Wirtschaft
© pixabay.com
14.07.2024

Branchen Holz und Metall: Weniger Arbeitsunfälle trotz herausfordernder Zeiten

Branchen Holz und Metall: Weniger Arbeitsunfälle trotz herausfordernder Zeiten

2023 war für die deutsche Wirtschaft erneut ein herausforderndes Jahr. Das prognostizierte wirtschaftliche Wachstum fiel am Ende aus. Hinzu kam, dass viele Industrien sich wandeln müssen, hin zu noch mehr Digitalisierung, zu grünen Technologien und zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz. All das hatte spürbare Auswirkungen – auch auf die Branchen Holz und Metall. Kriege und Krisen brachten zusätzlich geopolitischen und gesellschaftlichen Zündstoff mit sich. „Trotz oder gerade wegen dieser Herausforderungen ist es immens wichtig, dass Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz als stabile Werte weit oben auf der Prioritätenliste in Unternehmen stehen“, sagt Christian Heck, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM). Tatsächlich gelang es den Holz- und Metallbetrieben in Deutschland, die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 1,8 Prozent auf 123.707 zu senken. Diese und weitere Statistiken sowie einen Überblick über ihre Präventionsangebote und Rehabilitations-Leistungen hat die BGHM in ihrem Jahresbericht 2023 veröffentlicht.

Prävention leben, Beschäftigte schützen

„Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben in unseren über 250.000 Mitgliedsunternehmen bereits ein hohes Niveau erreicht. Davon konnten sich unsere Aufsichtspersonen bei den von ihnen im Jahr 2023 geleisteten mehr als 61.000 Betriebsbesuchen in über 51.000 Betrieben erneut überzeugen“, so Heck. Die BGHM unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen und die mehr als fünf Millionen Versicherten, die dort beschäftigt sind, dabei, den Arbeitsschutz im Blick zu behalten. Sie profitieren unter anderem von Beratung, Qualifizierung sowie Lern- und Lehrangeboten.

Zu den im Berichtsjahr 2023 gestarteten Präventionsangeboten gehören zum Beispiel E-Learnings mit aktiver und damit nachhaltiger Teilnahme etwa zu den Themen Asbest oder zum sicheren Begehen von Dächern. Auch die Forschungsaktivitäten in BGHM-Mitgliedsbetrieben sind ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Die Ergebnisse dienen unter anderem dazu, Präventionsmaßnahmen zu entwickeln oder auch das gehäufte Auftreten von Erkrankungen in bestimmten Personengruppen zu klären und Ursachenzusammenhänge aufzudecken. Die Aufsichtspersonen der BGHM kennen die praxisrelevanten Forschungsergebnisse und tragen sie in die Unternehmen. Außerdem fließen sie unter anderem in gesetzliche Regelungen und Normen ein.

Individuelle Rehabilitation für bestmögliche Genesung

Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall oder bei einer Berufskrankheit wird ein individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmtes Reha- beziehungsweise Berufskrankheiten-Management in Gang gesetzt. Fast 600 Millionen Euro hat die BGHM im Jahr 2023 beispielsweise für Heilbehandlungen ausgegeben. Ziel ist es, die Gesundheit der Betroffenen so weit wie möglich wiederherzustellen und damit die Teilhabe am Arbeits- und am sozialen Leben zu fördern. Welche Leistungen hier möglich sind, wird in dem Jahresberichts-Beitrag über Lukas Zaunbrecher deutlich: Nach einem schweren Unfall auf dem Weg zu seinem Ausbildungsbetrieb, den er als 16-Jähriger erleben musste, kämpft er sich zurück ins Leben. Die BGHM unterstützt ihn dabei mit allen geeigneten Mitteln – unter anderem mit einem Hausumbau mit Außenaufzug.
„Schwerpunkt des Handelns in Betrieben als auch bei der BGHM muss die Prävention bleiben. Nur so kann es uns gelingen, auch 2024 den Schutz der Beschäftigten weiter zu verbessern“, so Heck abschließend.

Den Jahresbericht der BGHM können Sie hier herunterladen:

Bericht herunterladen

(Quelle: Presseinformation der BGHM Berufsgenossenschaft Holz und Metall)

Schlagworte

ArbeitsschutzArbeitssicherheitArbeitsunfälleE-LearningGesundheitsschutzMetallbranche

Verwandte Artikel

12.06.2026

Energiesparende Module reduzieren Betriebskosten bei Absaug- und Filteranlagen

ULT hat die Nennleistung seiner Absaug- und Filteranlagen der Baureihen ULT 200.1 und LAS 260.1 mit MD.20-Gebläse von 0,9 auf 0,75 kW reduziert und erzielt damit Energie...

Absauganlagen Arbeitssicherheit Energieffizienz Filteranlagen Gesundheitsschutz Laserrauch Laserstaub Lötrauch
Mehr erfahren
10.06.2026

SKS Welding Systems optimiert globale ERP-Prozesse mit Proalpha

Wie SKS Welding Systems mit Proalpha ERP weltweite Geschäftsprozesse, Datenströme, Fertigung, Analytics und Service zentral steuert – inklusive Releasewechsel auf Proalph...

Anlagen Anlagenbau Arbeitssicherheit Datenanalyse DIN ERP Gefahrstoffmanagement Lichtbogen Maschinen- und Anlagenbau MIG Report Service TIG TWI Welding Welding Systems Zulieferindustrie
Mehr erfahren
05.06.2026

Viele Gäste bei xFume-Day von Abicor Binzel

Am 20. Mai 2026 öffnete Abicor Binzel in Buseck seine Türen und Tore, um Händler und direkte Anwender über professionelle Schweißrauchabsaugung zu informieren.

Absaugbrenner Arbeitsschutz Arbeitssicherheit Brennerintegrierte Schweißrauchabsaugung Gesundheitsschutz Schweißbrenner Schweißen Schweißrauchabsaugung
Mehr erfahren
Die Flow Europe GmbH bringt mit der NX Pro ab sofort ein Wasser-strahlschneidystem der neuen Generation nach Europa .
04.06.2026

Wasserstrahlschneidsystem mit vollautomatisiertem Abrasivrecycling

Durch das vollautomatische Abrasivrecycling des neuen Wasserstrahlschneidystem NX pro von Flow Europe GmbH halbiert sich der Verbrauch von Granatschneidmittel.

Abrasivrecycling Arbeitssicherheit Granatschneidmittel Produktivität Recycling Schneiden Schneidmittel Wasserstrahlschneiden
Mehr erfahren