Kommentar
Gerhard Alliger, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH - © DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH
05.07.2026

Qualitätsmanagement für zuverlässige PSA

Welche Rolle spielt das Qualitätsmanagement beim Umgang mit PSA (Persönliche Schutzausrüstung) und wie werden Betriebe dadurch entlastet? Im Interview mit Gerhard Alliger, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH.

Schutzkleidung stellt besondere Anforderungen an Betriebe. Denn mit der Anschaffung allein ist es nicht getan: Auch nach dem Tragen und nach wiederholten Wasch- und Pflegeprozessen muss die Schutzwirkung erhalten bleiben. Gleichzeitig sind Verantwortlichkeiten klar geregelt – von der Gefährdungsbeurteilung über die Einweisung der Beschäftigten bis hin zur fachgerechten Pflege und Aufbereitung. Im Interview spricht Gerhard Alliger darüber, weshalb professionell gemanagte Prozesse gerade bei PSA dabei eine zentrale Rolle spielen.

Herr Alliger, welchen Stellenwert hat das Thema PSA heute im DBL Mietservice?

Gerhard Alliger: PSA ist heute wichtiger denn je – und gleichzeitig komplexer in der Umsetzung. Unternehmen müssen unterschiedlichste Risiken absichern und dabei sicherstellen, dass Schutzkleidung jederzeit normgerecht und einsatzfähig ist. Genau hier setzen wir an: Unser Mietservice geht weit über die Bereitstellung hinaus. Wir sorgen dafür, dass die Kleidung über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg fachgerecht gepflegt wird und ihre Schutzwirkung zuverlässig behält. Das ist eine unserer zentralen Stärken.

Ist der Umgang mit Schutzkleidung heute anspruchsvoller geworden?

Ja, auf jeden Fall. Ein wesentlicher Grund ist, dass Schutzkleidung heute häufig mehrere Funktionen in einem Kleidungsstück vereint – etwa bei Multinormkleidung. Dadurch steigen die Anforderungen an Auswahl, Einsatz und Pflege deutlich. Gleichzeitig ist PSA kein gewöhnlicher Bekleidungsartikel, sondern ein sicherheitsrelevanter Bestandteil des Arbeitsschutzes. Entsprechend wichtig ist ein professionelles Management über den gesamten Nutzungszyklus hinweg.

Wie sichert die DBL ihr Qualitätsmanagement im Bereich PSA?

Wir sichern Qualität, indem wir mit klar definierten Prozessen, verbindlichen Verantwortlichkeiten und nachvollziehbaren Kontrollen arbeiten – von der Auswahl und Einrichtung über die fachgerechte Pflege und Prüfung bis hin zu Reparatur, Dokumentation und, wenn erforderlich, dem Austausch einzelner Teile. Unsere DBL Partnerbetriebe sind nach ISO 9001 zertifiziert oder befinden sich im entsprechenden Zertifizierungsprozess. Hinzu kommen – je nach Anforderung – weitere abgesicherte Standards, etwa RABC für hygienerelevante Prozesse. Für unsere Kunden ist das wichtig, weil Qualität damit nicht vom Einzelfall abhängt, sondern strukturiert organisiert und verlässlich nachvollziehbar wird.

Welche Rolle spielt die Dokumentation?

Sie ist die Grundlage für verlässliche Prozesse im Umgang mit PSA. Denn nur wenn alle Schritte klar definiert und nachvollziehbar sind, lässt sich die Schutzfunktion dauerhaft sicherstellen. Dazu gehören definierte Waschprogramme, regelmäßige Kontrollen, Mitarbeiterschulungen, Bearbeitungsvorgaben sowie dokumentierte Entscheidungen zu Reparatur oder Austausch. Unsere Kunden schätzen einen verlässlichen Partner, der diese Abläufe professionell steuert und transparent macht.

Wo beginnt die Verantwortung des Arbeitgebers – und wo die der DBL?

Die Grundlage ist immer die Gefährdungsbeurteilung im jeweiligen Betrieb. Der Arbeitgeber muss klären, welche Risiken an den Arbeitsplätzen bestehen und welche PSA erforderlich ist. Auf dieser Basis unterstützen wir bei der Auswahl geeigneter Lösungen. Der Arbeitgeber bleibt außerdem dafür verantwortlich, seine Mitarbeiter einzuweisen und auf den bestimmungsgemäßen Einsatz der PSA zu achten. Durch die professionellen Waschprozesse erhalten wir die normgerechten Schutzfunktionen der PSA langfristig. Gute PSA-Versorgung funktioniert deshalb immer im Zusammenspiel. Denn PSA kann nur schützen, wenn sie getragen wird. Zu unserem Service gehören Tragetests für die Mitarbeiter – und unser geschultes Anprobeteam stellt sicher, dass jeder Mitarbeiter die optimal passende Ausstattung erhält, in der er sich wohlfühlt und die er im Joballtag gerne trägt.

Was bedeutet das für Betriebe?

Vor allem Entlastung. Wer PSA professionell im Mietservice organisiert, reduziert interne Aufwände und minimiert Unsicherheiten im Umgang mit sicherheitsrelevanter Kleidung. Prozesse werden klar strukturiert, Verantwortlichkeiten hinsichtlich Pflege und Reparatur ausgelagert und die Einhaltung von Anforderungen zuverlässig sichergestellt. Für die Betriebe bedeutet das mehr Transparenz und die Gewissheit, dass ihre Schutzkleidung fachgerecht gemanagt wird – ohne zusätzlichen Organisationsaufwand im Tagesgeschäft.

(Quelle: DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH)

Schlagworte

ArbeitsschutzBerufskleidungMultinormkleidungPersönliche SchutzausrüstungPSAQualitätsmanagementSchutzkleidung

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