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11.04.2026

Neue Wasserstoffverflüssigungsanlage in Rotterdam

Air Products hat einen wichtigen Baufortschritt bei seiner neuen Flüssigwasserstoffanlage im Hafen von Rotterdam bekannt gegeben. Nach Unternehmensangaben ist die Anlage inzwischen zu mehr als 65 Prozent fertiggestellt. Mit dem Projekt will das Unternehmen seine Wasserstoffaktivitäten in den Niederlanden ausbauen und die Versorgung verschiedener Industriebranchen in Europa stärken.

Inbetriebnahme 2027

Nach der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2027 soll die neue Anlage laut Unternehmen die größte Flüssigwasserstoffproduktionsstätte Europas sein. Air Products will damit die Verfügbarkeit von Flüssigwasserstoff in der Region deutlich ausweiten. Das Projekt ist in die bestehende Wasserstoffinfrastruktur des Unternehmens im Industriecluster Rotterdam eingebunden und soll die dortige Versorgung weiter absichern.

Versorgung für unterschiedliche Industrieanwendungen

Zu den Abnehmern von Flüssigwasserstoff zählen nach Angaben des Unternehmens unter anderem die Elektronikfertigung, Raumfahrtanwendungen, industrielle Prozesse und neue Energietechnologien. Diese Bereiche seien auf eine verlässliche Versorgung sowie auf stabile Logistik- und Infrastrukturlösungen angewiesen.

Die neue Verflüssigungsanlage soll über das regionale Wasserstoffnetz von Air Products versorgt werden. Dieses greift auf mehrere Wasserstoffquellen innerhalb des Rotterdamer Industrieclusters zurück. Flüssigwasserstoff lässt sich zudem über größere Distanzen transportieren. Dadurch soll die Anlage zusätzliche Versorgungsmöglichkeiten für Kunden in der Benelux-Region, in Frankreich, Deutschland und im Vereinigten Königreich schaffen.

Rotterdam als Wasserstoffstandort weiter gestärkt

Mit dem Ausbau der Flüssigwasserstoffkapazitäten sieht Air Products auch den Standort Rotterdam weiter gestärkt. Der Hafen gilt als einer der zentralen europäischen Knotenpunkte für Energie- und Wasserstoffinfrastruktur. Neben der industriellen Nachfrage spielen dabei auch bestehende Logistikstrukturen und politische Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle.

Boudewijn Siemons, CEO der Port of Rotterdam Authority, ordnet das Projekt entsprechend ein: „Als Europas größter Hafen und bedeutender Energie-Hub setzt sich Rotterdam dafür ein, die Entwicklung der europäischen Wasserstoffwirtschaft zu ermöglichen. Die Investition von Air Products stärkt die für die industrielle Dekarbonisierung erforderliche Infrastruktur und gewährleistet eine zuverlässige, lokal verfügbare Versorgung für Unternehmen in der gesamten Region.“

Langjährige Präsenz im Hafen von Rotterdam

Air Products ist seit Jahrzehnten im Hafen von Rotterdam aktiv. Mit der neuen Wasserstoffverflüssigungsanlage verfolgt das Unternehmen nach eigenen Angaben das Ziel, dort zu investieren, wo die Nachfrage konkret vorhanden ist und weiter wächst. Zugleich soll das Projekt bestehende Versorgungsstrukturen ergänzen und künftige Anwendungen in der Wasserstoffwirtschaft unterstützen.

(Quelle: Air Products)

Schlagworte

ElektronikfertigungEnergietechnologieFlüssigwasserstoffFlüssigwasserstoffproduktionIndustrielle ProzesseRaumfahrtanwendungenVerflüssigungsanlageWasserstoffWasserstoffinfrastrukturWasserstoffquellen

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