Kommentar Wirtschaft
Hochofen - © pixabay.com/Graeph
30.10.2019

Unterstützung der Stahlindustrie durch die Bundesländer

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl begrüßt Unterstützung der Stahlindustrie durch die Bundesländer

In der vergangenen Woche befasste sich die Ministerpräsidentenkonferenz in Elmau auch mit den Perspektiven der Stahlindustrie in Deutschland. In einem gemeinsamen Beschluss bekennen sich die Bundesländer zur Stahlproduktion am Standort Deutschland.

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, begrüßt die Initiative: „Es ist ein wichtiges Signal, das die Ministerpräsidenten an Bundesregierung und Europäische Kommission senden. Nun müssen Berlin und Brüssel die von den Ländern geforderten Rahmenbedingungen auf den Weg bringen, welche die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche sichern und den langfristigen Übergang zu einer CO2-armen Stahlproduktion in Deutschland ermöglichen.“

Die Stahlindustrie in Deutschland mit ihren innovativen Verfahren und Produkten leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. „Um das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft zu erreichen, sind bis 2050 erhebliche zusätzliche Investitionen erforderlich. Eine politische Flankierung neuer CO2-armer Technologien in Forschung und Entwicklung sowie zur großtechnischen Umsetzung ist unverzichtbar“, erklärt Kerkhoff weiter. Hier sehen auch die Bundesländer besonderen Unterstützungsbedarf.

In ihrem Beschluss warnen die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vor diesem Hintergrund vor zusätzlichen Belastungen durch die Energie- und Klimapolitik sowie der sich zuspitzenden Situation im internationalen Handel. Dazu Verbandspräsident Kerkhoff: „Die Stahlindustrie in Deutschland ist auf wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen angewiesen. Dazu gehört auch ein ausreichender Schutz vor den aus der US-Handelspolitik resultierenden Umlenkungen der Importströme in den europäischen Markt. Zudem braucht es eine Klimapolitik, die Anreize für den Übergang in eine CO2-arme Produktion setzt, statt Wettbewerbsnachteile für den Industrie- und Stahlstandort Deutschland zu schaffen.“

(Quelle: Presseinforemation der Wirtschaftsvereinigung Stahl)

Schlagworte

StahlStahlindustrie

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