Anwenderbericht
Mit der 45kW-starken Graebener® Rundnahtfräse lassen sich Windturmsektionen von 1.300 bis 5.500 mm Durchmesser bearbeiten. Die Sektionen mit jeweils 9 Rundnähten fahren auf den dazugehörigen Graebener® Rohrdrehvorrichtungen quer an der Fräse vorbei. - © Graebener Maschinentechnik GmbH & Co. KG
21.11.2023

Graebener Rundnahtfräse erfolgreich an den Start gegangen

Graebener Rundnahtfräse erfolgreich in Portugal an den Start gegangen

Der Sondermaschinenbauer Graebener Maschinentechnik nahm kürzlich erfolgreich eine Rundnahtfräse zur Erstellung von Schweißnahtvorbereitungen an Windturmsektionen in Portugal in Betrieb. Der Kunde ist das Unternehmen Vieira Alves Metalomecânica, SA. (VAM) mit Sitz in Alferrarede. Das in 2004 gegründete Familienunternehmen stellt Metallkonstruktionen für die Zement- und Glaskeramikfertigung her. Zudem machte sich VAM zum Ziel, sich in dem Umfeld der erneuerbaren Energien als namhafter Hersteller von Windtürmen zu etablieren.

VAM legt höchsten Wert auf die Qualität seiner Produkte, die Qualifizierung seines Fachpersonals und auf einen konstanten Innovationsprozess seiner Fertigung. Auf der Suche nach einem effizienteren und effektiveren Prozess für die Schweißnahtvorbereitungen an Windturmsektionen wandte sich das Produktionsteam von VAM an das in Südwestfalen ansässige Unternehmen Graebener, das seit vielen Jahren der weltweite Marktführer von Rundnahtfräsen ist. Gemeinschaftlich erarbeiteten VAM und Graebener ein Lösungskonzept, das sich optimal und zu geringsten Investitionskosten in die vorhandene Fertigungslinie integrieren ließ.

Rundnahtfräsen sind üblicherweise mobil und werden per Kran oder Schiene an der zu bearbeitenden Schweißnaht positioniert. VAM macht es umgekehrt. Hier fahren die circa 30 m langen Windturmsektionen an der fix positionierten Rundnahtfräse vorbei. Die bereits von innen mit dem UP-Verfahren geschweißte Sektion wird über die verfahrbaren Drehvorrichtungen so positioniert, dass sich die zu bearbeitende Naht direkt vor dem Fräskopf befindet. So wird eine sichere und zugleich sehr schnelle Positionierung an den circa neun Rundnähten der jeweiligen Sektionen ermöglicht – ganz ohne Kranhandling. Über einen zusätzlichen quer zur Sektion verfahrbaren Untersatz wird die Rundnahtfräse vor- und zurückgefahren. So können Durchmesser von 1,3 m bis 5,5 m bis zu einer Frästiefe von 100 mm bearbeitet werden. Damit auch die breiten verfahrbaren Rohrdrehvorrichtungen an der Rundnahtfräse vorbeifahren können, wird die Rundnahtfräse hierzu in eine Parkposition gefahren.

Dank der maschinellen Schweißnahtvorbereitung entfällt nun die ursprünglich manuelle Bearbeitung mit Fugenhobel, Schleifprozessen und nachträglicher Reinigung. Weil mit der Rundnahtfräse nur die äußere Heftnaht bis in die Wurzel der Innenschweißnaht herausgefräst wird, brauchten die vorgegebenen Schweißspezifikationen (WPS) nicht verändert zu werden. Die nun sehr präzise ausgeführten Kanten der Nahtvorbereitung ermöglichen außerdem einen automatisierten Schweißprozess.

VAM gibt an, dass seit dem Einsatz der Graebener Rundnahtfräse pro Schicht zwei Sektionen von 30 Meter Länge mit je neun Rundnähten bearbeitet werden. Zuvor wurden für die gleiche Arbeit mehr als zwei Schichten benötigt, und das unter sehr extremen Arbeitsbedingungen. VAM steigerte die Effizienz für diesen Prozess um mehr als 50 Prozent bei gleichzeitiger Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Personalkosteneinsparung und Steigerung der Qualität.

(Quelle: Presseinformation der Graebener Maschinentechnik GmbH & Co. KG)

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FräsenRundnahtfräseSchweißnahtvorbereitungSchweißtechnikUnterpulverschweißen

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