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Am 18. März 2025 wurde auf dem Friction Welding Symposium der siebte „raiser Innovationspreis für Reibschweißen“verliehen. - © Klaus Raiser GmbH & Co. KG
23.03.2025

Konzept für hochfeste Aluminiumverbindungen ausgezeichnet

Dr. Elmar Raiser, Geschäftsführer der Klaus Raiser GmbH & Co. KG, verlieh auf dem Friction Welding Symposium an der Hochschule Magdeburg-Stendal den siebten „raiser Innovationspreis für Reibschweißen“. Die Auszeichnung erhielt Dominik Walz von der Staatlichen Materialprüfungsanstalt (MPA) der Universität Stuttgart für seine Forschungsarbeit zur Herstellung von hochfesten Aluminiumverbindungen in der Karosseriemontage mittels robotergeführter Rührreibschweißzange.

Im Fokus des „raiser Innovationspreises für Reibschweißen“, der alle zwei Jahre verliehen wird, stehen grundsätzliche Forschungsarbeiten rund um das Thema Reibschweißen, die vermutlich weitere Entwicklungen oder Anwendungsbereiche zur Folge haben. Damit wird der Wissenstransfer und die Entwicklung in dieser Schlüsseltechnologie weiter vorangetrieben. Die ausgezeichneten Forschungsarbeiten leisten einen bedeutenden Beitrag zur Zukunft der Fügetechnik und ebnen den Weg für neue industrielle Anwendungen. Für die siebte Verleihung wurden sieben Arbeiten aus Indien, Deutschland und Österreich eingereicht. Überzeugt hat die vierköpfige Jury, die sich aus namhaften Fachleuten aus Industrie und Forschung zusammensetzt, schließlich der zukunftweisende Beitrag von Dominik Walz von der Staatlichen Materialprüfungsanstalt (MPA) der Universität Stuttgart. Darin stellt er ein neues Konzept zur Herstellung hochfester Aluminiumverbindungen in der Karosseriemontage mittels robotergeführter Rührreibschweißzange („A new concept for producing high strength aluminum line-joints in car body assembly by robot guided friction stir welding gun“) vor.

Zukunftsweisende Fügetechnik für die Fahrzeugmontage

Die Automobilbranche steht vor großen Herausforderungen: Fahrzeuge sollen leichter werden, um Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu verbessern, ohne dabei an Stabilität und Sicherheit zu verlieren. Hochfeste Aluminiumlegierungen sind hier eine vielversprechende Lösung. Sie müssen miteinander und gegebenenfalls mit anderen Metallen kombiniert werden, ohne ihre hervorragenden Festigkeitseigenschaften zu verlieren. „Die ausgezeichnete Forschungsarbeit von Dominik Walz und dem MPA liefert eine wegweisende Antwort auf die Anforderungen: Das entwickelte Verfahrenskonzept für eine neuartige robotergeführte Rührreibschweißzange ermöglicht es, hochfeste und gekrümmte Schweißnähte effizient und ohne den Einsatz bauteilspezifischer Ambosse zu realisieren. Im Gegensatz zu bisher üblichen Methoden werden die Prozesskräfte vollständig innerhalb der Schweißzange kompensiert. Damit wird das Schweißen hochfester Aluminiumverbindungen präziser, flexibler und wirtschaftlicher“, beschreibt Dr. Elmar Raiser die prämierte Arbeit.

Die Sieger-Trophäe und den mit 2.000 Euro dotierten Preis nahm der Preisträger am 18. März 2025 auf dem Friction Welding Symposium an der Hochschule Magdeburg-Stendal entgegen. 

Am 18. März 2025 wurde auf dem Friction Welding Symposium der siebte „raiser Innovationspreis für Reibschweißen“verliehen (von links): Stephan Kallee (Alustir), Ludwig Appel, Dr. Zina Kallien (Zweitplatzierte), Dominik Walz (Preisträger), Prof. Dr. Frank Trommer (Hochschule Magdeburg) und Dr. Elmar Raiser (Klaus Raiser GmbH & Co. KG). - © Klaus Raiser GmbH & Co. KG
Am 18. März 2025 wurde auf dem Friction Welding Symposium der siebte „raiser Innovationspreis für Reibschweißen“verliehen (von links): Stephan Kallee (Alustir), Ludwig Appel, Dr. Zina Kallien (Zweitplatzierte), Dominik Walz (Preisträger), Prof. Dr. Frank Trommer (Hochschule Magdeburg) und Dr. Elmar Raiser (Klaus Raiser GmbH & Co. KG). © Klaus Raiser GmbH & Co. KG
Treffpunkt für die Zukunft des Reibschweißens

Das 2025 zum zweiten Mal veranstaltete Symposium ist ein hervorragendes Forum für die Preisverleihung. Experten aus Wissenschaft und Industrie tauschten sich über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Rotationsreibschweißen und Rührreibschweißen aus und diskutierten neue industrielle Anwendungsfelder. Die praxisnahen Vorträge und die lebhaften Diskussionen machten die Veranstaltung zu einem wichtigen Treffpunkt für die Fachwelt.

Neben Dominik Walz, der seine prämierte Arbeit vorstellte, kam auch die Zeitplatzierte des „raiser Innovationspreises für Reibschweißen“ mit ihrem eingereichten Beitrag („Investigation of friction surfacing of an Al-Mg alloy in view of solid-state additive manufacturing“) zu Wort. Dr. Zina Kallien vom Helmholtz-Zentrum Hereon, Geesthacht, Institut für Material- und Prozessdesign, Abt. Festphase-Werkstoff-Processing, präsentierte in einem Fachvortrag ihre Erkenntnisse zum Thema „3D-Druck ohne Schmelzen: Additive Fertigung mittels Reibauftragschweißen“. Ihr Ansatz zeigt das Potenzial des Reibauftragschweißens als innovative Methode für den schmelzfreien 3D-Druck. Dies könnte zukünftig neue Wege für die additive Fertigung und Materialverarbeitung eröffnen.

(Quelle: Pressemeldung Klaus Raiser GmbH & Co. KG)

 

Schlagworte

AluminiumverbindungenInnovationspreisReibschweißenRührreibschweißenSchlüsseltechnologienSchweißzangen

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