Technologien
© Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH
23.11.2025

Modulare Automatisierungskonzepte für die zerstörende Werkstoffprüfung

Wie lassen sich steigende Prüfaufkommen in der industriellen Qualitätssicherung effizient bewältigen, ohne Kompromisse bei Präzision und Reproduzierbarkeit einzugehen? Die Antwort liegt in der Automatisierung. Immer häufiger übernehmen robotergestützte Systeme in Prüflaboren die Handhabung der Proben und führen Materialprüfungen exakt nach Normvorgaben durch – zuverlässig, reproduzierbar und frei von subjektiven Einflüssen.

Automatisierung steigert Produktivität und senkt Kosten

In der Metall- und Kunststoffverarbeitung, in der täglich zahlreiche Proben zu prüfen sind, In der Metall- und Kunststoffverarbeitung, in der täglich zahlreiche Proben zu prüfen sind, setzen Unternehmen zunehmend auf automatisierte Prüfanlagen. Dadurch lassen sich die Maschinen besser auslasten, der Personalbedarf verringern und die Prüfkosten senken, während Prüfqualität und Prozesssicherheit zugleich steigen.

Automatisierte Lösungen für die Werkstoffprüfung

Hegewald & Peschke entwickelt automatisierte Lösungen für die zerstörende Werkstoffprüfung auf Basis von Universalprüfmaschinen und Härteprüfgeräten. Die Anlagen bestehen in der Regel aus einer Universalprüfmaschine und einem robotergestützten Handlingsystem. Die Software LabMaster steuert den Prüfablauf, erfasst die Proben, dokumentiert die Ergebnisse und exportiert die Daten in ein ERP-System oder ein anderes Qualitätssicherungs- bzw. Prozesssteuerungsprogramm. Ein Ferndiagnosesystem unterstützt die Anlagenverfügbarkeit. Jede Prüfanlage wird an die jeweiligen Kundenanforderungen angepasst, etwa bezüglich Lastbereich, Spannzeug oder Messtechnik, und kann je nach Bedarf in ihrem Automatisierungsgrad variieren.

Flexible Automatisierungsgrade für jedes Prüfumfeld

In vollautomatisierten Prüfanlagen erfolgt die Probenidentifikation über eine eindeutige ID, während die Prüfabläufe zentral über das Netzwerk gesteuert werden. Diese Anlagen lassen sich direkt in den Fertigungsprozess integrieren und ermöglichen einen besonders hohen Probendurchsatz. Da weder für die Probenzuführung noch für die Anlagenbedienung qualifiziertes Fachpersonal erforderlich ist, laufen alle Prüfprozesse effizient und selbstständig ab.

Bei teilautomatisierten Systemen übernimmt der Prüfer einzelne Aufgaben – etwa die Probenkennzeichnung oder stichprobenartige Kontrollen. Vorgänge wie Probenvermessung, Beschriftung oder weitere prüfspezifische Arbeitsschritte können dabei in den automatisierten Ablauf integriert werden. Teilautomatisierte Prüfzellen lassen sich zudem in bestehende Laborstrukturen einbinden, unterstützen Routineprüfungen und entlasten so das Prüfpersonal. Gleichzeitig bieten sie eine hohe Flexibilität und können bei Bedarf für unterschiedliche Prüfaufgaben umgerüstet werden.

Automatisierte Prüfanlage für den Zugversuch an Metallproben - © Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH
Automatisierte Prüfanlage für den Zugversuch an Metallproben © Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH
Modularer Aufbau bietet Anpassungsfähigkeit

Die automatisierten Prüfsysteme für Zugversuche bestehen aus modularen Baugruppen, die je nach Kundenanforderung individuell kombiniert werden können.

Zuerst erfolgt die Probenzuführung und Handhabung über ein automatisiertes System mit Probenvorrat, Roboter und optionalem Zwischenlager. Durch Regalsysteme sind die Prüfzellen gut in die Logistik des Prüflabors integriert. Proben können einfach und kontinuierlich nachgelegt werden, ohne dass der Prüfprozess pausieren muss. Anschließend übernimmt ein speziell entwickeltes Modul die Identifikation, Ausrichtung und Vermessung der Proben, um sicherzustellen, dass jede Probe korrekt erkannt und exakt positioniert wird. 

Die Probenprüfung selbst erfolgt auf einer Universalprüfmaschine, die mit passenden Spannzeugen und einem Dehnungsmessgerät für die automatisierte Prüfaufgabe ausgestattet ist. Diese Kombination ermöglicht wiederholbare Messungen von Kräften und Dehnungen nach den relevanten Normvorgaben. Nach Abschluss der Prüfung werden die Proben automatisch entsorgt – wahlweise geordnet für eine spätere Auswertung (manuelle Bruchdehnung oder Nachkontrollen) oder ungeordnet. Auch eine schrottbezogene Sortierung in Eisen- und Nichteisenmetall ist möglich.

Zukunftssichere Qualitätssicherung

Dank ihres modularen Aufbaus und der skalierbaren Automatisierungsgrade lassen sich die Prüfsysteme flexibel an unterschiedliche Prüfaufgaben und Laboranforderungen anpassen – von der teilautomatisierten Laborlösung bis hin zur vollständig vernetzten Prüfzelle im Fertigungsprozess. Damit stellt Hegewald & Peschke Lösungen bereit, die den steigenden Anforderungen an Effizienz, Rückverfolgbarkeit und Qualität in der industriellen Materialprüfung entsprechen.

(Quelle: Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH)

Schlagworte

AutomatisierungQualitätssicherungRoboterWerkstoffprüfungZerstörende Prüfung

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