Forschung
Thomas Reiche - © FEhS
14.10.2025

AIF-Vorstand: Weg frei für Forschung im Mittelstand!

„Der Weg für Forschung im Mittelstand ist frei. Eine innovationsgetriebene Wirtschaft stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Daher begrüßen wir die Entscheidung, die Verwaltung der Forschungsförderprogramme, die deutsche Unternehmen bei der Entwicklung von Innovationen unterstützen, im Bundeswirtschaftsministerium zu belassen“, erklärt Thomas Reiche, Vorstand der AIF – Allianz für Industrie und Forschung e. V. und Geschäftsführer des FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V.

Die AIF hat sich gemeinsam mit ihren Mitgliedern in den vergangenen Monaten dafür stark gemacht, dass die Programme Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und die Förderung von Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen (INNO-KOM) im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) angesiedelt bleiben. „Es ist die richtige Entscheidung – auch um kurze Wege für Innovationen von der Idee bis zum Transfer in die unternehmerische Praxis sicherzustellen. Die Kompetenz für Industrie und Mittelstand liegt beim Wirtschaftsministerium. Deshalb gehören auch die Industrieforschungsförderprogramme dorthin!“, hebt Thomas Reiche hervor.

Die AIF ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für Mittelstand und Industrie und engagiert sich seit mehr als sieben Jahrzehnten für forschende Unternehmen in Deutschland. Unter ihrem Dach schließen sich industriegetragene Forschungsvereinigungen zusammen, die Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen repräsentieren und Gemeinschaftsforschung organisieren.

BMWE-Forschungsförderprogramme insbesondere in Krisenzeiten erfolgreich

Am 1. Oktober 2025 veröffentlichte das Bundeswirtschaftsministerium ein Organigramm, das die Zuständigkeiten von BMWE und Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) dazu klärt. Die Neuausrichtung beider Ministerien nach der Regierungsbildung hatte zunächst zu Unklarheiten geführt, insbesondere hinsichtlich des ZIM, der IGF und der INNO-KOM.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Mai 2025 die schnelle Einigung beider Ministerien zu dieser Frage gefordert. Die nun getroffene Vereinbarung sichert, laut Thomas Reiche, die Zuständigkeit „in bewährter Hand des BMWE“ für die Programme – eine Entscheidung, die vor allem in Krisenzeiten von großer Bedeutung ist, so der AIF-Vorstand: „ZIM, IGF und INNO-KOM haben sich gerade während herausfordernder Wirtschaftsphasen als äußerst erfolgreich erwiesen. Um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern, ist eine zügige Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte unerlässlich.“

AIF fordert eine Milliarde für Industrieforschung

In diesem Zusammenhang erneuert die AIF ihre Forderung nach einer Aufstockung der Mittel für die genannten Forschungsförderungen. „Die Unterstützung von ZIM (600 Millionen Euro), IGF (300 Millionen Euro) und INNO-KOM (100 Millionen Euro) sollte auf insgesamt eine Milliarde Euro angehoben werden“, fordert Thomas Reiche im Namen der 60 AIF-Forschungsvereinigungen, 1.200 kooperierenden Forschungseinrichtungen und zehntausenden innovierenden Unternehmen.

„Mehr als eine Viertelmillion vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Forschungsprojekte sind in den vergangenen Jahrzehnten unter der Verantwortung des AIF e. V., ihrer Forschungsvereinigungen und ihrer Tochtergesellschaft AiF Projekt GmbH realisiert worden. Diese Projekte haben nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wirkungsvoll gestärkt, sondern auch zur Transformation hin zu einer nachhaltigeren und digitalen Wirtschaft beigetragen“, betont der AIF-Vorstand Thomas Reiche.

(Quelle: AIF – Allianz für Industrie und Forschung e. V.)

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FörderprogrammForschungForschungsvereinigungenIndustrieInnovationenMittelstandWettbewerbsfähigkeit

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