Handwerk
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23.06.2026

Mehr Jugendliche entscheiden sich fürs Handwerk

Das Handwerk wird für junge Menschen zunehmend attraktiver: Bis Ende Mai registrierte die Handwerkskammer Konstanz 759 neue Ausbildungsverträge. Damit liegt die Zahl der Verträge um mehr als 100 über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Berufswahl mit sicherem Boden

„Diese Entwicklung freut mich natürlich“, sagt Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz. „Viele junge Menschen fragen sich ja gerade: Was macht mir Spaß und gibt mir Halt? Wo werde ich gebraucht? Das Handwerk kann darauf eine klare Antwort geben. Wer ein Handwerk lernt, steht nicht auf wackligem Boden, sondern hat auch morgen noch viel zu tun.“

Gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich unsicheren Zeiten spiele Stabilität bei der Berufswahl eine große Rolle. „Das Risiko, arbeitslos zu werden, ist im Handwerk deutlich geringer als im Durchschnitt der baden-württembergischen Wirtschaft.“ Das zeige die Arbeitslosenquote im Handwerk von 2,3 Prozent, die in der Gesamtwirtschaft Baden-Württembergs bei 4,7 Prozent liege.

KI verändert Arbeit, ersetzt sie aber nicht

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Arbeit auch in handwerklichen Betrieben. Sie ersetzen das Handwerk aber nicht. „KI kann beim Messen oder Planen unterstützen und Abläufe erleichtern“, sagt Rottler. „Aber sie repariert kein Dach und baut kein Bad ein. Dafür braucht es Menschen, die ihr Handwerk verstehen.“

Freie Plätze und Praktika finden

Schüler können sich bei der Handwerkskammer über Fragen rund um die Ausbildung unter www.hwk-konstanz.de/ausbildung informieren. Außerdem ist dort die Online-Ausbildungsplatzbörse zu finden, in der freie Stellen nach Beruf und Ort gefiltert werden können.
„Es lohnt sich auch, einfach mal bei einem Handwerksbetrieb um die Ecke anzuklopfen und nach einem Praktikum zu fragen,“ rät Rottler, der selbst schon viele junge Menschen in seinem Schornsteinfegerbetrieb in Schwenningen ausgebildet hat.

Betriebe sollen freie Stellen sichtbar machen

Handwerksunternehmen rät er dringend, ihre freien Stellen in die kostenlose Online-Ausbildungsbörse einzutragen und damit automatisch auch in der Smartphone-App „Lehrstellenradar“ sichtbar zu werden.

(Quelle: Handwerkskammer Konstanz)

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AusbildungBerufswahlHandwerk

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