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Verarbeitung von EEP-Bauteilen in der Automobilproduktion - © 3M Deutschland GmbH
17.04.2019

Ultraschallschweißen von EEP-Bauteilen

Expandierfähiges Polypropylen (EPP) ist ein stoßsicheres und elastisches Material, das  für den Leichtbau in der Automobilproduktion zunehmend populärer wird. Allerdings ist das zuverlässige Verkleben des Materials bisher sehr anspruchsvoll. Eine wirkungsvolle Lösung bietet das wiederlösbare Befestigungssystem 3M Dual Lock.

Das System besteht aus einem Polyolefinträger mit kleinen Halbkugelköpfen auf kurzen Stielen. Durch das Zusammendrücken beider Seiten entsteht ein stabiler, belastbarer und wiederlösbarer Verschluss.In Kombination mit einem neu entwickelten Ultraschallschweiß-Verfahren macht es das System möglich, EPP-Teile mit anderen Karosseriebauteilen gleichermaßen effizient und sicher zu verbinden.

Automatisierbarer Prozess

Von Vorteil ist, dass das Ultraschallschweißen automatisierbar und somit auch tauglich für die Großserienproduktion ist. In dem Prozess werden zunächst die EPP-Bauteile angefertigt, anschließend wird Dual Lock in passender Konfektionierung aufgebracht. Ein speziell entwickeltes Design der Sonotroden minimiert den Verlust an Öffnungskraft zwischen den Dual Lock-Teilen und sorgt somit für stabile, belastbare Verbindungen.

Eine hohe Flexibilität in der Serienproduktion ist ein weiterer Vorteil des Prozesses. So lassen sich etwa Formen oder Befestigungspunkte beliebig und schnell anpassen – anders beispielsweise als bei Verschraubungslösungen, die bei Veränderungen stets ein neues, kostenintensives Werkzeug erforderlich machen.

3M Dual Lock besteht aus einem Polyolefinträger mit kleinen Halbkugelköpfen auf kurzen Stielen. - © 3M Deutschland GmbH
3M Dual Lock besteht aus einem Polyolefinträger mit kleinen Halbkugelköpfen auf kurzen Stielen. © 3M Deutschland GmbH
Erste Serienanwendungen laufen an

Als typische Applikationsbeispiele für EPP-Bauteile und Dual Lock sind verschiedenste Fahrzeugbereiche vorstellbar, wie beispeilsweise Zierleisten, Anbauteile, Dachhimmel, Instrumententafeln oder Türverkleidungen. Insbesondere für Anbauteile und Abdeckungen im und am Fahrzeug sind bereits einige Anwendungen umgesetzt worden. Das sehr gute Preis-Nutzen-Verhältnis ebenso wie die Prozesssicherheit, die hohe Qualität und Flexibilität haben Automobilhersteller auf Anhieb überzeugt:  Erste Serienanwendungen mit dem vollautomatisierten Ultraschallschweiß-Vorgang werden noch 2019 anlaufen.

(Quelle: 3M-Presse-Information)

Schlagworte

AutomobilbauKunststoffeLeichtbauUltraschallschweißen

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