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© DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH
04.04.2025

Reparieren bringt’s!

Kleidung als schnelllebiges Wegwerfprodukt ist ein Auslaufmodell. Gerade hochwertige und aufwändig produzierte Arbeitskleidung sollte so lange wie möglich im Einsatz sein und gut gepflegt werden. Doch auch wenn qualitative  Berufskleidung für enorme Beanspruchung konzipiert wurde, geht im produktiven Arbeitsalltag von Handwerkern und Industriearbeitern unter mechanischen Einwirkungen schon mal etwas kaputt: Nähte reißen, Reißverschlüsse haken und Knöpfe lösen sich. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist reparieren hier die Lösung.

Der textile Mietdienstleister, der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH, zeigt wie das funktioniert. „Tatsächlich sind es oft ausgerissene Taschen, besonders beanspruchte Kniepartien, deren Stoff trotz Verstärkung Verschleißspuren aufzeigt oder ein Reißverschluss, der hakt“, weiß Thomas Krause von der DBL. Zum Geschäftsmodell des textilen Mietdienstleisters – ein Zusammenschluss von mittelständischen Familienunternehmen an 23 deutschlandweit gut verteilten Standorten mit kurzen Wegen – gehört nicht nur die individuelle Ausstattung diverser Branchen mit hochwertiger Berufskleidung, sondern auch deren fachgerechte Pflege und Reparatur für einen langfristigen Einsatz. Das ist im Sinne des nachhaltigen Mietkonzeptes. Für den DBL Experten ist dabei das Thema Reparaturfreundlichkeit der Berufskleidung eine Vorrausetzung. „Es beginnt schon in der Produktion der hochwertigen Berufskleidung. Die Konfektionäre mit denen wir arbeiten, verwenden beispielsweise eine sehr reparaturfreundliche Nähtechnik“ erläutert Thomas Krause. „So werden manuelle Arbeiten schnell und einfach durchgeführt. Das funktioniert dann auch bei eher komplizierten Angelegenheiten wie dem Reißverschluss.“

 

© Pixabay.com/OpenClipart-Vectors
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Reparaturfreundlichkeit heißt Nachhaltigkeit

Es geht zu einem der Konfektionäre, mit denen die DBL seit vielen Jahren kooperiert, zur Teamdress Stein Deutschland GmbH nach Hamburg. Worauf wird dort schon bei der Produktion Wert gelegt? „Zunächst verwenden wir ausschließlich Materialien und Zutaten, die vorab im Textilservice getestet wurden“, erklärt Corinna Horndahl, Geschäftsführung Leitung Produktmanagement beim Konfektionär Teamdress. „Bei der Auswahl achten wir auf hohe Qualität, also Langlebigkeit. Damit vermeiden wir einen frühzeitigen Austausch.“

Hier nennt sie konkrete Beispiele: „So wird etwa der Frontreißverschluss bei Jacken reparaturfreundlich eingesetzt. Diese Verarbeitung ist oft teurer als herkömmliche Verarbeitungen, macht den Austausch im Textilservice aber leichter und somit auf lange Sicht gesehen günstiger.“ Weitere Beispiele: Auch Reflexstreifen werden so angebracht, dass die Stellen für den Austausch gut zugänglich sind. Und Knietaschen werden meist nicht mit in die Seiten- und Schrittnähte gefasst, sodass sie für die Reparatur leicht abzutrennen sind.

Qualitätskontrolle im Mietservice

Wie sieht das Thema Reparatur von Workwear und normgerechter PSA im Mietservice der DBL konkret aus? Wird jeder Makel entdeckt? „Bei all unseren regionalen DBL Partnern wird nach jedem Waschvorgang eine sorgfältige Qualitätskontrolle durchgeführt – und bei Bedarf werden Kleidungsstücke dann repariert“, so Thomas Krause über das Prozedere in der Praxis. „Zudem stehen oft auch vorbeugende Ausbesserungsarbeiten an. Dadurch kommt es gar nicht erst zu größeren Reparaturen und die Lebensdauer des Textils steigt.“

Ist etwas kaputt, kommen im Mietservice Änderungsschneider zum Einsatz, die für eine fachgerechte Ausbesserung und Reparatur sorgen. Dazu erklärt Thomas Krause: „Das alles führen unsere Mitarbeiter mit Originalmaterialien – also Garn, Knöpfe, Reißverschlüsse – unter Berücksichtigung der Verarbeitungsweisen des Konfektionärs durch. So werden die Qualität und langfristige Haltbarkeit der Berufskleidung sichergestellt.“

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Der Nutzen für die Betriebe und deren Mitarbeiter liegt auf der Hand: Da muss niemand nach Feierabend noch Nadel und Faden in die Hand nehmen oder gar die Nähmaschine anmachen. „Das will heute auch keiner mehr“, so Thomas Krause und lacht. „Wir übernehmen das und machen den Betrieben den ordentlichen Auftritt wirklich leicht.“ Für einen unkomplizierten Ablauf stehen bei Mietdienstleistern, wie der DBL, digitale Service, wie die „Reparatur App“, zur Verfügung. „Damit können die Profis auch selbst schnell auf defekte Teile aufmerksam machen und wir übernehmen den Rest. Das sorgt für zufriedene Mitarbeiter, die sich um nichts mehr kümmern müssen.“

(Quelle: Pressemeldung DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH)

Schlagworte

NachhaltigkeitReparaturTextilien

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