Wirtschaft
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03.10.2025

US-Zölle hinterlassen zunehmend Spuren

Das Auf und Ab im Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau hat sich auch im August fortgesetzt. In den ersten acht Monaten verbuchten die Unternehmen vier Mal einen Zuwachs und vier Mal sanken die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr. Der August enttäuschte die Erwartungen mit einem realen Orderminus von 7 %, wobei die Inlandsaufträge um 5 % unter Vorjahr lagen und die Auslandsbestellungen um 8 % schrumpften. Dabei zeigte sich eine sehr deutliche Spreizung: Während die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern um 12 % zulegen konnten, sanken die Orders aus dem Nicht-Euro-Ausland um 15 %.

„Hier dürfte auch die unberechenbare Zollpolitik der USA zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen geführt haben“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. „Diese Unsicherheit wird unsere Industrie auch in den kommenden Monaten belasten, was sich in unseren Prognosen widerspiegelt“, erläutert er.

Für 2025 hat der VDMA die reale Produktionsprognose von zuvor minus 2 % auf minus 5 % gesenkt. Für 2026 rechnen die VDMA-Volkswirte mit einem leichten Produktionszuwachs von real 1 %.

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt - © VDMA
VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt © VDMA

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonats-Zeitraum von Juni bis August 2025 verbuchten die Unternehmen insgesamt ein Orderminus von real 2 %. Dabei sanken die Inlandsbestellungen um 3 %, das Ausland verbuchte einen Rückgang von 2 %. Aus den Euro-Ländern kamen 9 % mehr Bestellungen, die Nicht-Euro-Länder verbuchten ein Minus von 6 %. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres (Januar bis August 2025) resultierte insgesamt noch ein leichtes Auftragsplus von real 1 %.

(Quelle: VDMA)

Schlagworte

AnlagenbauMaschinenbauZölleZollpolitik

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