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11.06.2025

77 % der Deutschen befürworten Roboter am Arbeitsplatz

Die große Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland ist der Meinung, dass Roboter in der Fabrik die Wettbewerbsfähigkeit des Landes sichern. Drei Viertel sind überzeugt, dass Robotik dem Fachkräftemangel entgegenwirkt. Rund 80 Prozent wünschen sich, dass Roboter gefährliche, gesundheitsschädliche oder repetitive Tätigkeiten übernehmen. Zu diesen Ergebnissen kommt der automatica Trendindex 2025. Dafür wurden insgesamt 5.000 Beschäftigte in fünf Ländern repräsentativ befragt.

Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zählt zu dringendsten Aufgaben der neuen Bundesregierung. Die Industrie steht dabei im Fokus. China hat Deutschland im produzierenden Gewerbe bei der Roboterdichte inzwischen überholt und verdoppelte die Zahl der Roboter pro Fabrikarbeiter innerhalb von vier Jahren (2019-2023). Nach Angaben der International Federation of Robotics (IFR) liegt China mit 470 Einheiten pro 10.000 Arbeitnehmern seit 2023 weltweit auf Rang 3. Deutschland folgt mit 429 Einheiten nur noch auf Rang 4, Japan mit 419 Einheiten auf Rang 5.

Schmutzig, langweilig, gefährlich: Roboter übernehmen ungeliebte Jobs

Im Rahmen des automatica Trendindex wurden jeweils 1.000 Arbeitnehmer in Deutschland, Japan, China, USA und Großbritannien befragt. Demnach erwarten in Deutschland rund drei Viertel der Befragten, dass Roboter dabei helfen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Industrieproduktion im eigenen Land zu halten. Noch stärker ist hier laut Trendindex die Zustimmung in China: Rund 80 Prozent der Befragten erkennen diese positiven Effekte für die heimische Industrie. In den USA sind es dagegen nur zwei Drittel.

Der automatica Trendindex wurde von der Leitmesse für intelligente Automation und Robotik automatica 2025 der Messe München mit Unterstützung eines professionellen Marktforschungsinstituts durchgeführt. - © Messe München
Der automatica Trendindex wurde von der Leitmesse für intelligente Automation und Robotik automatica 2025 der Messe München mit Unterstützung eines professionellen Marktforschungsinstituts durchgeführt. © Messe München
Roboter helfen gegen Fachkräftemangel

Ein weiterer wichtiger Treiber für Automation ist der Fachkräftemangel. Dass Robotik hier eine Lösung bietet, erwartet 75 Prozent. Besonders hohe Zustimmungswerte verzeichnet der automatica Trendindex bei der Frage, ob Robotik und Automation die Zukunft der Arbeit verbessert: Die große Mehrheit will Robotern schmutzige, langweilige und gefährliche Aufgaben in der Fabrik überlassen: 85 Prozent glaubt, dass Roboter das Verletzungsrisiko bei gefährlichen Tätigkeiten verringern. 84 Prozent sehen Roboter für den Umgang mit kritischen Materialien als wichtige Lösung. Dass Roboter am Arbeitsplatz älteren Menschen ermöglichen, länger im Beruf zu bleiben, erwarten 70 Prozent der Befragten.

automatica 2025: Lösungen für den Mittelstand

„Robotik und Automation bieten großes Potential, weil sie einerseits im Kampf gegen den Fachkräftemangel helfen und andererseits die Arbeitsqualität erhöhen, indem sie unangenehme Tätigkeiten übernehmen“, sagt Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender des VDMA-Fachverband Robotik + Automation. „Gleichzeitig ist der Einstieg in die Industrie-Robotik für Unternehmen einfacher als je zuvor. Roboter machen rasante technologische Fortschritte in puncto Usability und werden in naher Zukunft genauso einfach zu bedienen und einzurichten sein wie Smartphones und Co.“ Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München, betont, dass Robotik und Automation keine Jobkiller seien, sondern vielmehr Arbeitsplätze sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie stärken. „Die deutsche Industrie steht vor vielfältigen Herausforderungen. Rund 750 Aussteller aus etwa 40 Ländern präsentieren in sechs Messehallen passende Lösungen“, so Dr. Pfeiffer. „Als international führender Marktplatz für automatisierte und intelligente Produktion ist die automatica die ideale Plattform, um Wissen auszutauschen und neue Impulse zu gewinnen.“

(Quelle: Messe München GmbH)

Schlagworte

AutomaticaAutomationMittelstandRoboterWettbewerbsfähigkeit

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