Wirtschaft
© DIN
01.05.2021

Ausbau der Förderung von KMU zur Teilnahme an Normung und Standardisierung

Ausbau der Förderung von KMU zur Teilnahme an Normung und Standardisierung

Das BMWi baut die finanzielle Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der nationalen und internationalen Normung und Standardisierung aus: Das Technologieförderprogramm WIPANO (Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen) wird um eine Personalkostenübernahme für die Mitarbeit in nationalen und internationalen Normungsgremien erweitert.

Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Wer den Standard bestimmt, hat beste Aussichten, sich auf dem Markt durchzusetzen. Diesen Mechanismus müssen wir nutzen, damit Deutschland bei den Zukunftstechnologien international ganz vorne mit dabei ist. Daher unterstützen wir Unternehmen des Mittelstands zukünftig noch stärker finanziell, damit ihre Fachkräfte sich aktiv in Normengremien einbringen können.“

Über Normen und Standards werden technische Regeln für neue Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und Kreislaufwirtschaft gestaltet. Unternehmen können sie nutzen, um den Markteintritt neuer Technologien und die Marktdurchdringung innovativer Produkte zu beschleunigen und zu unterstützen. Von einer breiteren Beteiligung von KMU an Normungs- und Standardisierungsprozessen sowie der Aufbereitung von Forschungsergebnissen für die Normung und Standardisierung profitiert somit der Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt.

Daher unterstützt das BMWi Unternehmen dabei, in nationalen und internationalen Normungsgremien (z.B. DIN, DKE, CEN, CENELEC, ETSI, ISO und ITU) mitzuarbeiten. Der Förderschwerpunkt „Unternehmen-Normung“ soll insbesondere KMU dazu anregen, sich mit ihrem Know-How und ihren Erfahrungen aktiv in Normen- und Standardisierungsgremien einzubringen und so selbst Standards zu setzen. Hierfür erhalten die Unternehmen zukünftig neben Reisekosten auch eine Personalkostenpauschale.

Die Personalkostenpauschale beträgt bei Teilnahme an

  • nationalen Gremiensitzungen je 1.000 €,
  • europäischen Gremiensitzungen je 1.500 €,
  • internationalen Gremiensitzungen je 2.000 €.

Die Förderung richtet sich an KMU und mittelständische Unternehmen, die noch nie oder nicht innerhalb der letzten drei Jahre an Normungs- oder Standardisierungsgremien anerkannter technischer Regelsetzer teilgenommen haben. Die Förderung ist eine Umsetzung der Industriestrategie 2030.

Mit WIPANO – Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen fördert das BMWi seit 2016 den Technologie- und Wissenstransfer durch Patente, Normung und Standardisierung zur wirtschaftlichen Verwertung innovativer Ideen von Hochschulen und Unternehmen mit rund 22 Millionen Euro jährlich.

(Quelle: Presseinformation des BMWI Bundesministerium – für Wirtschaft und Energie)

Schlagworte

Industrie 4.0NormungStandardisierung

Verwandte Artikel

24.07.2021

BSI informiert über  den nahenden Fristablauf und die UKCA-Kennzeichnung

Die UKCA-Kennzeichnung wird ab dem 1. Januar 2022 die herkömmliche CE-Kennzeichnung ersetzen. Betroffene Produkte, für die bisher die CE-Kennzeichnung durch eine Benannte...

Bauprodukte Druckgeräte Internationales PSA Standardisierung
Mehr erfahren
Das Qualitätssicherungssystem HKS WeldQAS protokolliert Daten wie Spannung, Strom, Vorschubgeschwindigkeit und Wärmeeinbringung, wodurch Endkunden die Gewissheit erhalten, dass die Schweißung den Spezifikationen entspricht.
19.07.2021

Können Daten die schweißtechnische Produktion verbessern?

Produzenten nehmen die Bedingungen in ihrer Produktionsstätte meist instiktiv wahr. Daher muss die Schweißbranche die Einführung von Technologien der Industrie 4.0 beschl...

Datenmanagement Digitalisierung Fügetechnik Industrie 4.0 Qualitätssicherung Schweißen Schweißtechnik Software
Mehr erfahren
13.07.2021

Digitale Materialforschung als Grundlage für Innovationen in Deutschland

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Digitalisierung der Werkstoffforschung in einer ersten Förderrunde bis 2024 mit 26 Millionen Euro.

Bildung Digitalisierung Entwicklung Forschung Industrie 4.0 Informatik Information Innovation Innovationen Technologie Technologien Wissenschaft
Mehr erfahren
Nachverfolgung von automatisierten Transportsystemen, Paletten oder Gabelstaplern: Durch den offenen Standard omlox lassen sich Ortungslösungen verschiedener Hersteller kombinieren.
09.07.2021

TRUMPF gründet Unternehmen für Ortungstechnologie

Das Hochtechnologieunternehmen TRUMPF hat am 1. Juli 2021 die Gesellschaft „TRUMPF Tracking Technologies GmbH“ gegründet. Es entwickelt und produziert Ortungssoftware und...

Digitalisierung Fertigung Industrie 4.0 Ortung Produktion
Mehr erfahren
Die Kubernetes-Software kommt z. B. bei der Steuerung von Ultrakurzpulslaser-Anlagen zum Einsatz. Derzeit forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der automatischen Auswertung von Messdaten.
26.06.2021

100 Laser automatisch über die Cloud kontrollieren

Im Exzellenzcluster „Internet of Production“ (IoP) haben 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der RWTH Aachen University in Kooperation mit dem Fraunhofer ILT...

Anlagenbau Automobilindustrie Fertigungstechnik Industrie 4.0 Internet of Procduction Lasersysteme Lasertechnologien Luftfahrt Maschinenbau Produktion Software Ultrakurzpulslaser
Mehr erfahren