Wirtschaft
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16.04.2026

Wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2026

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft hat sich im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. Nach einer kurzen Stimmungsaufhellung zu Jahresbeginn haben sich Erwartungen von Unternehmen und auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern wieder eingetrübt. Die Industrie entwickelte sich zuletzt schwach und auch der Bau wies witterungsbedingt deutliche Einbußen auf. Zusätzlich belasten Lieferengpässe und steigende Energie- und Rohstoffpreise die Unternehmen. Konsumnahe Bereiche leiden unter steigenden Preisen, schwacher Nachfrage und Unsicherheiten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt wesentlich von einer Lösung des Konflikts im Nahen Osten ab. Doch auch dann dürften hohe Energiepreise, Lieferprobleme und wirtschaftliche Belastungen noch länger anhalten.

Industriekonjunktur

Die Industriekonjunktur hat sich über die Wintermonate spürbar abgeschwächt. Die Auftragseingänge konnten ihren Aufwärtstrend nach einem deutlichen Dämpfer zu Jahresbeginn im Februar zwar fortsetzen. Die Industrieproduktion entwickelte sich zuletzt jedoch leicht rückläufig. Aufgrund der infolge des Konflikts im Nahen Osten sprunghaft gestiegenen Energiepreise und geopolitischen Unsicherheit deuten die Frühindikatoren auf eine Eintrübung der Industriekonjunktur im zweiten Quartal hin.

Einzelhandel

Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (saisonbereinigt, ohne Kfz) sind im Februar um 0,5 % gegenüber dem Vormonat gesunken, nachdem der Januarwert leicht nach unten revidiert wurde. Gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnete der Einzelhandel im Februar ein Plus von 0,7 %. Bei den PKW-Neuzulassungen durch Privatpersonen zeigt sich im März im Vormonatsvergleich ein Anstieg von 5,2 %; in der Dreimonatsbetrachtung hingegen ein Rückgang von 9,3 %. Das Stimmungsbild deutet am aktuellen Rand insgesamt auf eine deutliche Eintrübung der Konsumentwicklung im zweiten Quartal 2026 hin.

Inflation

Im Zuge des Iran-Kriegs und des damit zusammenhängenden Energiepreisanstiegs ist die Inflation im März deutlich auf 2,7 % gestiegen. Ausschlaggebend war die kräftige Steigerung bei den Energiepreisen, die erstmals seit Dezember 2023 wieder deutlich zulegten, während die Entwicklung bei den Nahrungsmittelpreisen entlastete.

Arbeitslosigkeit

Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit stagnierte im März abermals. Gleichzeitig ging die Zahl der Erwerbstätigen im Februar weiter leicht zurück und auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verzeichnete im Januar einen spürbaren Rückgang. Angesichts der weiterhin gedämpften Frühindikatoren und der konjunkturellen Risiken durch den Krieg im Nahen Osten ist eine Belebung des Arbeitsmarktes derzeit nicht zu erkennen.

Insolvenzen

Der IWH-Insolvenztrend für Personen- und Kapitalgesellschaften weist für März einen Anstieg der Insolvenzen von 17 % gegenüber dem Vormonat sowie einen Anstieg von 18 % gegenüber März 2025 aus.

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Schlagworte

ArbeitsmarktIndustrieInflationInsolvenzenKonjunktWirtschaft

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