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Durch das Kleben können artgleiche oder artungleiche Fügeteile mithilfe von Klebstoff oder Haftklebebänder verbunden werden. - © SKZ
19.08.2024

Überarbeitete Kurse zur Oberflächenbehandlung und Klebtechnik

Damit es richtig klebt: SKZ bietet ab Herbst 2024 überarbeitete Kurse zur Oberflächenbehandlung und Klebtechnik an

Damit Unternehmen für die Herausforderungen der Oberflächenbehandlung von Kunststoffen und Klebtechnik optimal vorbereitetet werden, hat das Kunststoff-Zentrum SKZ seine Kursinhalte überarbeitet. Die ersten neu konzipierten Seminare finden im Herbst 2024 statt.

Die richtige Oberflächenbehandlung von Kunststoffteilen und nachfolgende Klebeprozesse von verschiedenen Fügeteilen sind wesentliche Faktoren, die bei der Fertigung von Bauteilen berücksichtigt werden müssen. Sie tragen maßgeblich zur Verbesserung der Qualität, Funktionalität und Optik der Endprodukte bei und ermöglichen innovative Designlösungen sowie langlebige Verbindungen. Oftmals werden diese Prozesse aber als nachgelagerter Konstruktionsprozess der Produktentstehung nicht von Anfang an bedacht. Es empfiehlt sich, diese bereits bei der Produktplanung schon frühzeitig zu berücksichtigen, um Fehler zur vermeiden und dadurch Zeit und Geld zu sparen.

Notwendigkeit der Oberflächenvorbehandlung

Die Vorbehandlung von Kunststoffoberflächen dient der Haftungssteigerung im initialen Zustand sowie während der Lebenszeit, wenn Kunststoffe lackiert, bedruckt oder geklebt werden. Die Oberflächenvorbehandlung inklusive Reinigung ist daher essenziell, um eine Ablösung von Beschichtungen oder ein Komponentenversagen zu verhindern. Durch die richtige Vorbehandlung kann nachfolgend die freie Oberflächenenergie und somit die Benetzung und Haftung verbessert werden. Es gilt dabei die verschiedenen Verfahren entsprechend den Bauteilen, Platzverhältnissen, Durchsatz, Investitions- und Folgekosten auszuwählen.

Durch das Kleben können artgleiche oder artungleiche Fügeteile mithilfe von Klebstoff oder Haftklebebänder verbunden werden. - © SKZ
Durch das Kleben können artgleiche oder artungleiche Fügeteile mithilfe von Klebstoff oder Haftklebebänder verbunden werden. © SKZ
Besondere Herausforderung

Kunststoffe weisen im Vergleich zu Metallen oder Glas niederenergetische Oberflächen auf und stellen damit eine besondere Herausforderung an das Kleben. Die Verwendung des richtigen Klebstoffes für ein Kunststoffbauteil ist von großer Bedeutung, da nicht alle Klebstoffe für Kunststoffe geeignet sind und zudem verschiedenste Anforderungen an ein geklebtes Produkt berücksichtigt werden müssen. Um eine starke Klebeverbindung zu ermöglichen, ist eine effektive Oberflächenvorbereitung Voraussetzung. Aber auch im Klebprozess muss ein definierter Klebstoffauftrag und klebgerechtes Handling der gefügten Komponenten sichergestellt werden. Dies bedingt ausgestattete Arbeitsplätze, geschultes Personal sowie Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen.

Modulare Seminare am 25. und 26. September in Würzburg

Um die Expertise auf diesem Gebiet in Unternehmen der Kunststoffbranche und verwandten Branchen auszubauen, hat das SKZ die theoretischen Kurse „Oberflächenbehandlungen für Kunststoffe“ und „Grundlagen der Klebtechnik“ überarbeitet. Am 25. und 26. September 2024 finden die modularen Seminare in Würzburg statt. Im Fokus der Schulungen stehen u.a. Themen wie die Reinigung der Oberfläche, Oberflächenanalytik, Plasmaverfahren, thermische und strahlungsverfahren sowie thermische und mechanische Verfahren – im Bereich der Klebtechnik stehen die Voraussetzungen, Klebstoffauswahl, konstruktive Gestaltung, Prüfung und Alterung von geklebten Verbindungen, Applikation von Klebstoffen, Normen und Richtlinien sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz auf dem Programm. Die Seminare können unabhängig voneinander oder zusammen gebucht werden. Die Kursteilnehmer haben außerdem die Möglichkeit, Musterbauteile aus eigener Produktion mitzubringen, die mit den Experten diskutiert werden können.

Kurse für Personen ohne technischen Hintergrund

Darüber hinaus wird im kommenden Jahr ein Kurs für Konstrukteure hinsichtlich „Klebstellen für Kunststoffbauteile konstruieren und auslegen“ angeboten. Aber auch nichttechnisches Personal wird bedacht. Der Kompaktkurs „Kleben für Kaufleute“ richtet sich Personen ohne technischen Hintergrund, beispielsweise im Einkauf, Wareneingangskontrolle oder Qualitätssicherung, welche das Bindeglied zu technischen Angestellten sind. Am Standort in Halle werden darüber hinaus Kurse mit Praxisanteil angeboten – darunter der Klebpraktiker nach DVS/EWF 3305, Weiterbildungskurse für Klebpraktiker und Klebfachkräfte, „Kleben von CFK“ sowie mehrtägige Grundlagenkurse mit Praxisanteil.

„Wir möchten Unternehmen beim Kleben aktiv unterstützen, um diese für zukünftige Herausforderungen fit zu machen“, so Michael Heilig, Gruppenleiter Kleben und Oberflächentechnik am SKZ.

(Quelle: Presseinformation des FSKZ e.V.)

Schlagworte

FachkräftequalifizierungFügetechnikKlebtechnikKunststoffeOberflächenbehandlungOberflächenvorbehandlung

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