Wirtschaft
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18.02.2026

Wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2026

Aktuelle Indikatoren deuten nach einer leichten Belebung im vierten Quartal 2025 auf eine fortgesetzte konjunkturelle Erholung zu Jahresbeginn hin: Die starke Zunahme der Industrieaufträge zum Jahresende spricht für eine allmähliche Belebung der industriellen Aktivität im weiteren Jahresverlauf. Die Unternehmensstimmung hat sich tendenziell aufgehellt, wenn auch ausgehend von einem niedrigen Niveau. Auf der Verbraucherseite verbesserte sich Konsumstimmung zuletzt schrittweise. Insgesamt mehren sich die Anzeichen, dass die bislang fragile konjunkturelle Erholung, auch getragen von der zunehmenden Nachfrage im Zuge der Beschaffungen im Verteidigungsbereich sowie des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität, an Stabilität gewinnt.

Produzierendes Gewerbe

Die Industriekonjunktur zeigt zum Jahresende ein uneinheitliches Bild: Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging – nach einer spürbaren Produktionsausweitung in den Vormonaten – mit -1,9 % deutlich zurück. Sowohl die Industrieproduktion als auch der Energiebereich haben sich spürbar abgeschwächt. Im Baugewerbe stieg die Produktion dagegen an. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nahmen dagegen im Dezember mit +7,8 % deutlich zu, getragen vor allem von inländischen Großaufträgen. Der Produktionsrückgang im Dezember ist daher eher als Atempause zu sehen.

Einzelhandel

Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (saisonbereinigt, ohne Kfz) sind im Dezember geringfügig um 0,1 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, nachdem der Novemberwert leicht nach unten revidiert wurde. Das Gesamtjahr 2025 schloss der Einzelhandel nach vorläufigen Zahlen – auch bedingt durch einen Sondereffekt - mit einem Plus von 2,7 % ab. Bei den PKW-Neuzulassungen durch Privatpersonen zeigt sich im Januar im Vormonatsvergleich ein Minus von 13,9 %; in der Dreimonatsbetrachtung ein Rückgang von 4,5 %. Das Stimmungsbild deutet am aktuellen Rand insgesamt auf eine leichte Aufhellung der Konsumentwicklung zum Jahresbeginn 2026 hin.

Inflationsrate

Die Inflation betrug im Januar 2026 2,1 % und lag damit etwas höher als noch im Dezember mit 1,8 %. Der Preisauftrieb geht weiter maßgeblich von Dienstleistungen aus, die die preisdämpfenden Effekte sinkender Energiepreise kompensieren. Dazu kommen wieder stärker gestiegene Nahrungsmittelpreise. Die Preisentwicklung bei Industriegütern blieb dagegen moderat. Insgesamt wird die Inflation weiter von binnenwirtschaftlichen Faktoren bestimmt, insb. von Löhnen und Kosten in Dienstleistungsbranchen wie Pflege, Gesundheit und sonstigen sozialen Dienstleistungen, während Importpreise und Energiepreise insgesamt weiterhin dämpfend wirken.

Arbeitslosigkeit

Im Januar stagnierte die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit, während die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember einen leichten Rückgang verzeichnete (-6 Tsd.). Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm im November etwas ab (-5 Tsd.). Angesichts weiterhin gedämpfter Frühindikatoren und des fortschreitenden demografischen Wandels bleibt der Arbeitsmarkt zu Jahresbeginn weiter ohne Dynamik.

Unternehmensinsolvenzen

Der IWH-Insolvenztrend für Personen- und Kapitalgesellschaften weist für Januar einen Rückgang von 8 % gegenüber dem Vormonat sowie einen Anstieg von 4 % gegenüber Januar 2025 aus.

In diesem Bericht werden Daten genutzt, die bis zum 13. Februar 2026 vorlagen. Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preis-, kalender- und saisonbereinigter Daten.

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Schlagworte

ArbeitsmarktInflationInsolvenzKonjunkturProduzierende Industrie

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