Forschung
© pixabay.com/PublicDomainPictures
12.01.2023

BMWK setzt Industrieforschung für den Mittelstand fort

BMWK setzt Industrieforschung für den Mittelstand fort

Die neue Förderrichtlinie „Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen“ (INNO-KOM) ist in Kraft getreten. Die ebenfalls weiterentwickelte Förderrichtlinie „Industrielle Gemeinschaftsforschung“ (IGF) gilt bereits seit 1. Januar. 2023 stehen für die IGF 190 Millionen Euro und für INNO-KOM 80 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung, Michael Kellner: „Mit unserer Förderung wollen wir Innovationen im Mittelstand anstoßen und in den Markt bringen. Mit IGF und INNO-KOM haben wir hier zwei bewährte Förderprogramme, die wir jetzt modernisiert haben, um noch mehr Innovationen hervorzubringen und die ökologische Transformation der KMU zu unterstützen. Wir brauchen weitreichende Innovationen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Unsere KMU können und sollten hierfür die Ergebnisse unserer Industrieforschung weiterhin umfassend nutzen.“

Beide Programme – INNO-KOM und IGF – sind im Innovationszyklus im vorwettbewerblichen Bereich verortet: Die Ergebnisse der geförderten Forschungsvorhaben werden veröffentlicht, diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt und regelmäßig von einer Vielzahl an Unternehmen genutzt. So haben beide Programme eine große Hebelwirkung.

Die neuen Richtlinien enthalten insbesondere folgende Neuerungen:

Förderrichtlinie INNO-KOM:

  • Forschungsvorhaben, die zur Dekarbonisierung, zum Klimaschutz, der Ressourceneffizienz oder zur Nachhaltigkeit in strukturschwachen Regionen beitragen, haben bei gleicher Qualität Vorrang.

Förderrichtlinie IGF:

  • Der Kreis der Antragsberechtigten für IGF-Fördermittel wird geöffnet. Das heißt: Ab 1. Januar 2024 können sich, über die derzeit Antragsberechtigten 100 Forschungsvereinigungen hinaus, die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) sein müssen, auch andere wirtschaftsgetragene Forschungsvereinigungen für das Programm autorisieren lassen. Hierzu müssen sie die in der Anlage zur Richtlinie konkret beschriebenen hohen Qualitätsstandards erfüllen, wie im Übrigen die bisher Antragsberechtigten Forschungsvereinigungen bis 1. Januar 2026 auch.
  • Es wurden Zuwendungsobergrenzen für Antragsteller festgelegt.
  • Die Höhe des Eigenanteils der Wirtschaft wurde in die Richtlinie aufgenommen.
  • Die Administration übernimmt ab 2024 ein nach öffentlicher Ausschreibung ausgewählter Projektträger, der beliehen werden soll.

(Quelle: Presseinformation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz)

Schlagworte

DekarbonisierungIGFIndustrieforschungIndustrielle GemeinschaftsforschungKlimaschutzKMUMittelstandNachhaltigkeitRessourceneffizienz

Verwandte Artikel

29.03.2026

Kunststoff bleibt zentraler Werkstoff für automobile Zukunft

Der neue Veranstaltungsort und die neuen Konzepte des PIAE-Kongress fanden positive eine Resonanz. Themen wie Nachhaltigkeit, Qualität und Recyclingfähigkeit rückten in d...

Automobilbau Automobilindustrie KI Kunststoffe Leichtbau Nachhaltigkeit Polypropylen Recycling Zulieferer
Mehr erfahren
21.03.2026

Edelstahl für die Wasserstoffwirtschaft

Wasserstoff ist ein zentraler Baustein zukünftiger klimaneutraler Energiesysteme. Doch die sichere Speicherung und der Transport von Wasserstoff stellen weiterhin eine gr...

AM Chemieindustrie DIN Entwicklung EU Forschung Hochleistungswerkstoffe Industrie Infrastruktur International KI Klima Klimaneutrale Energie Korrosion Korrosionsschutz Legierungen Materials Materialwissenschaft Metal Metall Mikrostruktur Nachhaltigkeit Pipeline Stahl Stickstoff TIG TWI Wasserstoff Wasserstoffwirtschaft Werkstoff Wissenschaft
Mehr erfahren
20.03.2026

Verkaufsabschluss von Barmag

Oerlikon gibt den Verkaufsabschluss seines Geschäftsbereichs Barmag an Rieter bekannt. Die Transaktion wurde bereits am 06. Mai 2025 angekündigt und bildet den letzten Sc...

Automobil Effizienz Energie Halbleiterindustrie Luftfahrt Medizinindustrie Nachhaltigkeit Oberflächen Oberflächentechnologien Produktivität Raumfahrt Werkzeugbau
Mehr erfahren
16.03.2026

ERP-Software stärkt den Industriestandort Deutschland

Der Stuttgarter ERP-Hersteller Planat meldet ein erfolgreiches Jahr 2025 und blickt mit Zuversicht ins neue Jahr 2026, in dem das Unternehmen in sein 45. Jahr startet.

Digitalisierung Elektrotechnik ERP Industriestandort Deutschland Innovation Kunststoffverarbeitung Made in Germany Maschinen- und Anlagenbau Mittelstand Software Verarbeitendes Gewerbe
Mehr erfahren
CO₂-Einsparpotenzialen additiv gefertigter Kunststoffbauteile
15.03.2026

Additive Fertigung als Schlüssel für resiliente Lieferketten

Forum Emerging & Supply Chain Industries zeigt am 5. Mai 2026 auf der rapid.tech 3D Strategien für industrielle Souveränität.

Additive Fertigung DED Fertigungsverfahren Globalisierung Lieferketten Nachhaltigkeit Resilienz
Mehr erfahren