Unternehmen
© ifw Jena
16.01.2022

30 Jahre Jenaer Innovationen beim Schweißen

30 Jahre Jenaer Innovationen beim Schweißen

Am 13. Januar 1992 wurde der Gesellschaftsvertrag des Instituts für Fügetechnik und Werkstoffprüfung unterschrieben. Damit wurde das Fundament für 30 Jahre innovative Forschungsarbeit zum Fügen und Prüfen gelegt. Mit Schweißverfahren – mit Lichtbogen oder Laserstrahl, von Hand, mit Robotern und sogar als Methode des 3D-Drucks von Stahl – beschäftigt sich das Institut bis heute.

Professor Dr. Günter-Köhler begann bereits 1991 mit der Gründungsphase des Instituts. Am 13. Januar 1992 wurde mit dem Gesellschaftsvertrag der Grundstein für das ifw Jena als GmbH gelegt. In Anerkennung von Professor Köhlers Leistungen für die Entwicklung des Instituts erhielt dieses 2006 den Ehrennamen „Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung“ – kurz: ifw Jena. Seit dem ersten Tag ist der DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V., später erweitert um die Steinbeis Beteiligungs-Holding GmbH, als Gesellschafter an der Seite des Jenaer Instituts.

„Vor 30 Jahren hatte ich mit dem Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung große Pläne. Das Institut entstand nach der Schließung der Sektion Technologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und sollte jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, in Jena weiter auf den Gebieten der Fügetechnik und Werkstoffprüfung zu forschen“, sagt Professor Köhler heute rückblickend. „Bereits damals waren unsere Hauptgeschäftsfelder die Forschung, Dienstleistungen aus den Forschungsbereichen und die berufliche Bildung.“

Bereits 1992 standen im Mittelpunkt der Forschung vor allem schweißtechnische Verfahren und Möglichkeiten der Lasermaterialbearbeitung. Besonders innovativ waren die Untersuchungen zum Diffusionsschweißen als additives Verfahren für große Bauteile.

In den vergangenen 30 Jahren hat sich viel weiterentwickelt: Mit pulverbettbasierten Verfahren als Möglichkeit, Metalle dreidimensional zu drucken und klebtechnischen Anwendungen kamen zum Beispiel komplett neue Forschungsbereiche hinzu.

Die Anlagentechnik des Instituts wurde ständig erweitert, sodass heute am ifw Jena vielfältige und moderne Anlagen zur Verfügung stehen. Dazu gehören inzwischen unter anderem sieben unterschiedliche Vakuumofenanlagen, vier Anlagen zur pulverbettbasierten additiven Fertigung, zahlreiche CO2-Laserquellen und flexibel einsetzbare Laseranlagen, Reinräume mit zwei Ultrakurzpulslaseranlagen und mehrere Anlagen zum automatisierten und manuellen Laserschweißen.

Auch in der beruflichen Bildung konnte großer Fortschritt erzielt werden. In seiner schweißtechnischen Kursstätte bildet das ifw Jena Schweißerinnen und Schweißer in allen gängigen Verfahren aus. Jedes Jahr werden auch Schweißfachmänner ausgebildet, die in ihren Betrieben dringend gebraucht werden. Zusätzlich gibt das Institut Weiterbildungen unter anderem zur Werkstoffprüfung oder die Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten.

Der heutige Geschäftsführer des ifw Jena, Dr.-Ing. Simon Jahn, fasst die vergangenen 30 Jahre zusammen: „Das Institut wollte von Beginn an innovative Ergebnisse aus der Forschung direkt in die Wirtschaft bringen und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Produktionen zu optimieren, ihr Personal weiterzubilden und für zukünftige Herausforderungen gewappnet zu sein. Bis heute hat sich dieses Ziel nicht verändert. Das ifw Jena hat sich 1992 bereits mit modernen und innovativen Lösungen für die Industrie beschäftigt – und wir arbeiten auch 2022 daran, bestehende High-Tech-Verfahren noch weiter zu optimieren, neue Verfahren zu entwickeln und für Unternehmen neue Möglichkeiten der Produktion zu finden.“

(Quelle: Presseinformation des ifw Jena)

Schlagworte

3D DruckAdditiver FertigungDiffusionsschweißenFügetechnikLaserstrahlschweißenLichtbogenschweißenRoboterschweißenSchweißtechnikSchweißverfahrenWerkstoffprüfung

Verwandte Artikel

Mitglieder der DVS-Fachgruppe FG 3.3 „Schweißtechnische Ausbildung an Hochschu-len und Universitäten“
12.02.2026

Studierende im Fokus: DVS-Umfrage erfasst Bedarfe für Lehre und Forschung

Die DVS-Fachgruppe FG 3.3 hat eine Umfrage unter Studierenden gestartet, um ihre Bedürfnisse für Lehre und Lehre zu erfassen.

Ausbildung DVS-Fachgruppe DVS-Forschung Forschung Fügetechnik Industrie Lehre Schweißtechnik SFI Weiterbildung
Mehr erfahren
Prokuristin der Evosys Laser GmbH Marie Schafnitzl mit der Auszeichnung zum „Top-Innovator 2026“
08.02.2026

Evosys Laser GmbH erneut mit TOP 100-Siegel ausgezeichnet

Das Unternehmen wurde 2026 erneut mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet und zählt damit zu den innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands.

Fertigung Forschung Innovationen Innovationspreis Kunststoffschweißen Laserstrahlschweißen
Mehr erfahren
08.02.2026

Last Call for Papers: DVS CONGRESS 2026

Der Deutsche Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. lädt Fachleute aus Industrie und Forschung sowie engagierte Nachwuchskräfte ein, Vortragsangebote für den...

Beschichtungstechnik Digitalisierung Forschung Fügetechnik Hochleistungswerkstoffe Industrie KI Kongress Schneiden Schweißen Stahlbau Tagung Trenntechnik
Mehr erfahren
07.02.2026

Neubau bündelt schweißtechnische Logistik

Die Abicor Group investiert rund 20 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum am Hauptsitz im mittelhessischen Alten-Buseck.

Automation Lagertechnik Logistik Prozessautomation Schneidtechnik Schweißtechnik Staplersysteme
Mehr erfahren
Mitglieder des DVS-Präsidiums: u. a. DVS-Hauptgeschäftsführer Dr.-Ing. Roland Boecking (links), Dipl.-Betriebsw. Susanne Szczesny-Oßing und Dipl.-Kfm. Jens Vogl (Bildmitte, 7. und 8. v.l.)
02.02.2026

Jens Vogl übernimmt Vorsitz des Ausschusses für Finanzen im DVS-Präsidium

Dipl.-Kfm. Jens Vogl, Geschäftsleiter Linde Gas Deutschland Nord, ist seit Januar 2026 Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen im DVS – Deutscher Verband für Schweißen...

DVS DVS-Präsidium Fügetechnik Schneiden Schweißen
Mehr erfahren