Wirtschaft
© pixabay.com/Foto-Rabe
14.10.2021

Erweiterte Effizienzförderung für die Wirtschaft

Erweiterte Effizienzförderung für die Wirtschaft

Am 1. November 2021 treten zwei neue Förderrichtlinien des Bundeswirtschaftsministeriums in Kraft. Beide Förderrichtlinien verbessern und erweitern die Effizienzförderung für die Wirtschaft und passen so die Förderung an die gestiegenen energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung an. Neben Energieeffizienz wird künftig auch Ressourceneffizienz gefördert. Zudem werden die Förderbedingungen vor allem für Klein- und Mittelständler verbessert. Konkret geht es um die Förderrichtlinien „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ sowie „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz – Förderwettbewerb“.

Bis zum Jahr 2045 will Deutschland Treibhausgasneutralität erreichen. Dafür brauchen wir eine energieeffiziente Wirtschaft und eine Senkung des Primärenergieverbrauchs unserer Volkswirtschaft. Die aktuelle „Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft“ (kurz: EEW) ist das zentrale Förderprogramm des BMWi zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie. Mit mittlerweile über 10.000 Anträgen pro Jahr hat sich die EEW seit Einführung in 2019 als erfolgreiches Förderprogramm für Energieeffizienz und erneuerbare Prozesswärme etabliert. Aufgrund des gestiegenen Ambitionsniveaus, insbesondere im Rahmen des Klimaschutzgesetztes, wird die EEW jetzt novelliert und erweitert. Erstmals werden auch Maßnahmen im Bereich Ressourceneffizienz gefördert – weshalb das Programm in „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (EEW) umbenannt wird.

Studien zeigen, dass durch den effizienteren Einsatz von Ressourcen ein enormes Potential zur Reduktion von Emissionen und Energieverbräuchen liegt. Die neue EEW hebt dieses Potential. Unter dem neuen Fördergegenstand Ressourceneffizienz sind erstmalig u.a. Investitionen in Anlagen förderfähig, die zu einem geringeren Material-verbrauch (z.B. Stahl) führen sowie Anlagen zur Herstellung und betriebsinternen Verwendung eines Rezyklats.

Zur Unterstützung von Unternehmen bei der Planung und Umsetzung der eigenen Transformation hin zur Klimaneutralität, wird als weiterer neuer Fördergegenstand die Erstellung von Transformationskonzepten gefördert. Darüber können sich Unternehmen auch eine CO2-Bilanzierung und -zertifizierung fördern lassen. Erheblich verbessert wurden auch die Förderbedingungen in anderen Bereichen des Programms. So wird die Förderquote für Maßnahmen zur außerbetrieblichen Abwärmenutzung um 10 Prozentpunkte erhöht.

Auch die zweite Förderrichtlinie „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz – Förderwettbewerb“ wird deutlich erweitert. Die maximale Förderquote wird von 50 Prozent auf 60 Prozent angehoben und auch das Rundenbudget deutlich erhöht. Weitere Verbesserungen, wie ein erleichterter Zugang zur Förderung im Bereich Digitalisierung, Energie- und Ressourceneffizienz und bessere Förderbedingungen für Projekte zur Reduktion des Stromverbrauchs ermöglichen zusätzliche CO2-Einsparungen.

Anträge auf Förderung können ab dem 1. November beim BAFA für die Zuschussvariante bzw. der KfW für die Kreditvariante mit Tilgungszuschuss gestellt werden. Anträge auf Förderung im Förderwettbewerb und für Transformationskonzepte können ebenfalls ab dem 1. November beim VDI/VDE IT gestellt werden.

(Quelle: Presseinformation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie)

Schlagworte

EnergieeffizienzEnergiewendeKlimawandelRessourceneffizienzRessourcenschonung

Verwandte Artikel

18.10.2026

PFAS-freie Antihaft-Beschichtungen für das Kunststoffschweißen

PFAS-frei, verschleißfest und energieeffizient: Mit dem neuen Forschungsprojekt „PTFE-Sub“ entwickeln das Kunststoff-Zentrum SKZ und Innovent innovative Sol-Gel-Beschicht...

Energieeffizienz Fügen von Kunststoffen Heizelementstumpfschweißen Joining Plastics JP Kunststoffschweißen PFAS-frei PTFE Recycling Schweißen
Mehr erfahren
04.10.2026

Mehr Innovation, weniger Abhängigkeit durch Circular Economy

Nordrhein-Westfalen will Drehscheibe für Circular Economy in Europa werden. Schon jetzt arbeiten mehr als 240.000 Menschen in der Kreislaufwirtschaft. Die Landesregierung...

Circular Economy Klimaschutz Kreislaufwirtschaft Kreislaufwirtschaftsstrategie Kritische Rohstoffe Maschinen- und Anlagenbau NRW Recycling Resilienz Ressourcenschonung Rohstoffe Wertschöpfung Wettbewerbsfähigkeit
Mehr erfahren
Prof. Dr. Gernot Hochleitner hat seit April 2026 die Professur für ressourceneffiziente Produkt- und Prozessentwicklung an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena inne. Zuvor leitete er am SKZ die Forschungsgruppe thermische Fügetechnologien mit Schwerpunkt auf Kunststoffschweißverfahren und Direktfügen.
01.10.2026

Nachhaltige Kunststofffügetechnik an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) stärkt Forschung und Lehre rund um ressourceneffiziente Produktionsprozesse und nachhaltige Kunststofftechnik. Seit dem 1. April...

Fügen von Kunststoffen Joining Plastics JP Kunststoffe Kunststofffügen Leichtbau Nachhaltigkeit Polymere Produktionskreislauf Produktionsprozesse Ressourceneffizienz Rezyklate
Mehr erfahren
21.09.2026

500. Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk ist gestartet

Die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) erreicht mit der Anmeldung ihres 500. Netzwerks einen wichtigen Meilenstein. Deutschlandweit sind inzwi...

Energieeffizienz Energiewende Innovation Klimaneutralität Klimaschutz Netzwerk Wettbewerbsfähigkeit
Mehr erfahren
01.09.2026

EuroBLECH 2026: Tickets ab sofort verfügbar

Die Weltleitmesse für Blechbearbeitung öffnet vom 20. bis 23. Oktober 2026 in Hannover ihre Tore. Fachbesucher können sich bereits jetzt ihr Ticket sichern.

Automatisierung Blechbearbeitung Künstliche Intelligenz Luft- und Raumfahrt Oberflächenbearbeitung Ressourceneffizienz Schneidtechnik Schweißtechnik Smarte Produktion Umformtechnik Verteidigungsindustrie
Mehr erfahren