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Die für den jeweiligen Strahlprozess idealen Verfahrensparameter werden einfach und intuitiv am Bedienpanel eingegeben. Bedienfehler sowie Fehlfunktionen und daraus resultierende, ungeplante Anlagenstillstände sind dadurch weitestgehend ausgeschlossen. - © Rösler
22.03.2024

Rösler PowerLine Valve – erste KI-basierte Strahlmittelregulierung

Rösler PowerLine Valve – erste KI-basierte Strahlmittelregulierung

Mit dem Rösler PowerLine Valve vereinfacht Rösler das Turbinenstrahlen. Der neu entwickelte, intelligente Muschelschieber sorgt dafür, dass die Strahlleistung bei unterschiedlichen Strahlanforderungen automatisch optimal gesteuert wird.Die Regelung erfolgt dabei unabhängig von der Turbinendrehzahl sowie ohne zeitaufwendiges manuelles Einstellen der Strahlmittelmenge. Fehlfunktionen und Bedienfehler werden dadurch weitestgehend ausgeschlossen und die Prozess- und Maschinensicherheit erhöht. Prozessoptimierung, Strahlmittelverbrauch und Energieeinsparung führen somit zu einer hohen Wirtschaftlichkeit des Strahlprozesses.

Die Turbinen sind das Herz einer Strahlanlage und haben maßgeblichen Einfluss auf die Strahlleistung, die Dauer eines Strahlprozesses und dessen Kosten. Um bei unterschiedlichen Strahlanforderungen einen jeweils optimalen Betrieb sicherzustellen, sind bei der Inbetriebnahme, der Erstellung eines bauteilspezifischen Strahlprogramms, einem Strahlmittelwechsel und einer Turbinenwartung bisher zeitintensive Einstellungen der Strahlmittelmenge erforderlich. Ein wesentlicher Parameter dabei ist die Drehzahl der Turbine: Wird diese - aus welchen Gründen auch immer - reduziert, hat dies Auswirkungen auf Stromaufnahme und Strahlmitteldurchsatz. Der neue, intelligente Muschelschieber von Rösler ermöglicht, dass die Strahlleistung unabhängig von der Turbinendrehzahl immer automatisch optimal eingestellt und geregelt wird. Das teils manuelle, fehleranfällige Verstellen des Muschelschiebers durch Drucktaster gehört damit der Vergangenheit an.

KI ermöglicht erste selbstlernende Strahlmittelregulierung

Grundlage für diese neue und zum Patent angemeldete Lösung ist ein Muschelschieber, der über Sensorik entsprechend der vorgegebenen Strahlmittelmenge automatisch positioniert wird. Für die Positionsberechnung wurde basierend auf den Parametern Leistungsaufnahme, Abwurfgeschwindigkeit und Strahlmittelmenge eine Routine entwickelt und programmiert. Die Software ermöglicht, dass beispielsweise über den Menüpunkt „Strahlmittelmenge einlernen“ innerhalb weniger Minuten für jede Turbine ein separates Regelungsdiagramm automatisch erstellt wird. Manuelle Eingriffe sind dabei nicht erforderlich. Die für den jeweiligen Strahlprozess optimalen Verfahrensparameter wie Abwurfgeschwindigkeit, Strahlmittelmenge oder Leistungsaufnahme können durch Mitarbeitende dann einfach und intuitiv über das Bedienpanel eingegeben werden. Dies ermöglicht, dass beispielsweise bei einer hohen Durchsatzanforderung mit einer höheren Strahlmittelmenge und Abwurfgeschwindigkeit gearbeitet wird. Ebenso ist es möglich, empfindliche Werkstücke mit der für eine anforderungsgerechte Bearbeitung geringstmöglichen Strahlmittelmenge und Abwurfgeschwindigkeit zu strahlen.

Beim neuen Rösler PowerLine Valve erfolgt die Positionierung des Muschelschiebers automatisch. Zeitaufwendiges, manuelles Justieren entfällt. - © Rösler
Beim neuen Rösler PowerLine Valve erfolgt die Positionierung des Muschelschiebers automatisch. Zeitaufwendiges, manuelles Justieren entfällt. © Rösler
Innerhalb weniger Minuten wird mittels der individuell anpassbaren Softwareroutine für jede Turbine ein separates Regelungsdiagramm ermittelt. - © Rösler
Innerhalb weniger Minuten wird mittels der individuell anpassbaren Softwareroutine für jede Turbine ein separates Regelungsdiagramm ermittelt. © Rösler
Schnellere, sicherere und energiesparendere Strahlprozesse

Im täglichen Betrieb sorgt das neue Rösler PowerLine Valve für deutlich schnellere Strahlprozesse. Das bisher übliche, langwierige manuelle Justieren am Muschelschieber entfällt. Fehlfunktionen und Bedienfehler sind weitestgehend ausgeschlossen und Strahlprozesse laufen sicher und reproduzierbar ab, ungeplante Anlagenstillstände werden dadurch vermieden. Gleichzeitig lassen sich mit der intelligenten Lösung Energieeinsparungen realisieren. Darüber hinaus können individuelle Strahlprogramme für neue Bauteile einfach erstellt und gespeichert werden. Ebenso ist es möglich, komplexe Strahlprozesse mit verschiedenen Strahlmittelmengen problemlos umzusetzen. Ein Beispiel dafür ist das Entsanden von Gussteilen, hier wird mit einer geringen Strahlmittelmenge begonnen und diese langsam erhöht. Dadurch kann sichergestellt werden, dass der eingetragene Sand gut und effektiv aus dem Strahlmittel entfernt und die Teile bedarfsgerecht gereinigt werden. Im Vergleich zu klassischen Prozessen beim Entsanden, bei denen die Turbinen üblicherweise nach und nach zugeschaltet werden, lässt sich die Taktzeit wesentlich verkürzen. Vorteile bietet das Rösler PowerLine Valve auch bei Shot Peening-Prozessen mit kurzen Taktzeiten, da die Einregelzeiten deutlich kürzer sind als mit klassischen Ventilen. Die automatische Überwachung und Dokumentation des Strahlmitteldurchsatzes bringen ein weiteres Plus. Dadurch kann einfach nachgewiesen werden, dass der Strahlprozess mit definierten Parametern erfolgt ist.

Das neue Rösler PowerLine Valve steht als Option zur Verfügung und ist auch bei der Anlagendigitalisierung im Rösler Smart Solutions Paket zubuchbar.

(Quelle: Pressemeldung Rösler)

Schlagworte

AnlagenBauteileDigitalisierungDruckKIMaschinenMaschinensicherheitOptimierungProzesseProzessoptimierungRauchSensorikStrahlmittelTIGWirtschaft

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