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V.l.n.r.: Mathias Dietel (IBM Deutschland und Vorstandsmitglied des VDMA Software und Digitalisierung), Prof. Claus Oetter (Geschäftsführer des VDMA Software und Digitalisierung und Leiter der VDMA-Abteilung Informatik), Dr. Markus Baldinger (Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei PÖTTINGER Landtechnik und Vorstandsvorsitzender des VDMA Österreich), Georg C. Priesner (Geschäftsführer des VDMA Österreich). - © VDMA Österreich/Jana Madzigon
11.10.2023

Maschinen- und Anlagenbau auf dem Weg zur vernetzten Produktion

Maschinen- und Anlagenbau auf dem Weg zur vernetzten Produktion

Digitalisierung ist im Maschinen- und Anlagenbau ein entscheidender Schlüssel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und damit auch des Wohlstands in Europa. Für eine erfolgreiche digitale Transformation brauchen Unternehmen eine klare Strategie mit Fokus auf Technologieoffenheit und Kundennutzen. Wie es geht, zeigte der VDMA-Kongress „Digital Solutions für den Maschinen- und Anlagenbau“ in Wien.

Europas Industrie muss sich in einem immer volatiler werdenden wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Intelligente und vernetzte Produktionsprozesse sind auch im Mittelstand gefordert, digitale Technologien bieten dafür neue Möglichkeiten. Allerdings erfordert die digitale Transformation einen tiefgreifenden Mentalitätswandel, auch und insbesondere im mittelständisch geprägten Maschinenbau. Wie der Weg zu einer vernetzten Produktion in der Praxis aussehen kann, war Thema des zweiten VDMA-Kongresses „Digital Solutions für den Maschinen- und Anlagenbau“ am 5. und 6. Oktober in Wien.

Dort zeigte der VDMA Österreich gemeinsam mit dem VDMA Software und Digitalisierung erfolgreiche Praxisbeispiele der digitalen Transformation von Maschinen- und Anlagenbaufirmen. Mehr als 110 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, sowie Vertriebs- und Digitalisierungsverantwortliche aus fünf Ländern profitierten von neun Praxisvorträgen und einer Podiumsdiskussion zur Bedeutung der Digitalisierung für den Maschinenbau. „Digitalisierung ist nie fertig, es wird immer neue Technologien und Strategien geben. Deshalb gilt es, stets am Ball zu bleiben“, sagte Prof. Claus Oetter, Geschäftsführer VDMA Software und Digitalisierung und Leiter der VDMA-Abteilung Informatik. „Durch die zunehmende Digitalisierung wird es immer wichtiger, Technologien gemeinsam zu betrachten (wie Web 3.0, Metaverse, KI oder Blockchain), da sich diese gegenseitig befruchten und zu neuen digitalen Geschäftsmodellen der Zukunft führen“, ergänzte Prof. Oetter.

Über 110 Fach- und Führungskräfte trafen sich zum VDMA-Kongress „Digital Solutions für den Maschinen- und Anlagenbau“ am 5. und 6. Oktober 2023 in Wien. - © VDMA Österreich/Jana Madzigon
Über 110 Fach- und Führungskräfte trafen sich zum VDMA-Kongress „Digital Solutions für den Maschinen- und Anlagenbau“ am 5. und 6. Oktober 2023 in Wien. © VDMA Österreich/Jana Madzigon

Mathias Dietel, IBM Deutschland und Vorstandsmitglied des VDMA Software und Digitalisierung, unterstreicht: „Daten sind von zentraler Bedeutung, weil sie die Grundlage für die Optimierung von Produktion, Qualitätssicherung und innovativen Geschäftsmodellen bilden.“ Hinzu kommt die wachsende Notwendigkeit, den im Unternehmen vorhandenen Datenschatz sinnvoll einzusetzen. Dr. Markus Baldinger, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei PÖTTINGER Landtechnik und Vorstandsvorsitzender des VDMA Österreich, betonte: „Ein hoher Digitalisierungsgrad im Maschinenbau ist Voraussetzung für erfolgreiches Datenmanagement und Wachstum. Der zweite VDMA-Kongress Digital Solutions bietet uns Maschinenbau-Unternehmen eine hervorragende Gelegenheit für einen Austausch auf Augenhöhe mit Lösungspartnern aus der Softwarebranche.“

Digitalisierung in allen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus

Zu den Kernfragen des Kongresses zählte, wie Maschinen- und Anlagenbauer die digitale Transformation im eigenen Unternehmen schnell und kosteneffizient bewältigen können. Im Fokus war auch, wie die Unternehmen digitale Technologien und neue Geschäftsmodelle mit ihren bewährten Produktionspraktiken verbinden können, ohne dass dabei die Unternehmens-DNA verloren.

Antworten dazu gaben Experten von ENGEL AUSTRIA, IBM Deutschland, PÖTTINGER Landtechnik, STIWA, TRUMPF, Voith Group, Doppelmayr Seilbahnen mit ICMS, KRAL mit COSMO CONSULT, Röchling Industrial mit K-Businesscom sowie ANDRITZ mit Industrie Informatik. In ihren Ausführungen spannten sie einen Bogen über die unterschiedlichsten Bereiche des Maschinen- und Anlagenbaus in Österreich und Deutschland. Dementsprechend groß war die Vielfalt der vorgestellten Fallbeispiele und Lösungen. Die Themen reichten von der Zukunft intelligenter Kunststoffe im Maschinenbau über ein Full Scope MES und eine digitale Lights-out Production bis hin zur cloud-gestützten Betriebs- und Prozessoptimierung.
„Das europäische Netzwerk des größten Industrieverbandes Europas mit 3600 Mitgliedsunternehmen aus 23 Ländern wächst stark“, sagte Georg C. Priesner, Geschäftsführer des VDMA Österreich. „Alleine in Österreich konnten wir in den ersten zehn Monaten 2023 eine Rekordzahl von 5400 Teilnehmenden bei 74 Veranstaltungen begrüßen. Der zweite Kongress „Digital Solutions für den Maschinen- und Anlagenbau“ ist dabei die größte Präsenzveranstaltung des VDMA in Österreich.“

(Quelle: Presseinformation des VDMA e.V.)

Schlagworte

AnlagenbauDigitalisierungIndustrie 4.0MaschinenbauVernetzte Produktion

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