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04.06.2026

Mit dem Industrietechniker Additive Fertigung dem Fachkräftemangel begegnen

Der geprüfte Industrietechniker Fachrichtung Additive Fertigung (IHK) vermittelt umfassendes und praxisnahes Know-how entlang der gesamten Prozesskette – von Werkstoffen und Konstruktion bis zu Arbeitssicherheit und Produktionsmanagement. Der nächste Praxisstudiengang für 2027 ist bereits buchbar.

Gemeinsame Weiterbildung des Kunststoff-Zentrum SKZ und der IHK Würzburg-Schweinfurt

Der Aufgabenbereich des Industrietechnikers umfasst die eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Optimierung technischer Prozesse, darunter Konstruktion, Fertigung, Inbetriebnahme und Service. Dabei werden wirtschaftliche, rechtliche, energetische, umweltbezogene sowie sicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigt.

Der Abschluss ist als Bindeglied zwischen operativer Facharbeitsebene und akademischer Ingenieursebene konzipiert. Während Industriemeister ihren Schwerpunkt primär auf Führung, Koordination und Ausbildung von Mitarbeitenden legen, liegt die Stärke des Industrietechnikers in der tiefgehenden technischen Umsetzung, der systemischen Durchdringung komplexer Zusammenhänge sowie der gezielten Optimierung industrieller Produktionsprozesse.

Diesjähriger Kurs mit Teilnehmerrekord

„Wir freuen uns, dass wir die Weiterbildung zum Industrietechniker Additive Fertigung in diesem Jahr erstmals mit voller Teilnehmerzahl durchführen können und der Praxisstudiengang zunehmend an Attraktivität gewinnt“, sagt Irena Heuzeroth, Senior Trainerin Bildung Spritzgießen und Additive Fertigung am SKZ. „Dies zeigt, dass es uns gemeinsam mit der IHK gelungen ist, ein anerkanntes Weiterbildungsformat zu etablieren, das eine bestehende Qualifizierungslücke auf der mittleren Bildungsebene zwischen abgeschlossener Berufsausbildung und akademischem Abschluss schließt.“

Hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften

Für die Transformation zu leistungsfähigeren industriellen Prozessen benötigen Unternehmen Fachkräfte, die technisches Verständnis mit prozessualem und strategischem Denken verbinden. Der Industrietechniker Additive Fertigung trägt dazu bei, Qualifikationslücken auf der mittleren Bildungsebene zu schließen.

Die additive Fertigung hat sich von einer ursprünglich eher als Bastlertechnologie betrachteten Rapid-Prototyping-Methode zu einem etablierten, hochprofessionellen industriellen Fertigungsverfahren entwickelt. Dieser Fortschritt bringt jedoch neue Anforderungen an das strategische Personalmanagement mit sich: Während die Hardware immer leistungsfähiger wird, verschärft sich zugleich der Mangel an qualifizierten Fachkräften.

Über den geprüften Industrietechniker Fachrichtung Additive Fertigung

Die Aufstiegsfortbildung richtet sich an Fachkräfte, die ihre Kompetenzen in der additiven Fertigung gezielt vertiefen und erweitern möchten. Die berufsbegleitende Teilzeit Weiterbildung findet im Onlineformat statt und erstreckt sich über einen Zeitraum von rund zwei Jahren.

Der Lehrgang ist förderfähig nach dem Aufstiegs BAföG und der DQR Stufe 6 zugeordnet. Die Praxiswochen finden am SKZ in Würzburg mit dem Schwerpunkt Additive Fertigung mit Kunststoffen sowie bei AMbitious in Georgensgmünd mit Fokus auf Metall 3D Druck statt. Neben Inhalten zu Betriebsorganisation und Produktionsmanagement liegt der Fokus insbesondere auf prozessorientierter Anwendung, fundiertem Materialverständnis und der industriellen Umsetzung additiver Technologien.

Der nächste buchbare Praxisstudiengang findet vom 5. Juni 2027 bis 26. Mai 2029 statt.

(Quelle: SKZ - Das Kunststoff-Zentrum)

Schlagworte

Additive FertigungFachkräftemangelFügen von KunststoffenIndustrietechnikerJoining PlasticsJPWeiterbildung

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