Trendthema
© stock.adobe.com/zapp2photo
27.06.2021

Podcast zu kollaborierenden Robotern

Podcast zu kollaborierenden Robotern

Sie stellen ein Bindeglied zwischen rein manuellen Arbeitsplätzen und Vollautomation dar: kollaborierende Robotersysteme, auch Cobots genannt. In einem je nach Kollaborationsart weitestgehend schutzzaunlosen Arbeitsumfeld übernehmen Beschäftigte und Roboter Tätigkeiten gemeinsam. Wie das konkret aussehen kann, welche Chancen sich daraus für den Arbeitsschutz ergeben und worauf beim sicheren Einsatz der Technologie geachtet werden sollte, erklärt Dr. Matthias Umbreit von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) in einer neuen Folge der Podcast-Reihe „Hör-Schutz“. Diese ist unter dem Titel „Kollaborierende Roboter – Chancen und Risiken für den Arbeitsschutz“ ab jetzt auf bghm.de/podcast zu finden.

Geeignete Schutzvorkehrungen

„Mit kollaborierenden Robotern besteht die Möglichkeit, Beschäftigte bei ihrer manuellen Tätigkeit zu unterstützen“, so Umbreit. Beispiel: Wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich immer wieder bücken muss, um ein Teil aus einer Kiste zu entnehmen, dann kann der kollaborierende Roboter diesen einen unergonomischen Schritt übernehmen und so für Entlastung bei den Beschäftigten sorgen.

Wie aber lassen sich kollaborierende Roboter sicher in den Arbeitsprozess integrieren? Während herkömmliche Industrieroboter die Beschäftigten zu ihrem Schutz mit Zäunen oder Lichtschranken abschirmen, kommen kollaborierende Roboter ohne Schutzzaun aus. Die Mitarbeitenden können also jederzeit in den Gefahrenbereich eingreifen. Das erfordert entsprechende Schutzvorkehrungen, um Unfälle zu verhindern. „Ein wesentlicher Punkt dabei ist, die Grenzwerte für Kraft und Druck einzuhalten, was letztlich auch die Geschwindigkeit der Roboter begrenzt“, erklärt Umbreit. Die BGHM forscht in diesem Bereich und unterstützt Unternehmen dabei, kollaborierende Roboter sicher einzusetzen. So hat beispielsweise das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung im Auftrag der BGHM eine webbasierte Planungshilfe entwickelt, die Anwenderinnen und Anwender für einen verbesserten Arbeitsschutz bei der sicheren und effizienten Auslegung ihrer kollaborativen Roboter unterstützt – den sogenannten Cobot-Planer. Was hinter dem Tool steckt und wo Umbreit kollaborierende Roboter in den nächsten zehn Jahren sieht, sind weitere Themen des Podcasts.

Die ganze Folge gibt es hier zu hören:

Zum Podcast

Hier geht’s zum kostenfreien Cobot-Planer.

(Quelle: Pressemitteilung der BGHM – Berufsgenossenschaft Holz und Metall)

Schlagworte

ArbeitsschutzCobotsKollaborative Roboter

Verwandte Artikel

16.02.2026

KI-basierte Werkerassistenz „Der schlaue Klaus“

Oft ist eine vollständige Automatisierung manueller Montageprozesse weder wirtschaftlich noch technisch sinnvoll. Hier setzt das kamerabasierte Werkerassistenzsystem „Der...

Arbeitsschutz Arbeitssicherheit Assistenzsysteme Automatisierung Bestückungssystem Digitale Prozesstechnik Digitalisierung KI Montage Montageautomatisierung Qulitätssicherung
Mehr erfahren
05.02.2026

Gesunde und sichere Arbeit macht Unternehmen attraktiver

Der neue iga.Report 49 der Initiative Gesundheit und Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Betrieblicher Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz und Arbeitgeberattrakti...

Arbeitgeber Arbeitsschutz DGUV Gesundheitsschutz Kommunikation Nachhaltigkeit Unfallversicherung
Mehr erfahren
03.02.2026

Ratgeber und Praxis-Tipps für Schweißanfänger

Für diejenigen, die das Schweißen für sich entdeckt haben, hilft dieser Leitfaden bei der Entscheidung, welches Schweißgerät das richtige sein könnte.

Arbeitsschutz Elektrodenschweißen MAG-Schweißen MIG Schweißen Persönliche Schutzausrüstung Schweißen Schweißgerät Schweißhelm WIG Schweißen
Mehr erfahren