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© Messe München/Markus Broenner
23.03.2025

Nachhaltige Messe: Leitlinie zur Berechnung von Treibhausgasen

Die deutsche Messewirtschaft geht einen weiteren Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit: Der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA hat eine Leitlinie zur einheitlichen Berechnung von Treibhausgasen beim Veranstalten von Messen veröffentlicht. Dadurch soll die Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Transparenz der Bilanzierung von Emissionen am Messeplatz Deutschland möglich werden. Das Messen von Emissionen hilft, die wesentlichen Emissionsquellen zu identifizieren und daraus Klimaschutzmaßnahmen abzuleiten.

Die rund 60 Seiten umfassende Richtlinie ist im AUMA-Arbeitskreis Nachhaltigkeit entstanden, in dem die Fachleute der deutschen Messewirtschaft vertreten sind. Grundlage ist die Methodik einer weltweiten Initiative von Veranstaltern und Ver-bänden mit dem Ziel, Emissionen bei Events auf Netto Null zu senken (Net Zero Carbon Events Initiative). Der AUMA hat diese als erster nationaler Verband für die deutsche Messewirtschaft konkretisiert. Emissionen werden eingeteilt in zehn Kategorien: von Produktion und Materialien, Fracht und Logistik über Lebensmittel und Getränken bis hin zu Energie, Mobilität und Abfall. Ergänzt wird das Werk um eine umfangreiche Bibliothek an Datenbanken für die Berechnung von Emissionen.

Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Deutschland ist Messeplatz Nummer 1 in der Welt – wir wollen, dass das so bleibt. Dafür muss sich das Erfolgsmodell Messe als Handelsplatz und Kno-tenpunkt für alle Branchen stetig weiterentwickeln. Die Leitlinie zur Emissionsberechnung ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zur umweltverträglicheren Messe. Diese Leitlinie ist Pionierarbeit. Die Handreichung schafft den Standard für Berechnungen von Treibhausgasemissionen bei Messeveranstaltungen in Deutschland. Nur was gemessen wird, kann reduziert werden.” 

AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier - © AUMA/Steffen Kugler
AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier © AUMA/Steffen Kugler

Die Leitlinie richtet sich vor allem an Messeveranstalter, bietet jedoch auch wertvolle Unterstützung für ausstellende Unternehmen, für Dienstleister sowie Besucher. Das Werk bietet Hilfe sowohl für Einsteiger als auch für Profis. Die Richtlininie enthält Berechnungsmethoden für unterschiedliche Datenverfügbarkeiten und soll die Genauigkeit der Berechnungen verbessern. Die Leitlinie wird kontinuierlich fortgeschrieben und ist auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Im Sommer 2022 hatte sich die deutsche Messewirtschaft auf eine Branchenposition Nachhaltigkeit geeinigt, die das Klimaziel 2040 formuliert – fünf Jahre vor dem nationalen Ziel Deutschlands. Ein entscheidender Schritt in diesem Jahr ist die Nutzung von 100 Prozent Ökostrom auf deutschen Messegeländen. Zuletzt hat der AUMA eine Studie zur Nachhaltigkeit von Messebesuchen veröffentlicht. Dabei wurde unter anderem belegt, dass ein Messebesuch fünf Geschäftsreisen vermeidet.

Hier können Sie die „Leitlinie zur Emissionsberechnung bei Messen” herunterladen:

zur Leitlinie

(Quelle: Pressemeldung AUMA)

Schlagworte

EmissionenEnergieKlimaKlimaschutzMessewirtschaftNachhaltigkeitNet ZeroStromTreibhausgaseUmwelt

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