und erneut produziert werden. Dadurch verkürzen sich die Iterationsschleifen erheblich.

„Der größte Vorteil des industriellen 3D-Drucks liegt nicht in der Ablösung klassischer Fertigungsverfahren, sondern in der Geschwindigkeit, mit der wir neue Ideen und Kundenanforderungen in funktionsfähige Prototypen überführen können. Das schafft kürzere Entwicklungszeiten, mehr Flexibilität und eine frühere Validierung individueller Lösungen“, sagt Lukas Tartler.

Besonders bei geometrisch anspruchsvollen Bauteilen wie Kunstharz-Mischern spielt die SLA-Technologie ihre Stärken aus. Hohe Detailgenauigkeit, glatte Oberflächen und eine schnelle Verfügbarkeit ermöglichen eine deutlich effizientere Produktentwicklung. Kunden erhalten bereits nach kurzer Zeit reale Bauteile zur Begutachtung statt ausschließlich digitaler CAD-Daten.

FDM-3D-Druck optimiert Produktions- und Montageprozesse

Neben der Produktentwicklung nutzt Tartler die FDM-Technologie zunehmend für die Optimierung interner Abläufe. Individuelle Hilfsmittel, Vorrichtungen und Funktionsbauteile lassen sich schnell und wirtschaftlich als Einzelstücke oder Kleinserien herstellen.

„Mit FDM können wir zahlreiche Hilfsmittel innerhalb kürzester Zeit fertigen und dadurch die Qualität und Effizienz unserer internen Prozesse nachhaltig verbessern“, erklärt Lukas Tartler.

Davon profitieren auch die Kunden: Produktions-, Montage- und Inbetriebnahmeprozesse werden vereinfacht und beschleunigt, was die Umsetzung von Projekten zusätzlich effizienter macht.

Mehr Service für Hersteller von Kunstharz-, Composite- und Faserverbundbauteilen

Die konsequente Nutzung moderner Fertigungstechnologien unterstreicht die Innovationskraft und Kundenorientierung der Tartler Group. Neben neuen Lösungen für die Kunstharz-Verarbeitung baut das Unternehmen kontinuierlich sein Serviceangebot aus.

Dazu gehören unter anderem:

  • Fernwartung von Dosier- und Mischanlagen
  • Schnelle Ersatzteilversorgung
  • Wartungs- und Umbauservice
  • Site Acceptance Tests direkt beim Kunden
  • Technische Unterstützung bei Inbetriebnahmen weltweit

Mit der Kombination aus innovativer additiver Fertigung, praxisorientierter Entwicklung und umfassenden Serviceleistungen stärkt Tartler seine Position als Technologiepartner für Hersteller von Composite-, CFK-, GFK- und Kunstharz-Bauteilen in Deutschland, Europa und internationalen Märkten.

(Quelle: Tartler/ Michael Stöcker, Freier Fachjournalist, Darmstadt)

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