Unternehmen Forschung
(v.l.) Alexandra Horn, Leiterin KMU und Verbandskooperationen bei DIN, Hermann Behrens, Head of Science and Research Relations bei DIN, Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein, AiF-Hauptgeschäftsführer, Sibylle Gabler, Mitglied der DIN-Geschäftsleitung, Dr. Stefan Heusinger, Leiter VDE/DKE-Innovationen beim VDE, Michael See, Projekt- und Produktmanager KMU bei der DKE, Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH. - © AiF
11.12.2023

Drei Große bündeln ihre Kräfte für den Mittelstand

Drei Große bündeln ihre Kräfte für den innovativen Mittelstand

Normung, Standardisierung und Technologietransfer – diese zum Teil „uralten“ Innovationen aus Deutschland sind heute von fundamentaler Bedeutung für den dringend notwendigen Erfolg des Transformationsprozesses unserer Wirtschaft und damit für einen realen Klimaschutz. Um das aktuelle und zukünftige Innovationsengagement des deutschen Mittelstandes stärker zu fördern, bündeln die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V., das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) nun ihre Kräfte und Expertise.

„Mittelständische Unternehmen machen 99,5 Prozent der deutschen Wirtschaft aus“, erklärt Professor Michael Bruno Klein, Hauptgeschäftsführer der AiF, deren transformatorische Bedeutung. Klein, Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF Forschung Technik und Kommunikation (FTK) GmbH, Christoph Winterhalter, DIN-Vorstandsvorsitzender, Sibylle Gabler, Mitglied der DIN-Geschäftsleitung, Michael Teigeler, DKE-Geschäftsführer, und Florian Spiteller, Mitglied der DKE-Geschäftsleitung, haben Ende November 2023 eine Absichtserklärung unterzeichnet und damit ihre engere Zusammenarbeit zugunsten des forschenden Mittestandes bekundet. Gemeinsames Ziel ist es, die Innovationskraft des Industriestandortes Deutschland nachhaltig zu steigern.

„Normen unterstützen den weltweiten Handel und dienen der Sicherheit, Interoperabilität und Funktionalität von Produkten und Anlagen“, hebt Teigeler hervor. In der vom wissenschaftlich-technischen Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) getragenen DKE erarbeiten rund 10.000 technische Expertinnen und Experten Normen und Standards, die unter anderem die Sicherheit elektrotechnischer, elektronischer und informationstechnischer Produkte und Anlagen gewährleisten. Als nationale Normungsorganisation und bundesweites Kompetenzzentrum für elektrotechnische Normung vertritt die DKE die Interessen der deutschen Wirtschaft in europäischen und weltweiten Normungsorganisationen.

Das bereits 1917 gegründete und unabhängige DIN, leistet heute einen wichtigen Beitrag als Mitgestalter des digitalen und grünen Wandels. Rund 36.500 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung, von Verbraucherseite und der öffentlichen Hand bringen ihr Fachwissen in den Normungsprozess ein, den DIN als privatwirtschaftlich organisierter Projektmanager steuert. „Normen und Standards fördern den Technologietransfer und sind somit ein wichtiger Katalysator für Innovationen weltweit. Sie unterstützen so die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft“, erklärt Sibylle Gabler und AiF-Hauptgeschäftsführer Klein ergänzt: „Gleichzeitig ist es unser gemeinsames Bestreben, anwendungsorientierte Forschung im deutschen Mittelstand zu erleichtern.“

(v.l.) Alexandra Horn, Leiterin KMU und Verbandskooperationen bei DIN, Hermann Behrens, Head of Science and Research Relations bei DIN, Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein, AiF-Hauptgeschäftsführer, Sibylle Gabler, Mitglied der DIN-Geschäftsleitung, Dr. Stefan Heusinger, Leiter VDE/DKE-Innovationen beim VDE, Michael See, Projekt- und Produktmanager KMU bei der DKE, Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH. - © AiF
(v.l.) Alexandra Horn, Leiterin KMU und Verbandskooperationen bei DIN, Hermann Behrens, Head of Science and Research Relations bei DIN, Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein, AiF-Hauptgeschäftsführer, Sibylle Gabler, Mitglied der DIN-Geschäftsleitung, Dr. Stefan Heusinger, Leiter VDE/DKE-Innovationen beim VDE, Michael See, Projekt- und Produktmanager KMU bei der DKE, Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH. © AiF

Die AiF ist das industriegetragene Netzwerk zur Förderung von Forschung, Transfer und Innovation im Mittelstand. Ziel ist es, Forschung für den Mittelstand zu initiieren, den wissenschaftlichen Nachwuchs und Fachkräfte auf innovativen Gebieten zu qualifizieren. Als Dachverband von rund 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit 50.000 eingebundenen Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen verfügt die AiF über eine einzigartige Infrastruktur, um Wirtschaft und Wissenschaft effizient und branchenübergreifend zu verknüpfen. „Als Stimme des forschenden Mittelstandes in Deutschland erweitern wir ständig unser – wie wir es nennen – Netzwerk der Netzwerke, um das AiF-Innovationsökosystem zu optimieren“, betont Kremer.

Die drei Organisationen planen, insbesondere in den Zukunftsbereichen Circular Economy, Wasserstofftechnologien, Künstliche Intelligenz/IoT, Ressourceneffizienz, Transformation des Energiesystems sowie Foresight (strategische Vorausschau) und anderen Innovationsthemen zu kooperieren. Die Intention dabei ist, die Forschungsergebnisse über den Weg der Normung und Standardisierung neben den bisher in den Forschungsvereinigungen etablierten Prozessen für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen.

Konkret soll, laut der gemeinsamen Erklärung, der Mehrwert von Standardisierung und Normung als Transferinstrument für Forschungsergebnisse sichtbarer gemacht sowie ein Schulungsprogramm für Transfermanager und Multiplikatoren aus dem Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) entwickelt werden. Bereits in Umsetzung sind niederschwellige Informations- und Vernetzungsformate über das AiF InnovatorsNet, wie zum Beispiel die Reihe „DIN-Spotlight“. Das AiF-InnovatorsNet ist eine Community von Innovatoren für Innovatoren, die Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen, Institutionen und Personen digital und analog miteinander verbindet. Es hilft seinen Mitgliedern dabei, Netzwerke zu erschließen, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln sowie Wachstum und Innovationen voranzutreiben. Gemeinsam mit DIN und DKE werden die Themen „Normung und Standardisierung“ fest in einer Co-Community im AiF-InnovatorsNet verankert. Alle drei Partner sprechen sich ebenfalls für eine Stärkung des Förderprogramms Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundeswirtschaftsministeriums und für eine Integration von Normung und Standardisierung in Projekten der IGF und des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand aus. Darüber hinaus streben sie im Rahmen der nationalen „Normungsroadmap Wasserstoff“ mehr Einfluss mittelständischer Interessen an. „Wir wollen den Mittelstand frühzeitig beim Normungspotenzial von Zukunftsthemen mitnehmen“, fasst Klein zusammen.

(Quelle: Presseinformation der AIF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.)

Schlagworte

InnovationenKreislaufwirtschaftKünstliche IntelligenzMittelstandNormungRessourceneffizienzStandardisierungTechnologietransferWasserstofftechnologien

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