Wirtschaft
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02.03.2021

Maschinen- und Anlagenbau verbucht zweistelliges Produktionsminus

Maschinen- und Anlagenbau verbucht zweistelliges Produktionsminus

Im Krisenjahr 2020 ist die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau nach vorläufigen Berechnungen um real 12,1 Prozent gesunken, gab der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bekannt. Das war das schlechteste Ergebnis seit der Finanzkrise des Jahres 2009. Damals verbuchte der Maschinen- und Anlagenbau ein Produktionsminus von knapp 25 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet der VDMA mit einem realen Produktionszuwachs von vier Prozent, ausgehend von dem niedrigen Niveau des Vorjahres.

In einer Blitzumfrage des VDMA von Anfang Januar 2021 zeigen sich die Maschinenbaufirmen vorsichtig positiv, trotz der Umsatzeinbrüche. Vier von fünf der 575 befragten Unternehmen schlossen das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang ab. Immerhin ist der Anteil der Firmen, die ein Minus vermeiden konnten, seit Ende September von 13 auf 21 Prozent gestiegen. Auf Basis der Umsatzzahlen 2020 melden 42 Prozent der Unternehmen Umsatzeinbußen in Höhe von 10 bis 30 Prozent. Anfang Juli 2020 erwarteten noch 54 Prozent der Betriebe einen Umsatzrückgang in dieser Größenordnung.

Die Auftragslage hat sich in den vergangenen Monaten sukzessive verbessert. Aktuell berichten noch 14 Prozent der Unternehmen von gravierenden Auftragseinbußen. Im September des vergangenen Jahres lag dieser Wert doppelt so hoch. Insgesamt sind die Unternehmen auch etwas optimistischer für die Entwicklung der Auftragslage in den nächsten drei Monaten. 23 Prozent der Unternehmen erwarten, dass sich die nachfrageseitige Entspannung fortsetzen wird (September 2020: 20 Prozent). 13 Prozent glauben dagegen an eine Verschärfung der Auftragslage in den kommenden Monaten (September 2020: 17 Prozent).

Laut Umfrage sehen sich immer noch 88 Prozent der Unternehmen durch Reise- oder Aufenthaltsbeschränkungen beeinträchtigt. 79 Prozent der Befragten bewerten die mangelnde Planbarkeit als problematisch. Nicht zuletzt geraten auch die Lieferketten wieder unter Druck. Im vergangenen Herbst berichteten 10 Prozent der Unternehmen von merklichen oder gravierenden Beeinträchtigungen in ihren Lieferketten. Nun melden dies mit 20 Prozent doppelt so viele Unternehmen.

Trotz der Schwierigkeiten sind viele Unternehmen zuversichtlich, die Folgen der Pandemie Schritt für Schritt überwinden zu können. Etwa drei von vier Unternehmen rechnen mit einem Umsatzwachstum. Fast jedes zweite Unternehmen stuft ein Plus zwischen 0 und 10 Prozent als realistisch ein. Je 43 Prozent der Unternehmen erwarten Fortschritte insbesondere auf den Absatzmärkten China und Nordamerika. Auf dem Absatzmarkt China halten sogar weitere 14 Prozent der Unternehmen eine deutliche Verbesserung für möglich.

(Quelle: AUMA/VDMA)

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AnlagenbauKonjunkturMaschinenbauProduktion

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