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13.08.2025

Argon in der Schweißtechnik

In der Metallverarbeitung ist Argon als Schutzgas unverzichtbar. Bei Schweißverfahren wie WIG (TIG) und MIG/MAG schützt das Edelgas die Schweißnaht vor der reaktionsfreudigen Umgebungsluft und gewährleistet hochwertige Verbindungen. Argon ist inert, reagiert also auch bei hohen Temperaturen nicht, und bildet die Basis nahezu aller Schutzgasmischungen. Beim Metall-Inertgas-Schweißen (MIG) und Metall-Aktivgas-Schweißen (MAG) besteht das Schutzgas größtenteils aus Argon, dem je nach Anwendungsfall geringe Anteile CO₂ oder O₂ beigemischt werden. Argon zu bestellen ist daher in zahlreichen Qualitäten möglich, abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzbereich.
 
Einsatz in WIG- und MIG/MAG-Verfahren
Argon sorgt für eine stabile Lichtbogenatmosphäre und schützt das Schmelzbad zuverlässig. Ohne Schutzgas würden Sauerstoff, Stickstoff und Wasserdampf aus der Umgebungsluft mit dem flüssigen Metall reagieren und die Schweißnaht spröde machen. Bei MIG/MAG ist Argon mit einem Anteil zwischen etwa 70 und 95 Prozent Hauptbestandteil der Gasgemische. Reines Argon wird beim WIG-Schweißen oder in Kombination mit Helium verwendet, wenn höhere Temperaturen und eine bessere Wärmeeinbringung notwendig sind. Für einfache Schweißungen an Baustahl genügt oft Argon in technischer Qualität. In High-End-Branchen sind jedoch Reinheitsnachweise und Rückverfolgbarkeit Pflicht. Daher stellen viele Anbieter Analysezertifikate aus, die die Reinheit der Gasfüllung bestätigen.
 
„In der Schweißtechnik entscheidet die Qualität des Gases mit über die Qualität der Naht“, erklärt Johannes Partz, Geschäftsführer der Lindenfield GmbH. „Gasido vernetzt Schweißbetriebe mit leistungsfähigen Partnern, die zuverlässig liefern und die Anforderungen an Reinheit und Dokumentation erfüllen. Dadurch machen wir hochwertige Versorgung auch für kleinere Anwender zugänglich.“
 
Flexible Versorgungsformen für jeden Bedarf
Die Wahl des Versorgungssystems richtet sich nach dem Gasverbrauch. Kleinere Werkstätten greifen zu Einzel-Argongasflaschen, während Betriebe mit hohem Bedarf auf das Argon Bündel setzen. Ein solches Bündel besteht aus 12-16 verbundenen Flaschen bei 200-300 bar. Dies spart Zeit beim Wechsel und erhöht die Prozesssicherheit. Für industrielle Anwendungen mit kontinuierlichem Verbrauch bieten sich stationäre Tanksysteme an. Ein Kohlendioxid Gastank oder ein Argon Gastank wird in solchen Fällen direkt auf dem Betriebsgelände installiert. Das Gas wird darin kryogen bei etwa minus 186 Grad Celsius gelagert und bedarfsgerecht verdampft. 
 
Gasido als zuverlässiger Partner für Schutzgase
Gasido bietet als unabhängige Plattform maßgeschneiderte Versorgungslösungen für Betriebe jeder Größe. Ob einzelne Flaschen für gelegentliche Schweißarbeiten, Argon Bündel für kontinuierliche Anwendungen oder ein Stickstoff Gastank für den kombinierten Betrieb mit Sauerstoff Bündel, über Gasido erhalten Nutzer passende Angebote direkt von zertifizierten Fachanbietern. Über die Plattform lassen sich ebenso Argon bestellen, technische Gase wie Stickstoff oder Helium kaufen.
 
(Quelle: Lindenfield GmbH)

Schlagworte

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