Trendthema
© stock.adobe.com/ipopba
19.04.2023

Start der nächsten Phase von Manufacturing-X

Start der nächsten Phase von Manufacturing-X

Gestern wurde in Anwesenheit von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf der Hannover Messe die nächste Phase der Initiative Manufacturing-X eingeleitet. Manufacturing-X hat das Ziel, durch die durchgängige Datenvernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligten Akteure die globale Vorreiterrolle der deutschen Industrie zu sichern.

Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg: „Die deutsche Industrie wird fit für die Datenökonomie. Mit Manufacturing-X wird die Idee, Unternehmen aus dem gesamten industriellen Sektor miteinander zu vernetzen, Realität. Bislang können Daten in einzelnen Unternehmen die Abläufe transparent machen, ein Datenaustausch zwischen Unternehmen findet aber nur punktuell statt und das Datenteilen entlang der Lieferkette gestaltet sich in der Praxis noch schwierig. Künftig wird mit Manufacturing-X das Datenteilen deutlich einfacher und es werden sich ganze Wertschöpfungsnetzwerke besser aufeinander abstimmen lassen. So können Unternehmen zum Beispiel auf Störungen in Lieferketten frühzeitig reagieren, die Produktion schneller anpassen und Lieferverzögerungen vermeiden. Gleichzeitig werden mit Manufacturing-X aber auch völlig neue, datenbasierte Geschäftsmodelle in der Industrie möglich.

Derzeit besteht bei der der Digitalisierung der Industrie noch Potenzial. Zwar sehen aktuell einer Bitkom-Umfrage zufolge rund die Hälfte (48 Prozent) der Industrieunternehmen die deutsche Industrie bei digitalen Innovationen an der Spitze oder als Vorreiter, aber rund jedes Fünfte (19 Prozent) verortet sie unter den Nachzüglern oder bereits abgeschlagen. Manufacturing-X ist aber nicht nur notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu erhalten und zu steigern. Manufacturing-X ist auch ein weiterer Schritt in Richtung einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft und nachhaltigeren Produktion – und kann damit einen bedeutenden Beitrag für das Erreichen der Klimaziele leisten. Wichtig ist nun, dass die Regierung auch die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellt und dass die Unternehmen die Möglichkeiten des zukünftigen Datenraums wirklich nutzen.“

Mit den Chancen von Manufacturing-X beschäftigt sich auch das gestern veröffentlichte Positionspapier „Manufacturing-X – Mögliche Anwendungen, Anforderungen und Akteure aus Sicht der Digitalwirtschaft“ des Bitkom. Es liefert unter anderem Antworten auf die Fragen: Welche Vorteile ergeben sich aus einer intelligent vernetzten Produktion? Welche rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Anforderungen gilt es zu bedenken? Was sind die nächsten Schritte auf dem Weg zum Datenökosystem Manufacturing-X?

Das Positionspapier ist nachfolgend kostenlos als Download erhältlich:

(Quelle: Presseinformation des Digitalverbandes Bitkom e.V.)

Schlagworte

DigitallisierungFertigungIndustrieIndustrie 4.0Industriestandort DeutschlandProduktionVernetzung

Verwandte Artikel

08.09.2026

Präzises Wasserstrahlschneiden auf der EuroBLECH 2026

Die Innomax AG, autorisierter Omax-Vertriebspartner für Deutschland, präsentiert auf der EuroBLECH 2026 modernste Abrasiv-Wasserstrahl-Schneid-Technologie mit dem Omax Op...

Abrasiv Fertigung Maschinenbau Plasmatechnologie Schneiden Schneidkopf Schnittkanten Schnittkantenqualität Wasserstrahlschneiden
Mehr erfahren
Gruppenfoto der Geschäftsführerkonferenz
06.09.2026

Geschäftsführerkonferenz des Bundesverbandes Metall

Austausch, Vernetzung und die zentralen Zukunftsthemen des Metallhandwerks standen im Mittelpunkt der Geschäftsführerkonferenz des Bundesverbandes Metall.

Bundesverband Metall Digitalisierung Geschäftsführerkonferenz Metallhandwerk Metallisieren Nachhaltigkeit Nachwuchsförderung Vernetzung Wirtschaft Wirtschaftspolitik
Mehr erfahren
v. l. n. r.: Lukas und Magnus Buske richten Plasmatreat mit einem erweiterten Produktportfolio auf zukünftige Anforderungen der industriellen Oberflächenbehandlung aus.
02.09.2026

Neue Führungsgeneration erweitert Technologieportfolio

Mit der Erweiterung des Technologieportfolios entwickeln Lukas und Magnus Buske gemeinsam mit ihren Teams das Angebot von Plasmatreat im Bereich der industriellen Oberflä...

Bauteile Beschichtung Forschung Industrie Niederdruck Oberflächenbehandlung Plasmatechnologie Prozessgase Serienfertigung
Mehr erfahren
Besuch im BFI-Technikum:  (v. l.) Dr. Matthias Kozariszczuk, Dipl.-Ing. Rainer Salomon, Dr. Klaus Wiener und Dipl.-Ing. Jens Jerzembeck.
DVS Group
31.08.2026

Mittel­stands­forschung braucht verläss­liche Rahmen­be­dingungen

Wie kommt Forschung tatsächlich in die industrielle Anwendung und wie können insbesondere mittelständische Unternehmen von neuen Technologien profitieren? Diese Fragen st...

DVS Förderprogramm Forschung Forschungsprojekte Forschungsvereinigung Gemeinschaftsforschung Industrie Industrielle Anwendungen Kreislaufwirtschaft Mittelstand Stahlindustrie Technologien
Mehr erfahren