KUKA erweitert sein Education-Portfolio für die technische Ausbildung im Bereich Robotik an (Berufs-)Schulen und Universitäten. Dazu gehören modulare Roboter-Lernzellen, KI-gestützte Anwendungen und Schulungen für den Unterricht. Bildungseinrichtungen sollen damit industrielle Automatisierung praxisnah vermitteln können. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig auf die Anforderungen in der modernen Produktion vorzubereiten.
Die Anforderungen an die technische Ausbildung verändern sich: Automatisierung, mobile Robotik, Bildverarbeitung und softwaregestützte Anwendungen werden in der Industrie immer wichtiger. Das erweiterte Education-Angebot von KUKA richtet sich an Schulen und Hochschulen und soll den Einstieg in die industrielle Automatisierung erleichtern.
Das Angebot umfasst Hardware, Software, Schulungen und didaktisch aufbereitete Lerninhalte für den Einsatz im Unterricht. Damit sollen aktuelle Technologien praxisnah vermittelt werden.
Um zukunftsweisende Automatisierung für eine breitere Zielgruppe zugänglich zu machen, senkt KUKA die Preise für Bildungseinrichtungen und Bildungs-Integratoren . Nach Unternehmensangaben gilt ein Nachlass von 50 Prozent auf die Listenpreise der Produkte sowie auf Schulungen für Lehrkräfte.
Modulare Lernzellen für den direkten Unterrichtseinsatz
Das Portfolio umfasst modulare Roboter-Schulungszellen wie die iiQKA Education Cell. Die Systeme sind für den Einsatz im Bildungsbereich ausgelegt. Bildungseinrichtungen können damit Ausbildungsumgebungen an ihre Anforderungen anpassen und Automatisierung schrittweise in bestehende Lernkonzepte einbinden.
Mit dem Education Kit AMR KMP 250P ergänzt KUKA das Angebot um praxisnahe Anwendungen im Bereich mobiler Robotik. Es vermittelt Themen wie Navigation, Transportaufgaben und die Zusammenarbeit mit stationären Robotern. Es soll einen Einstieg in moderne Intralogistikprozesse ermöglichen.
Ab Juli 2026 wird das Portfolio um weitere Produkte ergänzt. Mit der iiQKA Education Cell lite lassen sich typische Robotikaufgaben demonstrieren, etwa das Fahren von Bahnen sowie das Aufnehmen und Palettieren von Objekten. Die iiQKA Education Cell lite Cobot ist kompakt aufgebaut und verfügt über einen integrierten Greifer sowie das Handbediengerät KUKA smartPLUG. Sie dient dazu, Funktionen eines Cobots im Unterricht zu vermitteln.
Die Anwendungen orientieren sich an industriellen Prozessen und vermitteln unter anderem Koordinatensysteme, Achsbewegungen, Punkt-zu-Punkt-Programmierung sowie die Anbindung eines optionalen Vision Systems.
Je nach Bedarf können weitere Funktionen ergänzt werden, darunter Schutztüren und Sicherheitskonzepte, Greifer- und Kamerasysteme, ein Wellentisch für die Programmierung dreidimensionaler Konturen oder Lastverteilerplatten für empfindliche Böden. Dadurch lassen sich die Lernzellen an unterschiedliche räumliche und didaktische Anforderungen anpassen.
Train-the-Trainer-Konzept stärkt Lehrkräfte im Unterrichtsalltag
Ein zentraler Bestandteil des Angebots sind Schulungen für Lehrkräfte. In einer einwöchigen Schulung lernen sie, wie die Systeme bedient und im Unterricht eingesetzt werden können.
„Unser Ziel ist es, Lehrkräfte so zu befähigen, dass sie Automatisierung praxisnah und ohne große Einstiegshürden in den Unterricht integrieren können“, sagt Andrea Herold, Global Lead Education bei KUKA. „Dafür bieten wir nicht nur die passende Technologie, sondern auch Schulungskonzepte und Lernmaterialien, die einen schnellen und nachhaltigen Einsatz im Bildungsalltag ermöglichen“.
Neben der technischen Einführung erhalten Lehrkräfte didaktisch aufbereitete Lernmaterialien. Die Inhalte sind auf unterschiedliche Lernniveaus abgestimmt. Zusätzlich steht ein Lehrplan für den Unterricht zur Verfügung.
Simulation, mobile Robotik und KI-Anwendungen
Ergänzt wird das Angebot durch die Simulationssoftware iiQWorks.Sim. Mit ihr können Schulungszellen vor dem praktischen Einsatz virtuell geplant, getestet und angepasst werden.
Die Software bildet einen digitalen Zwilling des Robotersystems ab. Lernende und Lehrkräfte können damit Anwendungen vorbereiten und analysieren. Zu den Funktionen gehören unter anderem die automatische Erstellung kollisionsfreier Roboterpfade sowie Analysen zu Energieverbrauch und Machbarkeit.
Damit lassen sich Grundlagen moderner Automatisierungsprozesse im Unterricht behandeln und an industriellen Anwendungen nachvollziehen.
(Quelle: KUKA Group)
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