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30.08.2025

Ein Schlag ins Gesicht für Europas Maschinenbau

Als Teil des jüngst verkündeten Zolldeals will die Europäische Kommission nun Zölle für bestimmte US-Produkte reduzieren oder streichen. Dazu sagt Oliver Richtberg, Leiter VDMA Außenwirtschaft:

„Zollfreiheit für US-Produkte bei gleichzeitiger Ausweitung von Strafzöllen auf europäische Maschinen – das wäre nicht nur unausgewogen, sondern auch ein direkter Schlag ins Gesicht für eine der tragenden Säulen der europäischen Industrie. Die Folgen wären gravierend: Arbeitsplatzverluste und ein enormer Wettbewerbsnachteil für unsere Unternehmen.

Mittlerweile unterliegen rund 30 Prozent der Maschinenimporte aus der EU einem Strafzoll von 50 Prozent auf ihren Stahl- und Aluminiumanteil – verbunden mit bürokratischen Hürden, die insbesondere für mittelständische Betriebe kaum zu bewältigen sind. Die Liste der betroffenen Produkte wird regelmäßig und ohne Vorwarnung erweitert.“

„Vor diesem Hintergrund wirkt die geplante Zollfreiheit der EU wie ein Blankoscheck für Washington – und wie eine politische Kapitulation gegenüber einer zunehmend aggressiven US-Handelspolitik.

Die EU-Kommission muss dringend nachverhandeln. Maschinenbauprodukte müssen klar und dauerhaft von den sektoralen Zöllen ausgenommen werden.“

Oliver Richtberg, Leiter VDMA Außenwirtschaft - © VDMA e. V.
Oliver Richtberg, Leiter VDMA Außenwirtschaft © VDMA e. V.

(Quelle: VDMA e. V.)

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AnlagenbauAußenwirtschaftMaschinenbauZölle

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