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Blick auf die Schweißanlage von Steigerwald Strahltechnik bei CERN - © CERN, Schweiz
04.03.2026

Lieferung einer Hochpräzisions-Schweißanlage an Forschungszentrum

Das Forschungszentrum CERN in Genf nutzt künftig eine hochpräzise Elektronenstrahl-Schweißanlage von Steigerwald Strahltechnik GmbH, ein Unternehmen der Global Beam Technologies AG. Die Anlage wird zur Fertigung von Vakuumrohren aus Beryllium eingesetzt, die im weltgrößten Teilchenbeschleuniger – dem Large Hadron Collider (LHC) – verbaut werden.

Hohe Anforderungen an Vakuumrohre im LHC

Im LHC kollidieren Protonenstrahlen mit nahezu Lichtgeschwindigkei, um die grundlegenden Bausteine der Materie zu erforschen. Damit die dabei entstehenden Teilchen möglichst störungsfrei in die Detektoren gelangen, sind spezielle Anforderungen an die Konstruktion und das Material der Vakuumrohre gestellt. Dafür wird Beryllium eingesetzt – ein seltenes Leichtmetall, das sich durch geringe Dichte, hohe Festigkeit, besondere Strahlungstransparenz und Wärmeleitfähigkeit auszeichnet.

Aufbau eigener Fertigung für Beryllium-Vakuumrohre

Nachdem der bisher weltweit einzige Zulieferer für Beryllium-Vakuumrohre die Fertigung 2023 eingestellt hatte, entschied CERN, die Produktion künftig in einem eigenen Technikum in Prévessin (Frankreich) zu übernehmen. Dafür wurde eine Elektronenstrahl-Schweißanlage benötigt, die präzise, prozesssicher und flexibel arbeitet. Diese Anlage wurde von Steigerwald Strahltechnik geliefert.

Die Anlage ist Teil des Aufbaus von Produktionskompetenzen vor Ort. Ziel ist es, bis 2026 die ersten Rohre für die Experimente ALICE, ATLAS und CMS herzustellen. Sie sind wichtige Komponenten des geplanten HL-LHC-Upgrades (High-Luminosity LHC), das die Kollisionsrate der Teilchenstrahlen erhöhen und damit weitere Untersuchungen in der Teilchenphysik unterstützen soll.

Die präzise Schweißanlage von Steigerwald Strahltechnik im Einsatz bei CERN zur Fertigung von Beryllium-Vakuumrohren für den LHC. - © CERN, Schweiz
Die präzise Schweißanlage von Steigerwald Strahltechnik im Einsatz bei CERN zur Fertigung von Beryllium-Vakuumrohren für den LHC. © CERN, Schweiz
Elektronenstrahltechnik als Schlüsseltechnologie

Durch eine kontaktlose Bedienung, die hohe Schweißpräzision im Submillimeterbereich und die Möglichkeit, auch reaktive oder toxische Materialien wie Beryllium unter Hochvakuum zu verarbeiten, gilt die Elektronenstrahl-Schweißtechnik zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien in der Hochtechnologie-Fertigung.

Steigerwald Strahltechnik arbeitet weltweit mit Industrieunternehmen sowie wissenschaftlichen Großforschungseinrichtungen zusammen. „Wir sind stolz, dass unsere Technologie in einem Projekt von solcher Tragweite eine zentrale Rolle spielt“, so Marco Wittig, Vertriebsleiter Steigerwald Strahltechnik. „Dieses Projekt zeigt exemplarisch, wie deutsches Maschinenbau-Know-how Forschung und Innovation weltweit befördert.“

(Quelle: Steigerwald Strahltechnik GmbH)

Schlagworte

BerylliumElektronenstrahlschweißenHochtechnologienHochvakuumSchlüsseltechnologienSchweißanlageSchweißenTeilchenbeschleuniger

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