Wirtschaft
© pixabay.com/Gerd Altmann
01.04.2020

2 Milliarden Euro für Start-ups, junge Unternehmen und kleine Mittelständler

2 Milliarden Euro für Start-ups, junge Unternehmen und kleine Mittelständler

Im Zuge der Corona-Krise ergänzt die Bundesregierung die bereits bestehenden Unterstützungsprogramme um ein Maßnahmenpaket, das speziell auf die Bedürfnisse von Start-ups, jungen Technologieunternehmen und kleine Mittelstandsunternehmen zugeschnitten ist. 

Dazu Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Wir schaffen einen Start-up-Booster als Corona-Unterstützung für Start-ups, junge Technologieunternehmen und kleine Mittelständler im Umfang von 2 Milliarden Euro. Für diese jungen innovativen Unternehmen passen klassische Kreditinstrumente häufig nicht. Daher bieten wir ein maßgeschneidertes Unterstützungspaket an. Wir nehmen dafür rund 2 Milliarden Euro in die Hand und erweitern die Wagniskapitalfinanzierung, damit auch weiterhin Finanzierungsrunden für zukunftsträchtige innovative Start-ups aus Deutschland stattfinden können. Damit sichern wir Arbeitsplätze und Innovationen in Deutschland.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Start-ups sollen auch in der aktuellen Krise weiter erfolgreich an ihren Ideen basteln können. Deshalb werden wir Gründerinnen und Gründern jetzt schnell helfen. Mit einem 2-Milliarden-Euro-Hilfspaket sorgen wir dafür, dass diese innovative Wachstumsbranche mit vielen tausenden Beschäftigten gut durch die Krise kommt. Finanzierungsrunden können durch diese Hilfe weiterlaufen. Das ist wichtig, denn für eine gute Zukunft braucht Deutschland innovative Köpfe.“

Die Bundesregierung ergänzt damit die bereits bestehenden Unterstützungsprogramme um ein Maßnahmenpaket, das speziell auf die Bedürfnisse von Start-ups zugeschnitten ist. Start-ups haben darüber hinaus grundsätzlich auch Zugang zu allen Unterstützungsmaßnahmen des Corona-Hilfspakets. Jedoch passen klassische Kreditinstrumente häufig nicht auf die Bedürfnisse junger Start-ups.

Das Maßnahmenpaket umfasst insbesondere folgende Elemente, die schrittweise umgesetzt werden:
  • Öffentlichen Wagniskapitalinvestoren auf Dachfonds- und auf Fondsebene (zum Beispiel KfW Capital, Europäischer Investitionsfonds, High-Tech Gründerfonds, coparion) sollen kurzfristig zusätzliche öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, die im Rahmen der Ko-Investition zusammen mit privaten Investoren für Finanzierungsrunden von Start-ups eingesetzt werden können.
  • Die Dachfondsinvestoren KfW Capital und Europäischer Investitionsfonds (EIF) sollen perspektivisch mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln in die Lage versetzt werden, Anteile von ausfallenden Fondsinvestoren zu übernehmen.
  • Für junge Start-ups ohne Wagniskapitalgeber im Gesellschafterkreis und kleine Mittelständler soll die Finanzierung mit Wagniskapital und Eigenkapital-ersetzenden Finanzierungsformen erleichtert werden.

Parallel zur Umsetzung des Maßnahmenpakets stimmt die Bundesregierung weiter die Ausgestaltung des Zukunftsfonds für Start-ups ab, der mittelfristig den Weg aus der Krise unterstützen soll.

(Quelle: Gemeinsame Presseinformation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundesministeriums für Finanzen)

Schlagworte

Corona-HilfeCorona-KriseMittelstandStart-ups

Verwandte Artikel

13.04.2021

Mittelstand lehnt Testangebotspflicht in Unternehmen ab

Das Bundeskabinett hat die Einführung einer Angebotspflicht für Corona-Schnelltests in Betrieben auf den Weg gebracht. Für KMU fordert der DMB organisatorische und finanz...

Corona-Hilfe Corona-Krise KMU Mittelstand
Mehr erfahren
10.04.2021

Fachkräftemangel in der Rezession: geringer, aber nicht verschwunden

Mit dem Einbruch der Wirtschaftsleistung im letzten Jahr ist auch die Personalnachfrage der Unternehmen zurückgegangen. Die Fachkräfte-Engpässe sind weniger gravierend, b...

Arbeitsmarkt Betriebe Branche Corona-Krise Entwicklung Konjunktur Markt Personal Rezession Unternehmen Wirtschaft Wirtschaftliche Entwicklung
Mehr erfahren
Trotz verhaltener Erwartungen will die Automobilindustrie wieder mehr investieren.
05.04.2021

DIHK-Umfrage: Industrieunternehmen optimistischer als Gesamtwirtschaft

Die deutsche Industrie blickt wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft als noch im Herbst – das zeigt eine Sonderauswertung der jüngsten DIHK-Konjunkturumfrage.

Bruttoinlandsprodukt Corona-Krise Export Exporte Fahrzeugbau Handel Industrie Innovationen Konjunktur Mittelstand Trend Unternehmen Wirtschaft Wirtschaftliche Entwicklung
Mehr erfahren
04.04.2021

Vorläufige Jahreszahlen der gesetzlichen Unfallversicherung: Abbild der Corona-Krise

Die Corona-Krise spiegelt sich deutlich in den vorläufigen Arbeitsunfallzahlen wider, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgen...

Arbeitsschutz Beruf Betriebe Corona-Krise Homeoffice Recht Schutz Statistik Unfallversicherung Versicherung
Mehr erfahren
03.04.2021

Breiterer Schutzschirm für Ausbildungsplätze

Das Bundeskabinett hat im März die Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ gebilligt. Ziel ist es, die betriebliche Berufsausbi...

Ausbildung Auszubildende Beruf Betriebe Bildung Corona-Hilfe Corona-Krise Entwicklung Fachkräftequalifizierung Fachkräftesicherung Haften Information Messe Messen MMA Norm Rauch Richtlinie Schutz Unternehmen Vertrag Weiten Weiterbildung Wirtschaft Ziehen
Mehr erfahren