Unternehmen
Frank Aehlen (Vorstandsvorsitzender), Thomas Jehle (Leitung Werksplanung und Instandhaltung), Heiko Maier (Vorstand), Paul Happle (Geschäftsleitung Produktion Pressfabrikate) (v.l.n.r.). - © AWW
19.01.2021

Erfolgreich durch die Krise: AWW handelt zukunftsorientiert

Erfolgreich durch die Krise: AWW handelt zukunftsorientiert

Trotz der Corona-Pandemie setzen die Aluminium-Werke Wutöschingen die erste Phase ihres Großprojektes AWW 2025 erfolgreich um und kündigen nach Inbetriebnahme der neuen 45MN Strangpresslinie weitere Investitionen in ihren Standort am Hochrhein an.

Die Aluminium-Werke Wutöschingen (AWW) haben den ersten Teil ihres millionenschweren Investitionsprogramms AWW 2025 erfolgreich abgeschlossen. Nach plangemäßer Inbetriebnahme der neuen Systemkomponenten Logistikhalle im Frühling 2020 wurde die neue 45 Meganewton (MN) Strangpresslinie Mitte November 2020 angefahren. AWW ist mit seinen über 500 Mitarbeitern Vorreiter in der Entwicklung und Herstellung hochwertiger, innovativer Aluminium-Lösungen aus einer Hand. „Mit der zukunftsweisenden Investition in eine moderne, energieeffiziente Strangpresslinie und in die Erweiterung der Weiterverarbeitungs- und Logistik-Kapazitäten minimieren wir unseren Ressourceneinsatz und eröffnen unseren Kunden neue Möglichkeiten für die Entwicklung und Fertigung materialeinsatzoptimierter Leichtbaulösungen“, betont der Vorstandsvorsitzende Frank Aehlen.

Mit dem Großprojekt AWW 2025 hebt das Unternehmen sein Engagement für eine nachhaltige, ressourcenschonende Produktion auf die nächste Stufe und gibt in schwierigen Zeiten – ganz im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens – ein weiteres, starkes Bekenntnis zum Standort Deutschland und Wutöschingen ab.

Das Familienunternehmen AWW entwickelt und fertigt seit über hundert Jahren innovative Aluminiumprodukte für unterschiedliche Abnehmerindustrien im In- und Ausland. - ©  AWW
Das Familienunternehmen AWW entwickelt und fertigt seit über hundert Jahren innovative Aluminiumprodukte für unterschiedliche Abnehmerindustrien im In- und Ausland. © AWW

Das Familienunternehmen entwickelt und fertigt seit über hundert Jahren innovative Aluminiumprodukte für unterschiedliche Abnehmerindustrien im In- und Ausland. Neben den Kernmärkten Bauindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik, Medizintechnik und Mobilitätsanwendungen setzt AWW vor allem auf Lösungen für Zukunftstechnologien, die zum Beispiel in der Elektromobilität angewandt werden.

Das neue Presswerk ist laut des Vorstandsvorsitzenden Frank Aehlen das „neue Herz und Taktgeber“ des integrierten Werksverbundes. Durch das neue Werkslayout kann AWW Synergien fördern und innerbetriebliche Logistikprozesse optimieren. Mit der neuen Pressenlinie wird AWW dem Bedarf an kundenindividuellen Leichtbau-Lösungen mit niedrigstem Materialeinsatz gerecht – unter anderem dank einer deutlich höheren spezifischen Presskraft und einer weiteren Auffächerung des hauseigenen Legierungsspektrums.

AWW umfasst mit zwei Gießereien, einer Butzenfertigung, Strangpresskapazitäten sowie Möglichkeiten zur mechanischen Weiterverarbeitung und Oberflächenveredelung die gesamte Aluminium-Wertschöpfungskette; vom hocheffizienten Recycling bis zu fertigen Komponenten.

Frank Aehlen (Vorstandsvorsitzender), Thomas Jehle (Leitung Werksplanung und Instandhaltung), Heiko Maier (Vorstand), Paul Happle (Geschäftsleitung Produktion Pressfabrikate) (v.l.n.r.). - © AWW
Frank Aehlen (Vorstandsvorsitzender), Thomas Jehle (Leitung Werksplanung und Instandhaltung), Heiko Maier (Vorstand), Paul Happle (Geschäftsleitung Produktion Pressfabrikate) (v.l.n.r.). © AWW

Die offizielle Inbetriebnahme der Strangpresslinie fand im kleinen Kreis statt, da AWW seit März strenge Corona-Maßnahmen befolgt. Die Einweihungsfeier musste auf das kommende Jahr verschoben werden. Vorstandsvorsitzender Frank Aehlen würdigte die herausragenden Leistungen der Belegschaft und Projektteilnehmer, die das Projekt unter den aktuellen Bedingungen diszipliniert und fristgerecht zum Erfolg geführt haben. Er dankte auch den beteiligten Fremdfirmen. „Bei einem solchen Großprojekt zählt die Leistung jedes Einzelnen, genauso wie das reibungslose Zusammenspiel aller. Wir haben bei diesem Projekt fast ausschließlich auf langjährig bewährte Partner gesetzt. Das hat sich über den gesamten Projektverlauf ausgezahlt, nicht zuletzt in der aktuellen Krisensituation. Daher bedanken wir uns herzlich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre Verlässlichkeit.“

