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© Fraunhofer EMFT / Bernd Müller
14.02.2026

Christoph Kutter ist neuer Präsident des VDE

Neuer Präsident des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. ist Prof. Dr. Christoph Kutter. Der Direktor des Fraunhofer EMFT übernimmt das Amt des bisherigen VDE Präsidenten Alf Hendryk Wulf, dessen Stellvertreter er in den vergangenen zwei Jahren bereits war.
 
„Der VDE steht für eine zukunftszugewandte Technikfreundlichkeit, die wir neu und sichtbar mit Leben füllen wollen“, sagt Christoph Kutter. „Unsere Begeisterung für Elektro- und Informationstechnik ist der Motor, der Ingenieurinnen und Ingenieure seit über 125 Jahren antreibt – und genau diese Leidenschaft möchte ich stärken und in die Gesellschaft tragen."
 
Junge Menschen im Fokus
Zu den Schwerpunkten seiner Amtszeit sagt Kutter: „Ein besonderer Fokus liegt für mich darauf, junge Menschen für den VDE zu gewinnen und sie langfristig zu begleiten – vom Studium über den Berufseinstieg bis in die Phase der eigenen fachlichen Entfaltung. Wir wollen der Ort sein, an dem technische Neugier, verantwortungsvolle Innovation und persönliches Wachstum zusammenkommen.“
Christoph Kutter ist seit Juli 2012 Direktor des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Mikrosysteme und Festkörper-Technologien (EMFT), einem Institut der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD). Seine Schwerpunkte dort sind Siliziumtechnologien, MEMS (Micro-Electro-Mechanical Systems), flexible Elektronik, Biosystemintegration und heterogene Integration verschiedener Festkörpertechnologien. Daneben hat er die Professur für Polytronische Systeme an der Universität der Bundeswehr München inne. Von 1995 bis 2012 war Christoph Kutter in verschiedenen Führungspositionen bei der Infineon Technologies AG und der Siemens AG tätig, unter anderem als Leiter der Entwicklung von Kommunikationsprodukten, der Chipkarte und der zentralen Forschung. Christoph Kutter war verantwortlich für mehrere zentrale Verbesserungsprojekte zur Steigerung der Effizienz in Forschung und Entwicklung sowie für die Leitung der unternehmensweiten Innovationsinitiative. Von 1990 bis 1995 arbeitete Christoph Kutter als Forschungswissenschaftler im Hochmagnetfeldlabor (Max-Planck-Institut für Festkörperphysik) in Grenoble, Frankreich.
 
Christoph Kutter studierte Physik an der Technischen Universität München und promovierte zum Dr. rer. nat. an der Universität Konstanz. Christoph Kutter ist Mitglied von acatech und der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW). Seit 2024 war er stellvertretender VDE Präsident.
 
Augenmerk auf Mikroelektronik der Zukunft
Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte möchte Christoph Kutter auch als Präsident des VDE voranbringen: „Das Augenmerk in meiner Präsidentschaft wird auf der Mikroelektronik der Zukunft liegen“, sagt er. „Der VDE stellt die Mikroelektronik als strategische Schlüsseltechnologie immer schon in den Vordergrund. Sie ist das Nervensystem der Digitalisierung, der Energiewende und der Mobilität von morgen. Deutschland und Europa brauchen hier Stärke, Souveränität und Mut – und der VDE wird seinen Beitrag leisten, diese Zukunft aktiv mitzugestalten.“
 
Christoph Kutters Vorgänger als VDE Präsident, Alf Hendryk Wulf, ist zugleich sein Nachfolger als stellvertretender VDE Präsident. Wulf ist Aufsichtsrat und Beirat in verschiedenen Unternehmen der IT, Telekommunikation, Software, Elektrotechnik, Energie- und Rohstoff-Branche. Nach dem Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität München begann er 1991 seine berufliche Tätigkeit bei der Alcatel SEL AG, wo er 2003 zum Mitglied des Vorstandes berufen wurde und 2009 den Vorstandsvorsitz übernahm. 2012 wechselte er zur Alstom Deutschland AG, 2015 zur GE Power AG, jeweils als Vorsitzender des Vorstandes. Er leitet das Hi-Tech-Netzwerk BWCon in Baden-Württemberg und ist Mitglied des Beirates der Goethe-Gesellschaft in Weimar. Nach einer ersten Amtszeit 2011 und 2012 war Wulf seit 2023 zum zweiten Mal VDE Präsident.
 
(Quelle: VDE)

Schlagworte

DigitalisierungElektrotechnikEnergiewendeForschungFraunhoferInformationstechnikIngenieurMikroelektronikMINTVDE

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