Glasrohre werden nach dem Ziehen mechanisch getrennt. Das führt zu hohem Aufwand bei der Nachbearbeitung, weil die Kantenqualität der Rohre nach dem Abschlagen oft nicht den nötigen Anforderungen entspricht. Zudem führt das schnelle Abschlagen des gezogenen Glasrohrs zu hohem Ausschuss bei der Rohr-Herstellung. Das ifw Jena hat ein wirtschaftlicheres Verfahren zu Herstellung von Glasrohren unterschiedlicher Länge entwickelt.
Es entstand ein Roboter, der direkt während des Rohrzug-Prozesses im Glasrohr auf und ab fährt. Dabei richtet er einen CO2-Laserstrahl auf die Innenwand des Rohres. Der Laserstrahl trennt präzise und automatisch einzelne Abschnitte ab. Durch den CO₂-Laserschnitt entsteht dabei eine hohe Kantenqualität, sodass eine Nachbearbeitung der Rohrabschnitte nicht mehr erforderlich ist.
Das wiederholbare und präzise Verfahren ermöglicht es Unternehmen, die Herstellung von Glasrohren wirtschaftlicher zu gestalten, ohne ihre Anlagentechnik oder Produktionsketten aufwendig anpassen zu müssen.
Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Programm INNO-KOM.
(Quelle: Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH (ifw Jena))
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