Aehlen betont, dass die neue Strangpresslinie ein wesentlicher Baustein des Zukunftsprojektes AWW 2025 ist: „Wir freuen uns über den erreichten Zwischenerfolg – und auf die nächsten Schritte. Wir werden das Projekt AWW 2025 in den kommenden Jahren stufenweise weiterentwickeln.“

Als nächster Meilenstein soll nun eine weitere Investition in die Optimierung der Bolzengießerei folgen; das Projekt umfasst eine neue Gießanlage und die Verbesserung von Betriebsabläufen in der eigenen Bolzengießerei. „Wir investieren in eine moderne Produktion hochwertiger Pressbolzen, die hauptsächlich aus Recycling-Material gefertigt werden. So setzen wir unsere Nachhaltigkeits- und Technologie-Strategie konsequent fort und stärken unsere metallurgische Kernkompetenz“, stellt Aehlen heraus. Die Kunden profitieren dadurch von einer hohen Qualität und stabilen In-House-Wertschöpfungsketten sowie niedrigsten CO2-Emissionen.

Aluminium ist ein umweltschonender Werkstoff, der fast ohne Qualitätsverlust endlos recycelt werden kann. - © AWW
Aluminium ist ein umweltschonender Werkstoff, der fast ohne Qualitätsverlust endlos recycelt werden kann. © AWW

Nachhaltiges Wirtschaften bringt AWW, seinen Kunden und auch der Umwelt große Vorteile: Aluminium ist ein umweltschonender Werkstoff, der fast ohne Qualitätsverlust endlos recycelt werden kann. AWW hat seine Recycling-Kompetenz kontinuierlich ausgebaut und erreicht etwa bei der eigenen Pressbolzenherstellung Quoten von 95 – 100 Prozent. „Mit dem Investitionsprogramm AWW 2025 schließen wir Material-Kreisläufe vor Ort und zu unseren Kunden auf kürzestem Weg. So erreichen wir eine noch höhere Wertschöpfungstiefe und Anwendungsbreite, die sich für unsere Kunden u.a. durch eine noch höhere Liefersicherheit auszahlt“, so Aehlen.

Bis 2025 wird der nächste Quantensprung zum integrierten, hochmodernen Aluminiumwerk abgeschlossen sein, erklärt der Vorstandsvorsitzende die Zukunftsvision des mittelständischen Familienunternehmens in der 5. Generation.

(Quelle: Presseinformation des Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie e. V. (GDA))

Schlagworte

AluminiumAluminiumbearbeitungBauindustrieElektrotechnikLeichtbauMaschinenbau

Verwandte Artikel

02.03.2021

Maschinen- und Anlagenbau verbucht zweistelliges Produktionsminus

Im Krisenjahr 2020 ist die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau nach vorläufigen Berechnungen um real 12,1 Prozent gesunken, gab der VDMA bekannt. Das war das schlecht...

Anlagenbau Konjunktur Maschinenbau Produktion
Mehr erfahren
Um eine schnelle Bearbeitung zu erreichen, sind Bewegungen zu minimieren. Dies wird durch eine Strahlteilung erreicht. Bei dieser Anordnung wird mit 4 Optiken gleichzeitig geschweißt, was wesentlich schneller geht, als die Schweißstellen nacheinander anzufahren.
25.02.2021

E-Mobilität: Kein Lithiumbrand durch Wärmeeintrag

Das Laserschweißen bildet für Bearbeitungsverfahren im Rahmen der E-Mobilität wie das Rotorschweißen oder die Batteriefertigung aufgrund der berührungslosen und präzisen...

Aluminium E-Mobilität Fügetechnik Kupfer Laserschweißen Rotorschweißen Schweißen Schweißtechnik
Mehr erfahren
Der schmale Grat entsteht, wenn Aluminium während der Umformung in Werkzeug-Spalte gepresst wird.
16.02.2021

Flittergrat vermeiden: IPH und Otto Fuchs entwickeln Dichtungskonzept

Wie lässt sich der störende Flittergrat beim Präzisionsschmieden von Aluminium vermeiden? Wissenschaftler und ein Schmiedeunternehmen untersuchen, welche Prozessparameter...

Aluminium Schmieden Spanen Stahl Umformen
Mehr erfahren
12.02.2021

Die Finalisten des KUKA Innovation Award 2021

Die Finalisten des KUKA Innovation Award 2021 stehen fest. Fünf Teams konnten die internationale Jury mit ihren Robotik- Konzepten zum Thema KI überzeugen. Auf den Gewinn...

Automation Automobilindustrie Bauindustrie Fertigungstechnik KI Kollaborative Roboter Monatge Robotik
Mehr erfahren
Viele technische Unternehmen beantragen die Forschungszulage zu zögerlich.
04.02.2021

Industrie profitiert von der Forschungszulage

Nicht jedes Unternehmen hat eine Forschungsabteilung, aber jedes Industrieunternehmen in Deutschland kann von der Forschungszulage (FZulG) profitieren. Die steuerliche Fo...

Anlagenbau Entwicklung Industrie 4.0 Innovationen Konstruktion Maschinenbau Prototypen Werkzeugbau
Mehr erfahren