Veranstaltung
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22.06.2026

Weldend 2026: Warum die Schweißtechnik vom direkten Austausch profitiert

Bymat zeigte Lösungen für die elektrochemische Schweißnahtbehandlung und Oberflächenpassivierung. Damit wurde ein Bereich adressiert, der insbesondere im Edelstahlbau und bei hochwertigen Sichtnähten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus präsentierten Unternehmen wie GYS, Abicor Binzel, Air Liquide, Dräger, Fein, Gedore, Norton, Siegmund, Alpha Laser, Bikar Metalle, Eisenblätter und Weta ihre Produkte und Anwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Damit reichte das Spektrum von Schweißstromquellen über Laserschweißtechnik, Schweißtische und Spannsysteme bis hin zu Arbeitsschutz, Schleiftechnik und Zusatzwerkstoffen.

Workshops und Live-Anwendungen statt Produktkataloge

Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörten mehrere praxisorientierte Workshops. Holger Kubelka vermittelte in Schleifworkshops Grundlagen und Feinheiten der Oberflächenbearbeitung. Darüber hinaus fanden Schweißwettbewerbe statt, bei denen Anwender ihr Können unter Beweis stellen konnten. Ein weiteres Highlight stellte der WeldArt-Workshop mit Lars Boslau dar. Hier wurde deutlich, dass Schweißtechnik nicht nur funktionale Verbindungen erzeugt, sondern zunehmend auch im Bereich kreativer Metallgestaltung eingesetzt wird. Im Mittelpunkt standen jedoch weniger einzelne Programmpunkte als vielmehr die Möglichkeit, Technologien direkt auszuprobieren und mit den Entwicklern sowie erfahrenen Anwendern ins Gespräch zu kommen. Diese Praxisnähe unterscheidet das Format von klassischen Messekonzepten.

Fachwissen aus der Community

Auffällig war die starke Präsenz von Schweißern, Metallbauern und Content Creators, die ihre Eindrücke über soziale Medien teilten. Initiator Erik „Alu Löffel“ Löffel verfolgt seit Jahren das Ziel, Wissen zwischen erfahrenen Fachleuten, Nachwuchskräften und ambitionierten Hobbyschweißern zu vermitteln. Unterstützt wurde dieser Ansatz durch zahlreiche Influencer und bekannte Gesichter aus der Handwerkerszene, die das Event als Plattform für fachlichen Austausch nutzten.

Ganzheitliche Lösungen gewinnen an Bedeutung

Das Weldend 2026 machte deutlich, dass sich die Schweißtechnik zunehmend in Richtung integrierter Prozesslösungen entwickelt. Aspekte wie Spanntechnik, Elektrodenmanagement, Schweißraucherfassung, Oberflächenbearbeitung und Ergonomie gewinnen ebenso an Bedeutung wie der eigentliche Schweißprozess. Damit spiegelte die Veranstaltung zentrale Entwicklungen der Branche wider: höhere Anforderungen an Qualität und Reproduzierbarkeit, zunehmende Automatisierung sowie die Notwendigkeit, Fachwissen effizient weiterzugeben.

Fazit

Das Weldend 2026 zeigte erneut, dass Innovationen in der Schweißtechnik nicht allein durch neue Geräte entstehen. Vielmehr sind es der direkte Austausch, praxisnahe Demonstrationen und das Zusammenspiel aller Prozessschritte, die nachhaltige Verbesserungen ermöglichen. Oder anders formuliert: Die Qualität einer Schweißverbindung beginnt lange vor dem ersten Lichtbogen – und sie profitiert vom Wissen derjenigen, die täglich damit arbeiten.

(Autor: DVS Media)

Schlagworte

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