Die toolcraft AG erweitert ihr Leistungsfeld im Bereich Präzisionsbauteile und Fertigungstechnologien und entwickelt bestehende Prozesse weiter. Ergänzend nutzt das Unternehmen verschiedene Füge- und Schweißverfahren, um auch bei anspruchsvollen Werkstoffen, komplexen Geometrien und hohen Qualitätsanforderungen geeignete Lösungen umzusetzen.
Präzise Verbindungstechnologien
Beim Rührreibschweißen (Friction Stir Welding, FSW) wird mit einem rotierenden Werkzeug Reibungswärme erzeugt, sodass das Material ohne Aufschmelzen plastisch verformt werden kann. Dadurch entstehen stoffschlüssige Verbindungen mit hoher Festigkeit, insbesondere bei Aluminium- und Leichtmetalllegierungen. Das Verfahren kann Verzug verringern und die Mikrostruktur günstig beeinflussen.
Das WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgasschweißen) nutzt einen kontrollierten Lichtbogenprozess zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück. Mit oder ohne Zusatzwerkstoff entstehen saubere, spritzerarme Schweißnähte, die sich für Sichtnähte und anspruchsvolle Werkstoffe eignen. Durch die gezielte Wärmeeinbringung kann Verzug minimiert werden.
Beim additiven Auftragschweißen nutzt toolcraft das LMD-Verfahren (Laser Metal Deposition). Hierbei schmilzt ein fokussierter Laserstrahl die Oberfläche gezielt auf, während Metallpulver zugeführt wird. Dadurchassen sich Verbindungen herstellen, Material auftragen oder Reparaturen durchführen – mit geringer Wärmeeinbringung, hoher Präzision, geringer Verformung und guter Automatisierbarkeit, zum Beispiel für komplexe Serienbauteile.
Das Vakuumlöten ergänzt das Leistungsspektrum: Bauteile werden im Vakuumofen gleichmäßig erhitzt, das Lot schmilzt und benetzt die Fugen vollständig. So entstehen feste, dichte und oxidarme Verbindungen ohne Flussmittelrückstände. Das Verfahren eignet sich besonders für komplexe Geometrien, Materialkombinationen und Bauteile mit geringen Verformungstoleranzen.
Zertifizierte Verfahren sichern Qualität und Sicherheit
Damit kann toolcraft unterschiedliche Werkstoffe verarbeiten, etwa Stahl- und Nickelbasislegierungen, Aluminiumlegierungen sowie Kupfer- und Edelstahlkombinationen. Zudem sind die Verfahren in die gesamte Fertigungskette eingebunden. Die Prozesse sind nach DIN EN ISO 3834-2 und DIN 2303 zertifiziert und sollen eine gleichbleibende Qualität und Sicherheit gewährleisten. In Kombination mit additiven Fertigungstechniken können sich Möglichkeiten ergeben, um Fertigungszeiten zu verkürzen, Materialkosten zu senken und Qualitätsanforderungen zuverlässig einzuhalten.
(Quelle: toolcraft AG)
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